Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schadenersatz für geplatzten Termin


| 11.07.2006 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Heute war ich um 10 Uhr, nach einem telefonisch vereinbarten Termin, bei einer Werkstatt bzgl. Wartung meiner Gasanlage in meinem PKW. Ich war das dritte Mal mit meiner Gasanlage bei dieser Werkstatt, es hatte nie irgendwelche Probleme gegeben.

Als dann der für die Gasanlagen zuständige Mann (Chef der Firma)verspätet gegen 11 Uhr eintraf, fragte er mich sofort, wo ich den diese Anlage einbauen habe lassen. Nachdem ich ihm sagte, dass ich die Anlage in Polen eingebaut bekommen habe, teilte er mir mit, dass sie mittlerweile keine Anlagen mehr warten, die in Polen verbaut wurden. Ich solle doch nach Polen fahren und dort die Anlage warten lassen.
Auch mein Einwand, das er dies schon am Telefon hätte sagen können und ich ja schon zwei mal da war brachte keinen Erfolg. Er war zu keinem Kompromiss bereit.
Auch gab es heute noch einen kurzen Mailwechsel, der aber an der Sachlage nichts ändert.

Ich bin nun eigentlich kein Prozesshansel, aber ich wurde mies behandelt und ich sehe nicht ein, mir das gefallen zu lassen.

Nach meiner Auffassung der Rechtslage steht mir hier Schadenersatz zu. Für die verlorene Freizeit ca. 3 Stunden und die gefahrenen 80 Kilometer.


Wie soll ich hier weiter vorgehen? Evtl. würde ich einen Anwalt in Anspruch nehmen.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

Ein Schadensersatzanspruch könnte sich im vorliegenden Fall allenfalls auf Grundlage eines zwischen der Werkstatt und Ihnen zustandegekommenen Vertrages ergeben. Nach Ihren Angaben hatten Sie (lediglich) telefonisch einen Termin vereinbart; ein konkreter Auftrag (Wartung) war wohl noch nicht erteilt bzw. es lag zumindest keine (schriftliche) Auftragsbestätigung der Werkstatt (Auftragnehmer) vor. Damit ist eine Anspruchsgrundlage nicht ohne weiteres ersichtlich.

Selbst wenn man hier eine (mündliche) Auftragserteilung annehmen wollte, würde sich die Werkstatt wahrscheinlich noch darauf berufen können, dass einer Haftung die eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. die Reparaturbedingungen entgegenstehen würden. Im Kfz-Gewerbe ist die Haftung des Auftragsnehmers (bei unterlassener Ausführung und Verschulden des Auftragnehmers) regelmäßig darauf beschränkt, dass der Reparaturgegenstand von Kunden nicht nicht vertragsgemäß verwendet werden kann. Für Schäden, die nicht am Reparaturgegenstand selbst entstanden sind, haftet der Auftragnehmer – aus welchen Gründen auch immer – nach den Vertragsbedingungen nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Weitere Ansprüche sind regelmäßig ausgeschlossen.

Im Ergebnis vermag ich hier - auch ohne Kenntnis von den konkreten AGB - keine hinreichende Erfolgsaussicht für die Durchsetzung von Ansprüchen zu erkennen.

Für den Fall, dass Sie ungeachtet der hier vertretenen Rechtsauffassung eine gerichtliche Klärung der Angelegenheit erwägen sollten, noch kurz ein Wort zu dem sich ergebenden Kostenrisiko:

unter Zugrundelegung eines Streitwertes von bis zu 300,-- € und der normalerweise entstehenden Gebühren in der 1. Instanz (bei anwaltlicher Vertretung beider Parteien) fallen bei der unterliegenden Partei Kosten in einer Größenordnung von 250,-- € an.

Ich rege danach an, dass Sie aus dem Verhalten der Werkstatt Ihre Konsequenzen ziehen und Ihr Fahrzeug zukünftig von einem anderen Betrieb warten lassen. Ihr - verständlicher - Ärger über das Verhalten des Chefs der Firma sollte m. E. nach nicht in eine gerichtliche Auseinandersetzung münden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit den vorstehenden Ausführungen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Bernd Gutschank
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schlüssige Antwort. Ich werde es so machen. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER