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Schaden durch unfachmännische Reparatur

| 18.06.2012 17:31 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe folgendes Problem/Frage aus meinem familiären Umfeld.

Mein Onkel war Eigentümer einer Immobilie. Er konnte den Kredit der finanzierenden Bank nicht mehr bedienen. Die Bank leitete ein Zwangsversteigerungsverfahren ein. Parallel wollte die Bank versuchen einen freihändigen Verkauf zu organisieren. Mein Onkel zog aus und übergab der Bank einen Schlüssel, damit diese Besichtigungstermine mit Kaufinteressenten durchführen konnte.

Die Bank fand auch einen Interessanten/Investor (nennen wir ihn I) und gab den Schlüssel an diesen weiter. Weil Bank und I davon ausgingen, dass der Abschluss des Kaufvertrages nur noch Formsache sei, fing I mit Reovierungs bzw. Sanierungsmaßnahmen an. Die Bank duldete dies. Die Arbeiten wurden jedoch sehr unfachmännisch ausgeführt und dann abgebrochen, so dass letztlich ein Schaden von ca. 20.000,- € entstand. Ein unabhängiges Schadensgutachten liegt vor.

Da I wenig später Insolvent ging kam es letztlich nicht zum Abschluss eines Kaufvertrages. Die Immobilie musste versteigert werden. Es ist davon auszugehen, dass sich der von I verursachte Schaden negativ auf den Versteigerungserlös ausgewirkt hat.

Und nun meine Frage:

Da bei I nichts zu holen ist, möchte ich wissen, ob man die Bank in Anspruch nehmen kann. Schließlich war die Schlüsselübergabe an einen Interessenten nicht abgesprochen und erst recht nicht die Durchführung irgendwelcher Arbeiten.

Wenn eine Inanspruchnahme der Bank mööglich sein sollte, bitte ich um Mitteilung der Anspruchsgrundlage (event. Verletzung eines Treuhandvertrages???)

Vielen Dank für Ihre Mühe!

18.06.2012 | 18:59

Antwort

von


(2005)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Aufgrund des durch den Sicherungsvertrag begründeten Treuhandverhältnisses ist die Bank verpflichtet, bei der Verwertung die berechtigten Belange des Sicherungsgebers in angemessener und zumutbarer Weise zu berücksichtigen, soweit nicht eigene schutzwürdigen Interessen entgegenstehen (vgl. Bundesgerichtshof, Urteil vom 24. Juni 1997 – Az. XI ZR 178/96 ; Urteil vom 4. Februar 2011 - V ZR 132/10 ). Insbesondere hat die Bank eine bestmögliche Verwertung der jeweiligen Sicherheit anzustreben.

Wenn nun die Bank einen Interessenten ohne Absprache mit dem Eigentümer und ohne jegliche Sicherheitsleistung oder sonstige Absicherung/Auflagen vor Abschluss eines Kaufvertrages bereits Renovierungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen an dem Eigentum durchführen lässt, entspricht dies nicht ordnungsgemäßer Geschäftsführung. Bei einem solchen Vorgehen wurden die Belange des Sicherungsgebers, insbesondere die Verpflichtung zur bestmöglichen Verwertung m.E. von der Bank nicht ausreichend berücksichtigt. Eine Verletzung dieser Verpflichtung kann daher Schadensersatzansprüche des Sicherungsgebers gemäß § 280 Abs.1 BGB wegen Verletzung von Pflichten aus dem Sicherungsvertrag begründen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 20.06.2012 | 11:10

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