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Schadenanzeige

| 26.05.2015 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


21:34

Hallo lieber Rechtsanwalt,

Ich hatte einen Verkehrsunfall. Ich war Fußgänger und habe an meine Hecke gearbeitet (gedüngt), die hecke grenzt an einem feldweg an. Dann kam ein 3,5 t (deutscher paketdienst) auf den Feldweg gefahren (nur land und fortstwirt frei und versorgung und betriebsfahrzeuge frei) und hat mich an der linken körperseiteseite erfasst. Bin seit dem 23.04.2014 krank geschrieben dann berufsunfähig und jetzt erwerbsunfähig. jetzt kam die Post von der staatsanwalt und da steht drinne, dass er 250 euro an einer diakonie bezahlen muss und für schuldig erklärt wird, für fahrlässige körperverletzung, weil man ihm nicht nachweisen kann, ob er es bemerkt hat oder nicht, denn es war auch fahrerflucht.
außderdem steht drinne:

Verfügung: ein Mitverschulden (ich) entgegen zu halten ist (fehlende verkehrssicherung). es ist ein feldweg und der postdienst hätte nicht langfahren dürfen.

was heist das.

1. Was ist damit gemeint?
2. Bin seit dem 23.4.14 erwerbsunfähig und habe die pflegestufe 2. Antrag auf schwerbehinderung ist erhöht..hatte vorher gdb 40. Wie verhält sich das auf mein erwerbsschaden und verdienstausfall. kann nicht mehr arbeiten, mein hobby ausführen und so. Habe eine Schultersteife links mit nervenstörrung, lumphödem und krontaktur der linken hand, schwere depression, ledenwirbelbruch, postraumatische artritis linke hüfte....und multiple störrungen...
3. ist da eine 50 : 50 Regelung. bekomme ich da nur 50 % schadensersatz auf alles. oder wie sehen sie das. ich danke für ihre antwort

26.05.2015 | 21:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes gerne wie folgt.


1.

Das Strafverfahren gegen den Unfallverursacher ist offenbar nach § 153a StPO eingestellt worden.

Das bedeutet, dass das Strafverfahren gegen eine Zahlungsauflage (in dem Fall an einen gemeinnütigen Zweck) eingestellt worden ist. Der rechtliche Grund liegt darin, dass die Schuld als nicht so groß angesehen wird, dass es einer Anklage und einer Hauptverhandlung vor Gericht bedarf.

Letztlich bedeutet das, dass der Staat, der das Strafverfahren betreibt, eine weitere Durchführung nicht als erforderlich ansieht.

Eine Schuldfeststellung ist mit einer solchen Entscheidung gerade nicht verbunden. Insbesondere aber hat sie keinerlei Auswirkung auf Ihre Schadensersatzansprüche. Normalerweise steht in der Einstellungsmitteilung der Staatsanwaltschaft demnach auch so etwas wie "Zivilrechtliche Ansprüche bleiben hiervon unberührt".


2.

Ihnen können verschiedenste Schadensersatzansprüche zustehen. Nach Ihren Angaben kommen insbesondere in Betracht:

- Schmerzensgeld,

- Verdienstausfall,

- Zuzahlungen für Behandlung/Medikamente etc.

Die Verletzungen, Auswirkungen (Schmerzen, Behandlung, Einschränkungen) und Belastungen werden bei der Schmerzensgeldhöhe berücksichtigt.

Wenn hingegen Ihrem Krankenversicherer ein Schaden entsteht (z.B. wegen Ihrer Behandlungskosten oder weil er Ihnen Pflegegeld zahlt), entsteht diesem ein Ersatzanspruch, um den er sich kümmern muss.

Näheres, insbesondere zur Höhe, kann man erst dann sagen, wenn alle Unterlagen, insbesondere die ärztlichen, bekannt sind.


3.

Wenn man Ihnen ein Mitverschulden nachweist, dass muss die Gegenseite in diesem Umfang anteilig Ihre Schäden nicht ersetzen.

Ob man hier ein Mitverschulden annehmen kann, kann man erst dann seriös beantworten, wenn man alle Fakten kennt, insbesondere den Inhalt der Ermittlungsakte.

Von einem 50prozentigen Mitverschulden kann jedoch nach erster Einschätzung nicht ausgegangen werden. Neben der Tatsache, wer etwas falsch gemacht hat (der LKW fährt da, wo er nicht darf - Sie haben ggf. eine nicht ausreichende Verkehrssicherung vorgenommen), ist nämlich auch die Betriebsgefahr des LKW zu berücksichtigen. Wer einen LKW fährt, muss gerade mehr auf die anderen Verkehrsteilnehmer achten als ein Fußgänger. Daher ist jedenfalls von einer Haftung über 50 % auszugehen.



Falls Sie dies noch nicht getan haben, sollten Sie unbedingt einen Anwalt einschalten.

Dieser kann - anders als Sie - Einsicht in die gesamte Ermittlungsakte nehmen und sich so voll informieren.

Außerdem kümmert er sich um die Geltendmachung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche bei der Gegenseite. Die Auseinandersetzung läuft überigens in erster Linie mit dem Haftpflichtversicherer des LKW und nicht mit dem LKW-Fahrer persönlich.



Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen.

Für Ihre weitere Vertretung stehe ich Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung.





Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz

Rückfrage vom Fragesteller 26.05.2015 | 21:27

Vielen dank für die Antwort. Mein Rechtsanwalt meinte es sieht positiv aus (wahrscheinlich die strafe), aber auch negativ, weil ich eine mitschuld habe.

mfg tobias r.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.05.2015 | 21:34

Wie gesagt, ob und in welchem Umfang hier eine Mitschuld in Betracht kommt, kann ich nicht beurteilen.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Anwalt alle Gegebenheiten und den Akteninhalt kennt.



Mit freundlichem Gruß

Bewertung des Fragestellers 26.05.2015 | 22:18

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