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Schaden und Folgeschaden am PKW nach Garantiereparatur


07.08.2007 15:19 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich weiß nicht exakt, ob dieser mein Fall zum Verkehrsrecht, Vertragsrecht zuzuordnen ist, weswegen ich ´generelle Themen´ angegeben habe.

Folgendes: Ich fahre seit März 2006 einen Mittelklasse-Neuwagen im Wert von ca. 32000Euro Neuwagenwert (Bestellfahrzeug, keine Tageszulassung). Meine eigentliche Werkstatt, zu der ich bislang gefahren bin und bei der ich das Fahrzeug käuflich erworben habe, liegt allerdings mit 46km (einfache) Strecke recht weit entfernt von meinem Wohnort. Nach nun einigen (7-8 Stk.) Garantiereparaturen (meist Verarbeitungsmängel) bin ich nun einmal zu der Hersteller-Vertretung meines Ortes gefahren um ein Geräusch an der Heckklappe Abstellen zu lassen, auch um diese ortsansässige Werkstatt einmal Testen zu können, ggf. dort in Zukunft betreut zu werden, da näher gelegen und einfacher zu Erreichen. Es handelt sich also um eine Garantieangelegenheit, bei der ich kein Geld zu Zahlen habe.

Leider ist bei dem Versuch eines Austausches eines der beiden Heckklappenscharniere in dieser für mich ´neuen´ Werkstatt ein Malheur passiert. Man hat eine falsche und zu lange Schraube in das falsche Gewinde/Loch gezogen. Da die verwendete Schraube zu lang war (man hatte die Schrauben untereinander vertauscht), hat diese Schraube das Dachblech von unten an dieser Stelle ´angehoben´. Man unterrichtete mich telefonisch von diesem Malheur und bot mir sofort eine Lackreparatur (incl. dem Ebnen der angebobenen Stelle) an - man hatte bereits eine kurzfristigen Termin mit einem Lackierer ausmachen können, ich mußte telefonisch nur mein Einverständnis erklären, was ich in vollen Vertrauen auch tat.

Nach einem Wochenende, an einem Dienstag (also nach zusätzl. 4 Tagen) mit dem Leihfahrzeug der Werkstatt war mein Auto dann lackiert und abholbereit. Ich holte es ab, ein schriftl. Dokument gab man mir auf meine Anfrage jedoch nicht (man hatte Ausreden, es sei bei Garantiefällen nicht nötig/üblich). Ich gab mich zunächst einmal zufrieden, da ich auch bei meiner eigentlichen Werkstatt bei Garantiereparaturen nie ein Schriftstück erhalten hatte.

Leider mußte ich am darauffolgenden Tag (es hatte geregnet am Abholtag, daher war nichts zu erkennen, da das Auto tropfnass im Freien stand) erkennen, dass die Lackreparatur sehr unsauber und in keinster Weise fachmännisch durchgeführt wurde. Ein Besuch bei einem befreundeten Lackierermeister bestätigte dies. Überall kleine Silikoneinschlüsse und Dreck im Neuen Lack waren sichtbar. Selbst die Abklebestellen waren gut sichtbar. Nach Auskunft von inzwischen 2 unabhängigen Lackierern war die Dachreeling während der Lackierarbeiten zudem noch montiert - eine fachmännische Reparatur hätte deren Demontage und eine gründlichere Vorreinigung des Daches bedurft. Der Klarlack hätte wohl auch über das gesamte Dach lackiert werden müssen, der Übergang liegt aber in meinem Fall in der Dachmitte, was später zu Lackabplatzern in Waschstraßen führen kann.

Nach einem erneuten Besuch in dem verursachenden Autohaus war mir schnell und auch einsichtig eine Nachlackierung versprochen worden. Leider war daraufhin keine große Aktivität von Seiten dieser Werkstatt zu beobachten, alle Aktionen (Telefonate und schließlich ein Besuch) habe ich initiert, was kein großes Vertrauen in diese Werkstatt gebildet hat. Ebenso erhalte ich keinen größeren Leihwagen, als einen Kleinwagen - nicht sehr entgegenkommend, finde ich. Die Antwort auf einen etwas größeren Leihwagen war zudem auch recht patzig. Die Frage nach dem verursachenden Lackierer hat man mir aber beantwortet, nun soll aber dieser gleiche Lackierer die Nachlackierung ebenfalls Übernehmen, was mir recht unangenehm ist und ein schlechtes Bauchgefühl hervorruft. Auf die Frage nach der Demontage der Dachreeling sagte man mir offensichtlich unehrlich, dass diese bei der ersten Lackierung demontiert gewesen war. Ebenso unehrlich war das Gebähren des Autohaus-Chef´s bei evtl. Terminen bei anderen Lackierereien, es seien momentan in der Sommerzeit keine Termine zu bekommen, was falsch ist - denn ich war bei einer anderen Lackierwerkstatt und habe mich erkundigt.

- Wie soll ich mich nun Verhalten? Ein Termin für die Nachlackierung habe ich bereits, aber mit einem sehr unangenehmen Gefühl in der Baucfgegend.

- Habe ich ein Recht auf ein schriftliches Dokument mit dem Eingeständis der Werkstatt, dass es sich bei der Lackierung um einen Reparaturfolgeschaden handelt? Ich möchte beim späteren Autoweiterverkauf etwas in der Hand haben, um einen berechtigten Argwohn des Käufers gegenüber einer möglichen Unfallreparatur zu haben, denn eine Lackdickenmessung würde das Auto bereits jetzt nicht mehr bestehen.

- Ist diese Lackreparatur bereits jetzt schon, wenn auch vielleicht beim 2. Versuch fachmännisch ausgeführt, Wertmindernd?

- Was, wenn dieser 2. Versuch ebenfalls nicht fachmännisch ausgeführt wird?

Ich habe nun mehr keinerlei Vertrauen in die örtliche Hersteller-Vertretung - da die Unehrlichkeit des Chefs des Autohauses auch noch so offensichtlich ist.

mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Im Hinblick auf die Reparatur ist ein Werkvertrag zustande gekommen. Sie haben Nacherfüllung verlangt, so dass die Werkstatt gemäß § 635 Abs. 1 BGB den Mangel auf ihre Kosten beseitigen kann. Dabei kann sie sich auch des zunächst fehlerhaft arbeitenden Lackierers bedienen. Wenn der Mangel nicht beseitigt werden sollte, können Sie Schadenersatzansprüche geltend machen, § 634 Nr. 4 BGB. Es wird als Nebenpflicht des Werkvertrages anzusehen sein, dass Ihnen von Seiten der Werkstatt eine Bestätigung des Mangels schriftlich ausgestellt wird – dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit einem möglichen Weiterverkauf, bei dem Sie die Reparaturgeschichte des Fahrzeugs belegen müssen.

Ob schon eine Wertminderung allein durch die fehlerhafte Lackierung vorliegt, kann hier mangels Detailkenntnissen nicht abschließend beurteilt werden, doch ist dies nicht auszuschließen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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