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Schadenersatz wegen Wasserschaden?

| 09.01.2019 13:56 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Ich besitze eine vermietete Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Vor einigen Monaten kam es in der Wohnung zu einem Wasserschaden. Die Ursache lag, wie sich nach Untersuchungen eines Fachbetriebs herausstellte, in einem defekten Flexschlauch einer in der Wand verbauten Toilettenspülung. Diese zählt zum Sondereigentum. Das Wasser trat dabei offenbar nicht schlagartig aus, sondern in kleineren Dosen über einen längeren Zeitraum.

Unter der von mir vermieteten Wohnung befindet sich ein Kindergarten. Der Besitzer des Kindergartens stellt mir nun Kosten in Höhe von 530 Euro für einen neuen Korkboden in Rechnung, da der vorherige Korkboden durch den bis in den Kindergarten reichenden Wasserschaden kaputt gegangen sei. Weitergehende Schäden wurden durch die Gebäudeversicherung übernommen.

Bin ich in diesem Fall zur Zahlung verpflichtet oder greift hier $823 BGB, wonach kein fahrlässiges Verhalten vorliegt? Weder meine Mieterin noch ich haben erkennen oder ahnen können, dass der in der Toilette verbaute Schlauch defekt war.

Besten Dank, TS

Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Sie sind Wohnungseigentümer und vermieten. Ich gehe davon aus, dass der Eigentümer der vom Kindergarten gemieteten Räume von Ihnen die Kosten des Austauschs des Korkbodens ersetzt haben will.

1.
Zunächst ist es erst einmal richtig, dass man grundsätzlich nur bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit für Schäden haftet gemäß § 823 Abs. 1, § 276 BGB oder bei Verletzung von Gemeinschaftspflichten gemäß § 280 Abs. 1 BGB.

2.
Im (Wohnung-)Eigentumsrecht gibt es jedoch eine Sonderregelung.

a)
Wohnungseigentümer haften einander für Schäden gemäß § 906 Abs. 2 S. 2 BGB analog verschuldensunabhängig (BGH, Urt. v. 25.10.2013 - V ZR 230/12) für rechtswidrige Einwirkungen.
Dort löste sich ein Wasserschlaucht und führte zu einem Wasserschaden.

b)
Der BGH (Urt. v. 10.11.2006 - V ZR 62/06) hat auch entschieden, dass der geschädigte Wohnungseigentümer an Stelle des schädigenden Wohnungseigentümers den Gebäudeversicherer der Gemeinschaft in Anspruch nehmen muss, sofern dieser keinen Regress nehmen kann und keine Besonderheiten für einen direkten Anspruch vorliegen.

> Dem Grunde nach sind Sie zum Schadensersatz / zum "angemessenen Ausgleich in Geld" verpflichtet, auch ohne Verschulden.

> Ob die konkrete Zahl (530 €) berechtigt ist, müsste gesondert geprüft werden (Größe und Art des Schadens, Beleg durch Rechnung), da z.B. ein Abzug Neu für Alt vorzunehmen wäre.

Nutzen Sie bitte bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 11.01.2019 | 10:49

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