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Schadenersatz, Brand Nachbarwohnung

| 11.04.2019 17:25 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


21:58

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Fragen zu folgendem Sachverhalt:
vor einigen Wochen ist über meiner (Arbeits-)Wohnung ein Feuer ausgebrochen. Durch das Löschwasser wurde auch meine Wohnung unbewohnbar. Zum Glück sind nur wenige Dinge beschädigt worden, da es nur an bestimmten stellen von der Decke tropfte. Jedoch besaß ich zu dem Zeitpunkt keine Hausratversicherung, welche das regeln könnte.
Den Schaden hat der Vermieter oder der Nachbar zu vertreten und müsste meiner Auffassung nach über die Gebäude-/Haftpflichtversicherung schadenersatzpflichtig sein.

Meine Frage lautet wie folgt:
1) Ich habe nun ein Schreiben bzgl. einer Schadenersatzforderung an den Vermieter erstellt und würde gerne wissen, ob dieses so haltbar ist, oder ob Fehler jedweder Art enthalten sind.

2) Da zwei der Dinge preislich nicht mehr zu belegen sind (Tisch und Stiefel), habe ich die Werte versucht zu schätzen, und wollte zusätzlich wissen, ob das so vertretbar und gängig ist (orientiert an ähnlicher Ersatzbeschaffung). Der Rest sind konkret nachweisbare Kosten/Wiederbeschaffungspreise.

3) Der Schaden wurde vom Vermieter oder vom Nachbarn verursacht. Leider habe ich keine Kenntnis vom Tathergang und weiß nicht, wo genau ich diese als Privatperson erlangen kann, daher dachte ich, ich richte das Schreiben an den Vermieter?

Hier das Schreiben:
*die Variablen ww.ww., xx.xx., yy.yy., zz.zz. beschreiben konkrete Datumsangaben und sind im Schreiben konsistent ersetzt.

====================================

"Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Wasserschaden in meiner Wohnung (XXAdresseXX) durch den Brand in der darüber liegenden, ist auch an meinem Eigentum ein Schaden entstanden.

Hiermit möchte ich an Ihre Versicherung eine Forderung auf Schadenersatz stellen.

Am ww.ww.2019 brannte die Wohneinheit über der meinen. Durch das Löschwasser der Feuerwehr stand auch in meiner Wohnung Wasser und tropfte stellenweise durch die Decke. Dadurch entstanden folgende Schäden:

- Am Fuß und an der Tischplatte aufgequollener Schreibtisch – 70€

- Matratze – 149€

- Buch "XXTitelXX" – 16€

- Schwarze, hohe Stiefel – 50€

- Pensionsaufenthalt yy.yy.2019-zz.zz.2019 – 150€ [*Anm. des Fragestellers: 3 Tage bzgl. Arbeit]

- Fahrtkosten zur Schadenbegutachtung am xx.xx.2019 – 121,03€ [*Anm. des Fragestellers: Am Tag nach dem Brand]

- Verpflegungspauschale für xx.xx.2019 – 48€ [*Anm. des Fragestellers: Ich+Partner wegen Unterstützung beim Ausräumen für 24h, orientiert am Steuerrecht]

- Bisher angefallene Internetkosten (wegen nicht-Nutzbarkeit) – 2 x 24,99€

Der Gesamtschaden beziffert sich somit auf 654,01€.

Ich fordere Sie hiermit auf, den derzeitigen Betrag von:

654,01 Euro

zur Entschädigung auf folgendes Bankkonto: [Kontoverbindung] zu überweisen und durch die Zahlung Ihre Leistungspflicht dem Grunde nach anzuerkennen.

Für diese Überweisung räume ich Ihnen eine Frist bis zum [Datum Fristende] ein.

Sollten Sie Einwände hinsichtlich der einzeln aufgeführten Schadenspositionen erheben, zahlen Sie zur Vermeidung von Zinsschäden zumindest die unstreitigen Beträge.

Sollte der/die MieterIn der brandverursachenden Wohnung grob fahrlässig gehandelt haben und somit diese mir gegenüber schadenersatzpflichtig sein, leiten Sie das Schreiben an diese weiter oder teilen mir deren Daten mit.

Anbei finden Sie Kopien der Tank- und Übernachtungskosten. Bilder der geschädigten Gegenstände übermittle ich Ihnen gerne auf Nachfrage elektronisch. "

====================================

Kurze Fragenzusammenfassung:

1) Ist das Schreiben bzgl. Schadenersatz so in Ordnung?
2) Ist die Preisschätzung so vertretbar? Muss ich diese tiefer begründen?
3) Adressierung an den Vermieter in Ordnung, oder muss ich irgendwie selber herausfinden wer Verursacher war? Kann ggf. auch alles über den Vermieter abgewickelt werden, sollte der Nachbar schuldig gewesen sein?
4) Muss ich die Verpflegungspauschale weiter ausführen? Falls ja, reicht die Angabe "für mich und meinen Partner für einen Tag" oder muss noch ausgeführt werden warum der Partner mitkommen musste? (Er hat das Auto + Hilfe beim Ausräumen der Wohnung)
5) Können die Kosten für diese Anfrage auch hinzugerechnet werden?
6) Gibt es eigentlich Fristen, bis wann die Forderungsstellung zu erfolgen hat (Wohnung bisher noch nicht wieder instandgesetzt)? Als Frist zur Begleichung der Forderung hingegen, denke ich, sollten 4 Wochen angemessen sein.
7) Wie verhält es sich mit weiteren zukünftigen Kosten (Pensionsaufenthalte, Internetkosten, etc.) bis zur Instandsetzung der Wohnung?

Zusatzfrage Mietrecht: Die Nebenkosten müssen bei Unbewohnbarkeit ebenfalls nicht getragen werden, richtig? Es gab Andeutungen seitens des Vermieters, dass dies ja nur verbrauchsspezifische Werte seien und daher sich eh in der Jahresabrechnung niederschlagen werden. Das kann aber nicht für alle Betriebskosten gelten oder doch?

Ich hoffe, Sie können mir (min.) die Fragen 1) - 7) beantworten und Hinweise für Verbesserungen im Schreiben und Tips für das weitere Vorgehen geben.

Für Ihre Antwort danke ich im Voraus!

11.04.2019 | 18:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1) Ist das Schreiben bzgl. Schadenersatz so in Ordnung?
Das sieht sehr gut aus, Bezifferung und Fristen sind gesetzt. Falls vorhanden sollten Sie noch Fotos der beschädigten Sachen beifügen.

2) Ist die Preisschätzung so vertretbar? Muss ich diese tiefer begründen?
Nein, das ist erst einmal so vertretbar, welches nur im Rahmen eines gerichtlichen Prozesses vertieft werden müsste.

3) Adressierung an den Vermieter in Ordnung, oder muss ich irgendwie selber herausfinden wer Verursacher war? Kann ggf. auch alles über den Vermieter abgewickelt werden, sollte der Nachbar schuldig gewesen sein?
Sollte Ihnen der Verursacher namentlich nicht bekannt sein, dann können Sie erst einmal den Vermieter anschreiben.

4) Muss ich die Verpflegungspauschale weiter ausführen? Falls ja, reicht die Angabe "für mich und meinen Partner für einen Tag" oder muss noch ausgeführt werden warum der Partner mitkommen musste? (Er hat das Auto + Hilfe beim Ausräumen der Wohnung)
Das sollten Sie dazuschreiben.

5) Können die Kosten für diese Anfrage auch hinzugerechnet werden?
Ja, das ist möglich, da es Rechtsverfolgungskosten sind.

6) Gibt es eigentlich Fristen, bis wann die Forderungsstellung zu erfolgen hat (Wohnung bisher noch nicht wieder instandgesetzt)? Als Frist zur Begleichung der Forderung hingegen, denke ich, sollten 4 Wochen angemessen sein.

Das ist angemessen. Explizite Fristen gibt es aber keine.

7) Wie verhält es sich mit weiteren zukünftigen Kosten (Pensionsaufenthalte, Internetkosten, etc.) bis zur Instandsetzung der Wohnung?

Auch diese hat der Verursacher insgesamt zu tragen, wobei Sie die ersparte Miete gegenrechnen müssen.

Zusatzfrage Mietrecht: Die Nebenkosten müssen bei Unbewohnbarkeit ebenfalls nicht getragen werden, richtig?

Korrekt, da Voraussetzung ebenfalls die Nutzung ist.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.
Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 11.04.2019 | 21:39

Sehr geehrter Herr Dr. Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Zu Antwort 7):
7.1) Welche Kosten genau müssen gegen die ersparte Miete gegengerechnet werden, nur die Pensions- und Internetkosten? Gibt es noch weitere Kosten, die ich gegenrechnen muss (von denen, die in dem Schreiben gelistet sind)?

7.2) Das Prinzip des Gegenrechnens verwirrt mich gerade etwas: Würde ich die Miete ja weiterzahlen müssen und die Wohnung nicht nutzen können, kämen diese Kosten ja auf die Schadenersatzforderung obendrauf? So ist dieser Punkt ja durch Nichtzahlung beglichen. Oder liegt da ein Denkfehler zugrunde?

Beispiel Monat Mai (Wohnung wird voraussichtlich bis Juni unbewohnbar sein):

ersparte Miete: 285€
Kosten: 200,00€ Pension (je 1-2 Nächte pro Woche)
24,99€ Internet
====================
224,99€ Gesamt – 285,00€ = – 60,01€

Würde also heißen die Kosten müsste ich selber tragen, obwohl ich ja mit erheblichen Einschränkungen zu leben habe. Wird die verbleibende Differenz in den nächsten Monat/auf die Gesamtforderung z.B. auch aus dem Schreiben aufgerechnet? (dann würde bei hinreichender Dauer der Unbewohnbarkeit ja die Schadenersatzforderung hinfällig werden und der Sinn dessen ad absurdum geführt.)

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.04.2019 | 21:58

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können alle Kosten geltend machen, die Sie nicht oder nicht kn der Höhe gehabt hätte , wenn Sie die Wohnung hätten nutzen können.

Wenn die Pensionskosten unter der Miete liegen sollten, dann hätten Sie keinen Anspruch, nur wenn diese höher sind.

Wie oben gesagt können Sie alle Mehrkosten geltend machen zur Differenz der Kosten, wenn Sie dort hätten weiter wohnen können.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.04.2019 | 18:39

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