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Schaden im Ausland

20.04.2016 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Sehr geehrte Damen und Herren,
folgendes. Ich habe gemeinsam mit meinem Freund ein T4 Bulli und die kfz Versicherung läuft auf meinen Namen . Im Sommer letzten Jahres war mein Freund mit dem Bulli in Europa unterwegs. Da kam es zu einem Unfall. Dann hat meine Versicherung mich angeschrieben und gebeten zu schildern was passiert ist.

Ich habe ihnen geantwortet , dass das Auto nicht in meinem Besitz ist und mein Freund mit dem Wagen unterwegs ist. Hab seine Kontaktdaten an die Vers. geschickt um den Fall zu klären.

Jetzt habe ich wieder ein Schreiben bekommen mit der bitte den Fragebogen auszufüllen und den Schaden zu erläutern, daraufhin habe ich erneut gesagt, dass ich das Auto nicht fahre und ich leider keine Auskunft geben kann. Ich habe die Kfz Versicherung zum August gekündigt.

Gestern kam ein Schreiben, dass sie für den Schaden nicht aufkommen ,weil ich nicht kooperiert habe und sie wollen sich das Geld in Höhe von 2500€ von mir holen.

Was kann ich tun beziehungsweise kann das die Versicherung so durchsetzen?

Vielen Dank,

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie trifft als Versicherungsnehmerin nach einem Schadensfall eine Aufklärungsobliegenheit. Danach sind Sie verpflichtet, alles zu tun, was der Aufklärung des Schadensereignisses dienen kann. Insbesondere sind die Fragen des Versicheres zu den Umständen des Schadensereignisses wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten.

Bereits die Nichtbeantwortung einer Frage, die im Schadenanzeigeformular gestellt wird, kann eine Verletzung der Aufklärungspflicht begründen. Der bloße Verweis auf den Fahrer ist daher u.U. nicht ausreichend gewesen, insbesondere falls dieser ebenfalls die Fragen des Versicherers nicht vollständig beantwortet haben sollte.

Auch nach der Kündigung waren Sie zur Aufklärung des Ereignisses verpflichtet, da dieses Ereignis nach Ihrer Schilderung in den Versicherungszeitraum gefallen ist.

Überprüft werden sollte in Ihrem Fall, welche Angaben tatsächlich möglich gewesen wäre. Die Nichtbeantwortung kann nur dann eine Obliegenheitsverletzung darstellen, wenn die Beantwortung einer Frage wegen Kenntnis möglich gewesen wäre.

Weiter sollte überprüft werden, ob der Versicherer Sie gem. § 28 IV VVG ausreichend auf die Rechtsfolgen einer Verletzung einer nach Eintritt des Versicherungsfalles bestehenden Auskunfts- oder Aufklärungsobliegenheit hingewiesen hat. Dies muss durch gesonderte Mitteilung in Textform geschehen.

Zuletzt ist zu prüfen, ob die Ihnen vorgeworfene Obliegenheitsverletzung für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalles bzw. für die Feststellung oder den Umfang der Leistungspflicht des Versicherers ursächlich geworden ist. Ggf. kann von Ihnen der sog. Kausalitätsgegenbeweis geführt werden, dass die zur Last gelegte Obliegenheitsverletzung ohne Relevanz geblieben ist.

Es kann daher sinnvoll sein, dass Sie sich weiter anwaltlich beraten und gegenüber dem Versicherer vertreten lassen. Dazu sollten dem Anwalt die Versicherungsbedingungen, der Schriftverkehr mit dem Versicherer und -soweit möglich- die Umstände des Schadensereignisses vorgelegt und geschildert werden. Eine abschließende Einschätzung über die Erfolgsaussichten ist an dieser Stelle nicht möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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