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Schadenersatz Architekt

| 13.04.2016 08:38 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


Guten Tag,

wir haben zu zweit ein sanierungsbedürftiges Mehrfamilienhaus erworben und im Oktober 2014 einen Architekten mit der Erstellung des Bauantrages beauftragt. Mit der Erstellung hat er sich bis Juni 2015 Zeit gelassen, eine Sanierung war bis Ende 2015 noch nicht möglich, da noch Mieter in dem Objekt wohnten. Die Bauplanung sieht den Ausbau des Dachgeschosses vor, hierfür verlangt das Bauamt die Eintragung einer Feuerwehrbaulast zu Lasten des Nachbargrundstücks, wofür alle 6 Eigentümer zustimmen müssen. Nun haben 5 Eigentümer zugestimmt, einer hält uns hin und es ist unsicher, ob er die Zustimmung erteilt, es ist aber die Zustimmung aller Eigentümer erforderlich. Es gibt nun nur die Möglichkeit, die Zeichnung zu ändern (ohne DG-Ausbau), wozu es wieder zu einer monatelangen Verzögerung des Bauvorhabens kommt, zumal die Handwerker sich die Arbeiten für die nächsten Monate eingeplant haben, aber mangels Baugenehmigung nicht anfangen können. Der Architekt hat uns vorher zwar gefragt, ob wir den Ausbau des DG wünschen, uns jedoch nicht auf die Problematik der zustimmungsbedürftigen Baulast hingewiesen, er hätte sich vorher um die Zustimmungen kümmern müssen, wir haben nun nur die Möglichkeit, die Zeichnung zu ändern (ohne DG-Ausbau), wozu es wieder zu einer monatelangen Verzögerung des Bauvorhabens kommt, zumal die Handwerker sich die Arbeiten für die nächsten Monate eingeplant haben, aber mangels Baugenehmigung nicht anfangen können. Der Architekt hat uns vorher zwar gefragt, ob wir den Ausbau des DG wünschen, uns jedoch nicht auf die Problematik der zustimmungsbedürftigen Baulast hingewiesen. Daher meine Frage, ob hier der Architekt haftet und wie der Schaden beziffert werden kann.
13.04.2016 | 11:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


in der Tat hat sich der Architekt nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung schadensersatzpflichtig gemacht:


Der Architekt muss in einer für den Laien verständlichen Art und Weise über die Notwendigkeit und die Konsequenzen einer nachbarlichen Zustimmung umfangreich aufklären; für diese Aufklärung ist er darlegungs- und beweispflichtig (BGH Urt.v. 10.02.2011, Az.: VII ZR 8/10 ), was hier ja nicht möglich ist, da es diese Aufklärung nicht gegeben hat.

Dem Grunde nach haftet der Architekt also.


Die Höhe des Schadens kann sich nur aus der Bauverzögerung errechnen, wenn dieser Architektenfehler für die Verzögerung kausal ist und nicht noch andere Faktoren (z.B. Insolvenz eines Unternehmens) dafür eine Rolle spielen.

Dieser Verzögerungsschaden kann in Mietausfällen, Preissteigerungen und Finanzierungskosten liegen, wobei diese Aufzählung nicht abschließend ist – der gesamte Verzögerungsschaden wäre dann zu ersetzen, der notfalls durch einen Gutachter zu ermitteln ist..


Fordern Sie die Architekten auf, die Haftung dem Grunde nach unter Verzicht auf die Einrede der Verjährung schriftlich zu erklären. Manifestieren Sie alle Kosten, die aufgrund der Verzögerung entstanden sind – dann kann nach Abschluss der Schaden in Ruhe berechnet werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Bewertung des Fragestellers 13.04.2016 | 11:27

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Vielen Dank für die Bewertung und viel Erfolg bei der Anspruchsdurchsetzung. ... MfG RA Thomas Bohle, Oldenbug
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