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Schadenersatz bei Schwammsanierung

| 04.01.2018 09:02 |
Preis: 25,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


In unserem Haus wurde Schwamm festgestellt. Die Wohngemeinschaft besteht überwiegend aus Wohnungseigentümern, die ihre Wohnung selbst bewohnen.

Die Schwammsanierung ist fast abgeschlossen, und den betroffenen Eigentümern, die ihre Wohnungen räumen mussten, wurden bisher Aufopferungskosten gezahlt für die Ersatzwohnung sowie Umzugskosten.

Da sich die Bauarbeiten mehrfach ungeplant verzögert haben, war ein mehrfacher Umzug notwendig, so dass uns betroffenen Eigentümern ein erheblicher Zeitaufwand entstand, für die Umzüge, aber auch Behördengänge, Kündigung von Verträgen, etc.

Daher möchten wir wissen, ob wir weitere Schadenersatzansprüche geltend machen können. Zum einen für Kosten, die aufgrund der Umzüge entstanden sind wie Gebühren für Nachsendeaufträge zum Beispiel, aber auch für den Zeitaufwand, den uns die Sanierung abverlangt hat?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


weitergehende Schadenersatzansprüche können - vorbehaltlich der Prüfung der entsprechenden Verträge - über § 286 BGB geltend gemacht werden, wenn ein Zeitplan schuldhaft vom Sanierungsunternehmen nicht eingehalten worden ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2018 | 17:19

Sehr geehrter Herr Bohle,

vielen Dank für die Bearbeitung meiner Frage. Leider hilft uns Ihre Antwort nicht weiter, da das Sanierungsunternehmen keine Schuld trifft. Vielmehr handelt es sich bei unserem Haus um einen Altbau, bei dem durch die Sanierungsarbeiten weitere, ältere Mängel entdeckt wurden, die dann auch beseitigt werden mussten.

Der Kern der Frage ist daher, ob die von den Umzügen betroffenen Eigentümer Anrecht haben auf eine Entschädigung für den Zeitaufwand, den die Umzüge unfreiwillig in Anspruch genommen haben.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.01.2018 | 17:31

Sehr geehrte Ratsuchende,

leider sehe ich ohne Verschulden irgendeines Verantwortlichen keine Möglichkeit, Dritte (z.B. Eigentümergemeinschaft) in Anspruch zu nehmen; die betroffenen Eigentümer werden die Kosten selbst zu tragen haben.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Ergänzung vom Anwalt 19.01.2018 | 18:06

"Da ich nur sehr wenig (25 Euro) geboten hatte, wollte er die Frage wohl kurz und knapp abhandeln."

Sehr geehrte Ratsuchende,

bei allem Respekt - hier verwechseln Sie offenbar Ursache und Wirkung, den SIE haben den Mindesteinsatz ausdrücklich gewählt und damit eine knappe Abhandlung ausdrücklich gewünscht. Ich verweise auf die Nutzungsbedingungen, die auch für Sie gelten. Dann aber dem Anwalt eine bestimmte Bearbeitungsweise zu unterstellen und auch noch negativ zu bewerten, liegt vollkommen neben der Sache.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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Bewertung des Fragestellers 19.01.2018 | 17:35

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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"Ich glaube nicht, dass der Anwalt die Frage wirklich verstanden hat. Da ich nur sehr wenig (25 Euro) geboten hatte, wollte er die Frage wohl kurz und knapp abhandeln. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Sie haben den Mindesteinsatz geboten. Bitte lesen Sie bei den Nutzungsbedingungen nach, was das bedeutet. Wenn es kein schuldhaftes Verhalten gibt, wer sollte dann haften?
Ich denke eher, die Antwort hat Ihnen nicht gefallen. Aber manchmal muss man für einen Sanierungsschaden durch Mehraufwand eben die eigene Geldbörse öffnen, und nicht negativ bewerten. MfG RA Thomas Bohle
FRAGESTELLER 19.01.2018 2,4/5,0
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