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Schaden durch Efeubewuchs

| 27.05.2013 21:22 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Zusammenfassung: Schadensersatzanspruch durch Efeubewuchs.

Unser vermietetes 3- geschossiges Haus grenzt unmittelbar an dem Grundstück des Nachbarn.
Das Nachbargrundstück ist von unserer Seite nicht einsehbar. Bei einer Besichtigung unserer aufstehenden Gebäude, mußte ich feststellen, dass Efeu, welches zum Nachbargrundstück gehört bis über unser Dach und teilweise auch schon zwischen und unter den Dachziegeln gewuchert war. Ich habe darauf hin die Hausverwaltung des Objektes gebeten, das Efeu vollständig von unserer Fassade und dem Dach zu entfernen und auch dafür zu sorgen, dass es nicht unkontrolliert nachwächst. Die Hausverwaltung ist meinem Anliegen auch sehr schnell nachgekommen und hat das Efeu vollständig entfernt.

Jetzt ist sichtbar geworden, dass unsere Fassade stark beschädigt ist. Große Flächen der Farbe sind verschwunden. Inwieweit der Putz beschädigt ist, bleibt noch festzustellen.

Weil ich mich als Geschädigte fühle, habe ich die Hausverwaltung aufgefordert, für die Beseitigung des Schadens aufzukommen, was diese aber zunächst mit der Begründung ablehnt, dass es doch wohl meine Angelegenheit sei darauf zu achten, dass die Bepflanzung mit Efeu (auch wenn sie zum Nachbargrundstück gehört) mein Wohngebäude nicht beschädigt.

Trotzdem hat die Hausverwaltung angeboten, 50% der Wiederherstellungskosten zu übernehmen. Das habe ich aber abgelehnt. Weshalb soll ich für einen Schaden bezahlen, den ich nicht verursacht habe? Ist das gesetzlich geregelt, wie soll ich mich verhalten?



bruslee

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie haben im vorliegenden Fall sehr wahrscheinlich einen Anspruch auf Ersatz des gesamten Schadens, der durch den Efeubewuchs entstanden ist. Anspruchsgegner wird jedoch nicht direkt die Hausverwaltung sein sondern der Eigentümer des Nachbargrundstücks. Sofern der Efeu auf dessen Grundstück verwurzelt ist steht er im Eigentum des Grundstücksinhabers und dieser ist dafür verantwortlich. Damit ist dieser grundsätzlich auch für Schäden verantwortlich, die einem Dritten, also beispielsweise Ihren, durch den Efeubewuchs zugefügt werden. Demnach ist er hier auch schadensersatzpflichtig, sofern durch den Efeu ein Schaden am Ihrem Haus entstanden ist. Anspruchsgrundlage für diesen Schadensersatzanspruch wäre § 823 BGB.

Ihr Anspruch dürfte nur nicht verjährt sein. Der Schadensersatzanspruch verjährt nämlich grundsätzlich innerhalb von 3 Jahren ab Entstehung und Kenntnis, vgl. §§ 195,199 BGB.

Voraussetzung für einen Schadensersatzanspruch ist natürlich, dass nachgewiesen werden kann, dass der Schaden den Sie erwähnen tatsächlich durch den Efeubewuchs verursacht wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Nadiraschwili, Rechtsanwaltt

Nachfrage vom Fragesteller 27.05.2013 | 22:28

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage. Zu klären bliebe für mich nur noch, wie das mit der Verjährungsfrist ist. Wahrscheinlich wächst das Efeu schon seit mehr als 3 Jahren an unserer Hauswand hoch, Kenntnis davon habe ich aber erst seit ein paar Wochen. Wie schon erwähnt, von unserem Grundstück ist der Bewuchs nicht zu sehen. Die Situation habe ich erst erkannt, nachdem das Efeu schon das Dach erreicht hat.



Mit freundlichen Grüßen



bruslee

Nachfrage vom Fragesteller 27.05.2013 | 22:31

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage. Zu klären bliebe für mich nur noch, wie das mit der Verjährungsfrist ist. Wahrscheinlich wächst das Efeu schon seit mehr als 3 Jahren an unserer Hauswand hoch, Kenntnis davon habe ich aber erst seit ein paar Wochen. Wie schon erwähnt, von unserem Grundstück ist der Bewuchs nicht zu sehen. Die Situation habe ich erst erkannt, nachdem das Efeu schon das Dach erreicht hat.



Mit freundlichen Grüßen



bruslee

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.05.2013 | 22:35

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

In diesem Fall ist die Verjährung noch nicht eingetreten, die Frist beginnt erst ab dem Moment zu laufen wenn Sie Kenntnis von dem anspruchsbegründendem Ereignis bekommen haben. Im Zweifel müsste Ihr Nachbar nachweisen, dass Ihnen der Bewuchs schon eher bekannt war. Vor allem wenn der Bewuchs nicht erkennbar war von Ihrem Grundstück aus kann Ihnen hier keine schuldhafte Unkenntnis vorgeworfen werden.

Der Schadensersatzanspruch sollte daher bestehen und nicht verjährt sein.

Ich hoffe Ihre Nachfrage ausreichend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.05.2013 | 09:42

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 29.05.2013 5/5,0
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