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Schaden von Hund an Hund


01.06.2006 12:03 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo...

gestern war ich (wie fast jeden Tag) mit unserer Hündin (Golden Retiever) an meinem Reitstall. Sie ist zwar momentan noch läufig, hat ihre "heisse Phase" allerdings schon hinter sich. Ich war dabei, mein Pferd zu putzen und unser Hund lag ca. 2 Meter von mir entfernt auf dem Boden. Eine andere Hündin (Schäferhund), die ebenfalls regelmäßig am Stall ist, näherte sich uns und schnupperte an unserer Hündin. Das ging so ca. 5-10 Minuten, wobei es nicht nur beim Schnuppern blieb (z.B. stellte sie sich über sie usw.). Unser Hund, normalerweise selbst recht unterwürfig, machte ein paar mal durch leichtes Knurren deutlich, dass ihr das nicht gefällt. In aller Regel weiss dann der andere, dass man ihn in Ruhe lassen soll. Nicht jedoch in diesem Fall. Die Besitzerin der Schäferhündin war in Sichtweite und hatte die ganze Situation gesehen - machte jedoch keinerlei Anstalten, ihren Hund zurück zu rufen. Nachdem also die Schäferhündin keine Ruhe gab (sie ist übrigens lt. Aussage der Besitzerin ausgebildeter Polizeihund und lässt sich nichts gefallen), wehrte sich unser Hund und es kam zu einer (leichten) Beisserei. Das alles passierte immer noch ca. 1 m von mir entfernt. Dabei erlitt die Schäferhündin eine leichte Verletzung. Die Besitzerin kam endlich dazu (nachdem sie sich das Ganze aus einiger Entfernung angesehen hatte), und meinte nur, sie fahre jetzt zum Tierarzt und würde uns anschliessend die Rechnung zur Bezahlung geben.

Bin ich unter den genannten Voraussetzungen zum Schadenersatz verpflichtet oder könnte ich im anderen Falle (wenn unserer Hündin etwas passiert wäre) einen solchen von der anderen Besitzerin fordern?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich die Frage wie folgt:

Einen Schadensersatzanspruch gegen Sie sehe ich als nicht begründet an.

Zum einen hat die Besitzerin des Schäferhundes Ihre Aufsichtspflicht verletzt, indem Sie den Hund frei herum laufen lies und des weiteren nicht eingeschritten ist, als dieser ein fremdes Grundstück (Reitstall/Koppel) betreten hat. Insoweit sollten Sie der Zusendung der Tierarztrechung gelassen entgegensehen und einen Schadensersatzanspruch ablehen.

Im umgekehrten Fall steht Ihnen antürlich ein Schadensersatzanspruch zu (Tierarztrechung) allerdings stellt sich in einem Verfahren die Problematik inwieweit Sie den für Ihren Anspruch zugrunde liegenden Sachverhalt beweisen werden können. Hier steht dann im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung Aussage gegen Aussage, so daß es schwer werden wird, der Besitzerin des Schäferhundes Ihr konkretes Fehlverhaltes was zum Schaden geführt hat, nachweisen zu können.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2006 | 12:20

Sehr geehrter Herr Schröter,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Eine kurze Frage habe ich noch:

Die Schäferhündin hat kein fremdes Grundstück betreten, sondern die Besitzerin hat ebenfalls in diesem Stall ein Pferd, sodaß sich ihr Hund regelmäßig auf diesem Hof aufhält. Ändert dieser Umstand etwas an Ihrer rechtlichen Einschätzung?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.06.2006 | 12:26

In diesem Fall gilt das Gleiche wie bei den Ausführungen zu Ihrem Anspruch. Soweit überhaupt ein Anspruch besteht, wovon ich nach wie vor aufgrund der verletzten Ausichtspflicht nicht ausgehe, wird sich aufgrund der Beweisschwierigkeiten (Aussage gegen Aussage) ein Anspruch gerichtlich nicht durchsetzen lassen.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

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