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Schadenersatz aus Wohnungsmietverhältnis wegen ignorierten Wasserschadens

17.11.2009 18:22 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Ich bin Vermieterin. Eine allein die Mietwohnung bewohnende Mieterin hat einen Schaden am Badewannenablauf ignoriert, so daß (laut Gebäudeversicherungsgutachter: bestimmt über einige Monate) sich ein kapitaler Wasserschaden in den umgebenden Mauern mit erheblicher Schimmelbildung in der Wohnung entwickelt hat. Mein Gebäudeversicherer übernimmt die Kosten der Sanierung des Gebäudeschadens. Ich habe dabei jedoch einen vertraglichen Selbstbehalt zu tragen. Die mir gehörende Anbauküche (Neupreis 5.000 €) der Wohnung wurde auch schimmelgeschädigt und mußte weggeworfen werden, Sanierung lohnt nicht in bezug auf den Zeitwert von vielleicht 1.500 €. Mein Inventarversicherer lehnte die Regulierung des Küchenmöbelschadens ab (Schwamm etc.), der Haftpflichtversicherer der Mieterin lehnt sich in Schweigen wegen meines Selbstbehalts und meines Möbelschadens zurück. Was tun, klagen, gegen die Mieterin?

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Sehr geehrter Ratsuchende,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haftet der Mieter einer Wohnung für Schäden an der Wohnung, die durch ihn verursacht werden aus § 280 BGB.

Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings, dass sich aus dem abgeschlossenen Mietvertrag direkte oder indirekte Haftungserleichterungen für den Mieter ergeben können.

So wurde durch den BGH beispielsweise entschieden, dass ein Mieter, auf den durch den Mietvertrag die anteiligen Kosten der Gebäudeversicherung übertragen wurde, bei Wasser- und Brandschäden nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zu haften hat. (BGH, Urteil vom 13.12.1995, VII ZR 41/95)

Der Mieter muss in diesen Fällen also nur in dem Umfang haften, in dem er für den Schaden auch dann einzustehen hätte, wenn er selbst eine entsprechende Versicherung abgeschlossen hätte.

Dementsprechend wird in Ihrem Fall zunächst einmal anhand des Mietvertrages zu prüfen sein, für welches Verschulden Ihre Mieterin einzustehen hat.

Sofern hier hinsichtlich Wasserschäden eine Beschränkung der Haftung auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit geben wäre, muss in einer zweiten Stufe geklärt werden, ob Ihre Mieterin zumindest grob Fahrlässig gehandelt hat. Hierzu sind alle Umstände des Einzelfalles näher zu beleuchten.

Treffen alle diese Voraussetzungen zu, sollten Sie Ihre Ansprüche -sofern die Mieterin bzw. deren Versicherung den Schaden nicht freiwillig begleicht- im Gerichtswege weiter verfolgen.

Zusammenfassend möchte ich Ihnen aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Angelegenheit daher empfehlen, einen Anwalt mit Ihrer weiteren Vertretung in dieser Angelegenheit zu beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


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