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Schadenersatz für beschädigten Grabstein

| 17.02.2016 18:42 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Zusammenfassung: Zu den Kriterien der Berechnung des Wiederbeschaffungswerts eines Grabsteins

Im Dezember 2015 wurde durch einen Steinmetzbetrieb beim Ausheben eines Nachbar-grabes die Grabanlage meiner Eltern einschl. Grabstein (Granit poliert in Kreuzform zerbrochen und tlw. Einfassung) beschädigt Dieser hat sich auch sofort über die Friedhofsverwaltung gemeldet wegen der Schadensbereinigung. Einen Kostenvoranschlag hatte ich damals gleich übersandt. Aktuell hat sich seine Haftpflichtversicherung erst jetzt bei mir gemeldet und will von mir neben der Instandsetzungsrechnung (fällig Ende diesen Monats) auch Unterlagen zu den ursprünglichen Anschaffungskosten von vor 7 Jahren und Angaben zur Restnutzungsdauer des Grabes, da sie nur den Zeitwert ersetzen wollen. Bei uns werden diese Nutzungen nur auf 20 Jahre vergeben, aber problemlos verlängert. Das Grab dient als Familiengrab und soll nach aktuellem Ablauf behalten werden. Muss ich den Zeitwert - inkl. Herausgabe der Unterlagen - akzeptieren und auf welcher Grundlage (Nutzungsdauer oder Lebensdauer des polierten Granits) erfolgt die Berechnung?

PietätSehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich bedeutet Schadensersatz, dass der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden muss (§ 249 Abs. 1 BGB). Bei der Beschädigung einer Sache kommen sowohl Reparatur und die Ersatzbeschaffung in Betracht, wobei in Ihrem Fall die Reparatur des Grabsteins ausscheiden dürfte, so dass in Ihrem Fall nur die Ersatzbeschaffung in Betracht kommen dürfte.

Zu ersetzen ist regelmäßig der Wiederbeschaffungswert, d.h. die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert.

Der Restwert/Zeitwert von Gegenständen ist normalerweise geringer als der Anschaffungswert. Er ist von der Gebrauchsdauer und dem Zustand des Gegenstandes abhängig. Der Restwert dient als Grundlage, um die Höhe des Schadensersatzes festzulegen. Für die Ermittlung des Restwertes benötigt man z.B. den Anschaffungswert, das Alter, die durchschnittliche Gebrauchszeit sowie den Erhaltungszustand des Gegenstandes.

Es versteht sich von selbst, dass der Restwert in Ihrem Fall insbesondere auch von der zu erwartenden Restnutzungsdauer beeinflusst wird, angesichts der Tatsache, dass es sich um Ihr Familiengrab handelt, also um einen erheblichen Wert. Zudem dürfte sich auswirken, dass es meines Wissens keinen Zweitmarkt für Grabsteine gibt. Schließlich dürften auch pietistische Erwägungen eine Rolle spielen.

Ihre Fragen beantworte ich daher wie folgt:

1.
Zur Ermittlung eines angemessenen Werts der beschädigten Grabanlage sind Sie verpflichtet, die relevanten Unterlagen, soweit vorhanden, der Versicherung zur Verfügung zu stellen. Andernfalls würde die Haftpflichtversicherung den Wert schätzen, was sicher nicht zu Ihrem Vorteil ausgehen wird.

2.
Bei der Berechnung des Wiederbeschaffungswerts wird nicht auf die Lebensdauer des Granits, sondern auf die durchschnittliche Gebrauchszeit abgestellt.

3.
Sie erhalten den Wiederbeschaffungswert für die beschädigte Sache. Angesichts der üblicherweise sehr geringen Abnutzung eines Granitgrabsteins und die beabsichtigten, erheblichen Restnutzungsdauer, dürften nur geringe Abzüge berechtigt sein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.02.2016 | 10:10

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