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Schaden an geliehenem Wohnmobil durch überstehende Äste

07.10.2018 14:05 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


09:41

Zusammenfassung: Der Fahrer eines Fahrzeuges, der sich einer möglichen Schädigung durch die Verletzung der Verkehrssicherungspflicht eines Dritten ausgesetzt hat, bekommt keinen Schadenersatz, wenn er dennoch sorgfaltswidrig handelt

Wir wohnen am Ende einer gemeindeeigenen Stichstraße/Sackgasse in einem Reihenendhaus. Die Zufahrt zu unserem Haus ist leider durch überstehende und teilweise auch abgestorbene (harte) Äste mehrerer alter Tuja-Büsche eingeschränkt. Als wir in den letzten Ferien mit einem geliehenen Wohnmobil dieses an unserem Haus beladen wollten, wurde die Seitenverkleidung leider erheblich verkratzt. Ein Ausweichen wäre nicht möglich gewesen. Da die Äste den Anschein machten, dass diese weich sind, hatte ich das Streifen der Äste zunächst in Kauf genommen. Als ich ein stärkeres Kratzen vernommen hatte, stoppte ich. Beim Herausfahren haben sich aber die Äste in der Verkleidung des Wohnmobils verhakt und diese stärker verkratzt und beschädigt.
Ein Sachverständiger hat jetzt den Schaden auf über €7.500 geschätzt. Die abgeschlossene Versicherung übernimmt den Schaden, allerdings müssen wir die Selbstbeteiligung von €1500 übernehmen. Können wir den Schaden jetzt gegenüber der Gemeinde oder dem Nachbarn geltend machen?
Hinweis am Rande: Sowohl wir Nachbarn als auch die Gemeinde haben den Nachbarn mehrmals aufgefordert die Tujas zu schneiden.
07.10.2018 | 14:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Unzweifelhaft haftet grundsätzlich der Zustandsstörer (Nachbar oder die Gemeinde) für den entstandenen Schaden. Gleichwohl sind zehn sichere Erkenntnis des Hindernisses mit dem Fahrzeug hindurchgefahren.Insofern hätten sie sich von der Situation mehr Kenntnis verschaffen müssen und haben selber fahrlässig gehandelt. Demnach sehe Ich ein so erhebliches Mitverschulden, dass eine Haftung Ausscheiden dürfte.Es tut mir leid, dass ich keine bessere Nachricht überbringen kann, jedoch sind gerade bei einem Fahrzeug mit einer hohen Betriebsgefahr erhebliche Anforderungen an den Sorgfaltsmaßstabs zu stellen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 07.10.2018 | 19:23

Vielen Dank für die Stellungnahme. Könnten Sie bitte den Satz "Gleichwohl sind zehn sichere Erkenntnis des Hindernisses mit dem Fahrzeug hindurchgefahren" klarstellen/präzisieren?
Der "harte Teil" des Busches lag ca. 2,50m über dem Straßenniveau - also ohne Hilfsmittel nicht wirklich kontrollierbar. Im vertikalen Verlauf der Straßenkante bis zu einer Höhe von ca. 2,20 waren die Äste, die in die Straßen hineinragten, sehr elastisch und weich. Welcher Aufwand wäre da zumutbar um nicht fahrlässig zu handeln?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.10.2018 | 09:41

Guten Morgen!

Die Autokorrektur hat sich selbständig gemacht, Verzeihung!

Es sollte heißen trotz sicherer Erkenntnis. Natürlich muessen Sie keine Grundlagenforschung betreiben. Insofern ist der Sachverhalt nunmehr verändert. Allerdings in der fehlenden Kenntnis der Struktur eines Hindernisses jenes zu durchfahren, ist gleichwohl nicht weniger fahrlässig. Insofern waere aber wohl ein Mitverschulden von bis zu 50 Prozent hinreichend.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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