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Schadenersatz für Auszug wegen mangelden Trittschallschutzes


18.10.2006 11:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe vor ca. einem Jahr eine Wohnung in einem Altbau bezogen, war zwischenzeitlich über ein halbes Jahr im Ausland und per Mai 2006 zurück. Erst dann stellte ich fest, dass die Wohnung über mir einen nur ungenügenden Trittschallschutz hat. Eine Umbaumaßnahme fand wohl vor ca. 10 Jahren statt. Ich habe mehrmals den „Übermietern“ (2 Erw. + 3 Kinder) eine andere Verhaltensart angeraten. Die Lärmbelastung geht von 7.30 bis teilweise 1.00 Nachts. Der Vermieter hat sich nach mehrmaligen schriftlichen und telefonischen Beschwerden bewegen lassen ein halbherziges Rechtsanwaltsschreiben zu veranlassen. Ich habe fleißig Lärmprotokolle geschrieben (mit Zeugen) und die Miete um 15% gekürzt. Entnervt über den anhaltenden Zustand streiche ich die Segel, kündige die Wohnung und ziehe am 31.10. wieder aus. Erschwerend kommt hinzu, dass ich die Whg. während meiner Auslandsaufenthalte weitervermieten wollte, was nicht mgl. war. (Dieses habe ich explizit im Mietvertrag eintragen lassen.)
Der Vermieter will angeblich nichts von diesem Problem gewusst haben. Mein Nachbar bestätigte mir jedoch, dass der Trittschallschutz zwischen den Etagen schon ein Thema zur damaligen Rekonstruktion des Hauses war. Ich fühle mich getäuscht. Kann ich für die mir entstanden Umzugskosten, Suche neue Wohnung, teilweisen Rückbau der jetzigen Wohnung, Maklerprovision etc. einen angemessenen Schadensersatz vom Vermieter verlangen?

Mit freundlichen Grüßen
Kurzer
18.10.2006 | 13:02

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:
Versteht man den bekannten Lärm bzw. die Notwendigkeit der Trittschallschutzisolierung als Mangel, ergibt sich bereits daraus ein Schadensersatzanspruch aus dem Gesetz, respektive aus § 536 BGB. Weiterhin hätte der Vermieter hier nach meiner Auffassung auch eine Aufklärungspflicht verletzt, die wiederum zum Schadensersatzbegehren beiträgt. Allerdings wäre noch zu fragen, wie genau die Abhilfebegehren vom Vermieter nicht erfüllt wurde, sodass nunmehr Ihre Kündigung und der Auszug gerechtfertigt wären. Der genaue Schadensumfang ist Tatfrage, wäre aber sicherlich bzgl.der begehrten Positionen denkbar.


Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mail<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2006 | 14:17

Sehr geehrter Herr Hellmann,

vielen Dank für rasche Hilfe und klaren Worte. Die Situation über ein Abhilfebegehren durch meinen/unseren Vermieter war eigentlich keine. Nach drei Schriftstücken, mehreren Telefonaten über drei Monate hinweg war es mir möglich den Vermieter und Eigentümer zu einem Lokaltermin zu bewegen. Eine Halbe Stunde vor Ort schob er die Lärmbelästigung, welche ich ihm als Aufnahme auf einer CD mitgab, auf das Benehmen der „Übermieter“ zurück. Versprach mir darauf positiv Einfluss zu nehmen und die Angeleigenheit seinem Anwalt zu übergeben. Wieder mussten 6 Wochen vergehen und ich wurde nur hingehalten, worauf ich kündigte mit der Begründung des vorliegenden Mangels.

Kurz darauf erhielten meine „Übermieter“ ein Anwaltsschreiben, dessen Inhalt ich nicht kenne. Von Seiten des Vermieters wurde ich gebeten meine Kündigung zu überdenken da ja jetzt alles geregelt werde. Ich hielt an der Kündigung trotzdem fest mit dem Verweis, wenn sich etwas ändere, ziehe ich die Kündigung gerne zurück. Das war der letzte Kontakt und liegt drei Monate zurück. Seitdem hat die Lärmbelästigung eher noch zugenommen. Es gab weder Reaktionen auf meine Mietkürzungen, noch irgendwelche Informationen über den Stand der Dinge nur der Krawall über mir und meine sinnlosen Versuche dieses abzustellen.

Die gleiche Wohnung über meinem Nachbarn, welche das gleiche Problem aufweißt, steht seit 6 Monaten leer und wird im Internet als Kinderfreundlich angeboten.

Mit freundlichen Grüßen
Kurzer

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.10.2006 | 19:17

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn sich dies alles so nachvollziehen lässt, dürfte (auch wegen der ansonsten aufgrund der Lärmbelastung möglichen Gesundheitsgefährdung) Ihre Kündigung und damit die entstandenen Schäden dem Vermieter zuzurechnen sein. Es gibt hinreichend aktuelle Urteile, die dokumentieren, dass der Vermieter den Mieter vor Einwirkungen anderer Mieter (auch und besonders Lärm) zu bewahren hat. Vor dem Hintergrund meine ich, dass etwaige Forderungen im Kern berechtigt sind. Sollte eine weitere Vertretung daher gewünscht sein, stünde ich gerne zur Verfügung.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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