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Schadenersatz bei einem Leitungswasserschaden

28.01.2008 21:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Im Mietshaus entstand ein Leitungswasserschaden, wobei die darunterliegende Wohnung zu ca. 50% der Wohnfläche geschädigt wurde und instand gesetzt werden mußte. Der Mieter ist ausgezogen, beruft sich auf unbewohnbar und bewohnt vorübergehend eine um 20qm größere Wohnung, in besserer Gegend.Kann der Mieter die entstandenen Kosten, wie Komplett-Umzug, höhere Miete, Fahrtkostenmehraufwand usw., plus Umzugskostenhilfe für den ausstehenden Rückumzug als Schadenersatzanspruch verlangen, obwohl dem Eigentümer keine Schuld unterstellt werden kann?
Vielen Dank für Ihre Antwort
28.01.2008 | 22:38

Antwort

von


(252)
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: http://www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Der Mieter hat zunächst einen Anspruch auf Mietminderung, § 536 BGB. Der Anspruch besteht unabhängig von einem Verschulden des Vermieters. Kann der Mieter die Mietsache weitestgehend nicht benutzen, kann er die Miete bis zu 100% mindern.
2. Nach Ihrer Schilderung waren nur 50% der Wohnung betroffen. Aus den Umständen kann sich jedoch ergeben, dass der Mieter die restlichen 50% nicht zum Wohnen nutzen kann. Ist das der Fall, kann er auch die gesamte Miete mindern. Wenn er jedoch durch den Wasserschaden die Wohnung dennoch realistisch nutzen kann, kann er den Mietzins nur in dem Maße mindern, wie auch die Nutzung eingeschränkt ist.
3. Der Anspruch auf Schadensersatz besteht hingegen nur dann, wenn der Vermieter den Wasserschaden zu verantworten hat oder er mit der Beseitigung eines solchen Mangels in Verzug gerät, § 536a Abs. 1 BGB. Der Mieter muss beweisen, dass der Vermieter den Schaden vorsätzlich oder fahrlässig verursacht hat. Kann er diesen Beweis für die Ursächlichkeit des Schadens führen und kann der Vermieter nicht darlegen, dass ihn kein Verschulden trifft, muss der Vermieter für die erforderlichen Aufwendungen des Mieters aufkommen. Dazu gehört dann auch die Zahlung der Kosten für eine anderweitige Unterbringung, wobei die Kosten angemessen sein müssen. Eine Unterbringung in einer etwas besseren Gegend wird für einen kurzen Zeitraum wohl noch im Rahmen sein, sofern die Kosten nicht mehr als 10% über der normalen Miete liegt. Ebenso gehören sämtliche Kosten dazu, die dem Mieter durch den Wasserschaden verursacht wurden, z.B. Fahrtkosten und Umzugskosten. Wie bereits ausgeführt, bestehen diese Ansprüche aber nur, sofern den Vermieter an dem Wasserschaden ein Verschulden trifft.
4. Zu Ihrer Frage bitte ich folgendes Urteil zu lesen: LG Berlin, Urteil vom 24.10.2005 - 67 S 177/05 -




Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München

TEL: (089) 45 75 89 50
FAX: (089) 45 75 89 51

info@anwaeltin-heussen.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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