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Schadenersatz wegen fehlender Leistung

17.04.2009 00:15 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Ich habe einen zweiten Rechtsanwalt (RA), den ersten RA habe ich
gekündigt, in einem anhängigen Verfahren (Bestellung zum Steuer-
berater in der ehem. DDR) einen Auftrag erteilt.

Auftrag: Anbei erhalten Sie -wie telef. besprochen- die angeforderte
Vollmacht (Vordruck) mit der Ergänzung: "Die Vollmacht dient erst einmal nur für die Verlegung des vom Gericht festgesetzten Termin
für die mündliche Verhandlung. Danach entscheiden wir gemeinsam,
inwieweit meine eingereichte Klage weiter fortgeführt werden soll."

Zur Vorbereitung auf ein zuführendes Gespräch zwischen RA und mir, habe ich dem RA einige Unterlagen zugesendet und schriftlich
Fragen zur Fortführung der Klage gestellt.

Am 26.6.2006 habe ich dem Gericht geschrieben, dass " Aufgrund
der bedauerlicherweise passiven Prozeßführung durch den RA,
fühle ich mich veranlaßt, meine Argumentation in nachfolgendem
Schriftsatz nochmals unter Aufrechterhaltung des bereits ge-
stellten Klageantrages, darzulegen."

Der RA hat zwischenzeitlich Akteneinsicht beantragt. Diesem
Antrag wurde stattgegeben.

Bis zum Schreiben des RA vom 6. Juni 2006 an mich, indem er
mir mitteilt, dass er eine Ladung des Gerichts für den 22.6.2006,
11.30 Uhr erhalten hat, sind weder meine Fragen von ihm be-
antwortet worden noch fand zwischen ihm und mir ein Gespräch
zur Vorbereitung des Gerichtstermins statt.

Am 22. Juni 2007 habe ich die Klage zurückgenommen.

Mit Urteil vom 8.4.2008 habe ich die Klage wegen Honorarforderung
des RA verloren. Begründung lautet: Ich habe den RA beauftragt.
Auf (erbrachte) Leistungen des Anwaltes kommt es nich an.
Die erteilte Vollmacht ist im übrigen nicht klar und eindeutig.

Kann ich Schadenersatz gegen den RA geltend machen und
wenn ja, wie wird die Schadenshöhe berechnet ?
Hat der RA nicht die Pflicht bei einer unklaren Auftragserteilung
durch den Mandanten, den Auftrag zu konkretisieren ?
17.4.2009

Sehr geehrter Fragesteller,

Anhaltspunkte für einen Schadensersatzanspruch sind hier leider schon grundsätzlich nicht ersichtlich. Da Sie selbst die Klage zurückgenommen haben, kann ein Anwaltsfehler nicht ursächlich für Ihren Schaden sein - auch wenn die Bearbeitung des Mandats vorher nicht zufriedenstellend war. Ohne eine denkbare Ursächlichkeit zwischen Fehler und Schaden fehlt schon eine der Grundvoraussetzungen für einen Schadensersatzanspruch.

Gegen den Vergütungsanspruch des Anwalts können Sie keine Einwendungen mehr vorbringen, da mittlerweile (sofern keine Berufung anhängig) ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Das Argument, dass Sie keinen oder einen anderen Auftrag erteilt haben, ist Ihnen damit abgeschnitten.

Daher kann der Rat an dieser Stelle leider nur lauten, die Sache auf sich beruhen zu lassen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

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