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Schadenersatz einer Haarverlängerung

16.06.2008 10:45 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Hallo,


ich habe eine Frage bezüglich Schadenersatz. Ich habe in 2 Wochen ein Gerichtstermin wo es sich um eine Güterverhandlung handelt.

Zur erläuterung:

Ich arbeite Selbstständig in der Kosmetikbranche. 2007 habe ich bei einer Arbeitslosen Kundin eine Haarverlängerung vorgenomm. Die Kundin hat mich auch ordnungsgemäss bezahlt. Die Kundin ist selber Friseur muss ich dazu sagen.

Ich habe mit der Kundin ein Vertrag abgeschlossen, wo drin steht, das bei Mechnischen Schäden keine Haftung übernommen wird. Und sie auch belehrt wurde wie man übber eine Haarverlängerung umzugehen hat.

1 Woche später nach der Verlängerung rief mich die Kundin an und bat mich Hilfe , da sie Probleme hatte mit der Verlängerung. Sofort bin ich zu Ihr gefahren in Ihre Wohung, wo auch die Verlänerung stattfand.

Als ich bei Ihr war, traf mich fast der Schlag. Sie hat sich die Haarverlängerung richtig rausgerissen, die Anschweisstellen waren fest, man konnte richtig sehen das sie sich Ihre eigenen Haare rausgezogen hat. Ich habe Ihr erklärt das das eigenverschulden ist da Sie sicherlich nicht wie belehrt die Spezielle Bürste für Haarverlängerung genommen hat.

Die Kundin ist gleich ausfallend geworden und hat mir die Misere in die Schuhe geschoben und wollte sofort Ihr Geld zurück.

Ich habe natürlich Ihr nicht das Geld zurück geben und wollte gehen, weil ich es mit der Angst zu tun bekommen habe. Sie wollte mich nicht gehen lassen und tratt vor mir. Ich bin jedoch da raus gekomm.

Monatespäter hat sie sich dann über Ihren Anwalt gemeldet, der Schadenersatz von 700 Euro+ Rückgabe derHaarverlängerungskosten wollte, da Ihre Haare gelitten habe durch die Verlängerung, die Haare Kaputt und Slissig seien.

Ich übergab es mein Anwalt, der ganz ehrlich sich garnciht meiner sowirklich an nahm. Der sagte wir zahlen nicht soviel, baten Ihr damit wir Ruhe haben 200 Euro an. Auf dieses Angebot hat sich jedoch die Gegenpartei nicht eingelassen.

Die Gegenpartei sagte Sie habe zwei Gutachten von Friseurläden die Bestätigen können, die Fehler sind durch meine Hand entstanden und die Haare sind nicht das Material wie versprochen.

ISt das überhaupt zulässig von den Friseursalons? Ich meine die Frau ist selber Friseurin und kennt fast jeden Laden?

Was sollte ich vor Gericht am Besten tuen? Ich bin im Recht und habe Angst die Angelegenheit zu verlieren und alle Kosten zu tragen ( Gericht/gegenanwalt). Ich bin zur Zeit Berufunfähig wegen Schwnagerschaft und habe kaum Geld zur Seite daher.

Sollte ich dem Gericht anschauungs Material vorzeigen, was falsch war etc?


Bitte helfen Sie mir...

Sehr geehrte Fragestellerin,

Aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

In dem Gütetermin wird das Gericht zunächst auf einen Vergleich hinwirken. In der Regel wird man versuchen sich in der Mitte zu treffen. Erst wenn diese Vergleichsverhandlungen scheitern, wird das Gericht in die mündliche Verhandlung eintreten. Vor allem erfolgt dann auch eine Beweisaufnahme.
In Ihrer Angelegenheit sehe ich hier die größten Schwierigkeiten.
Zwar handelt es sich bei den Gutachten der Friseursalons nur um Privatgutachten, doch haben auch diese einen starken Beweiswert. Um diese Angaben zu entkräften und zu beweisen, dass Sie die Haarverlängerung fachmännisch korrekt durchgeführt haben, rate ich Ihnen dringend, mit Ihrem Rechtsanwalt zu besprechen, dass ein vom Gericht veranlasstes neutrales Gutachten in Auftrag gegeben wird.

Sie können dem Gericht selbstverständlich alles vorlegen, was Ihre fachmännische Arbeit untermauert. Wenn Sie also über Anschauungsmaterial verfügen, welches auf den Fall bezogen ist, so können Sie dies als Beweis anbieten.
Außerdem können Sie Zweifel an der Objektivität der Privatgutachten vortragen, da die Eigentümer dieser Friseursalons mit der Gegnerin bekannt sind.

Ein vom Gericht eingeholtes Gutachten kann dann nicht nur beweisen, dass Sie ordnungsgemäß gearbeitet haben, sondern auch, dass die Schäden durch die Kundin selbst verursacht wurden.
Des Weiteren müssen Sie beweisen, dass es sich bei den verwendeten Materialien um die vereinbarte Qualität handelt. Dies können Sie eventuell über den geschlossenen Vertrag machen. Auch ein neutraler Gutachter kann Angaben zu den verwendeten Materialien machen.
Beachten Sie aber, dass ein solches Gutachten die Kosten des Rechtsstreits erhöht. Die Kosten sind von der unterliegenden Partei zu tragen.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2008 | 11:51

Also müsste ich die Kosten zahlen, wenn wir uns auf ein Vergleich einigen??????

Oh man... kann ich irgendwie um die Verhandlung rum kommen um KOsten zu sparen? Mir gehts jetzt echt drum, kosten so niedrig zu halten wie möglich. Ist mir mitlerweile egal, ob ich im Recht bin oder nicht.
Wie hoch schätzen Sie die Gerichtskosten?

Liebe Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.06.2008 | 13:48

Sehr geehrte Fragestellerin,

es steht Ihnen frei sich jederzeit auf einen Vergleich einzulassen. Wenn Sie bereit sind die Forderung der Gegenseite zu erfüllen und Ihre eigenen Rechtsanwaltskosten zu tragen, so können Sie sich auch schon vor dem Gerichtstermin einigen, sodass keine Gerichtskosten mehr anfallen. Sie können sich auf jeden beliebigen Betrag einigen, den die Gegenseite bereit ist zu akzeptieren, ob das die sinnvollste Lösung für Sie ist, sollten Sie dringend mit Ihrem Rechtsanwalt besprechen.
Die Höhe der Gerichts- und Rechtsanwaltskosten hängt von der Höhe des Streitwerts ab. Da mir nicht bekannt ist, wie hoch Ihre Vergütung für die Haarverlängerung war, kann ich Ihnen hier keine genauen Angaben machen.
Bei einem Streitwert von 1000 € würden 165,00 € an Gerichtskosten und 443,57 € (inkl. MwSt und Abrechnung nach dem RVG) an Rechtsanwaltskosten anfallen, wenn Sie sich erst in der Gerichtsverhandlung einigen. In der Regel trägt dann aber jede Partei ihre eigenen Rechtsanwaltskosten.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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