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Schaden an einer Acrylbadewannte


10.12.2013 09:30 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ein Mieter hat die Abdeckung einer Revisionsklappe in die Acrylbadewanne fallen lassen und durch eine Riss im Acryl die Wanne erheblich beschädigt. Durch einen Gutachter von der Versicherung wurde festgestellt, dass der Schaden nicht mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand behoben werden kann.
Die Wiederherstellungskosten (brutto am Schadenstag) wurden mit € 1900 durch den Gutachter geschätzt. Der Sachverständige hat als Datum der Herstellung 1990 des Gebäudes geschätzt, eine Nutzungsdauer vorn 25 Jahren angenommen und kommt deshalb auf einen Zeitwert von 107,77 €. Mit dieser Zahlung sei dann einerseits die Wanne selbst (Material) als auch der Aus- und Wiedereinbau (Handwerkerleistung) abgegolten. Tatsächlich ist das Gebäude 20 Jahre alt, denn es wurde 1993 erstellt; die Wanne war aber bei Einzug des Mieters in einwandfreiem Zustand.
Mir gegenüber haftet der Mieter, nach dem Mietvertrag, für Beschädigungen und ich bin mit der von seiner Haftpflicht angebotenen Summe nicht einverstanden, denn ich bleibe auf fast 95% des Schadens sitzen. Deshalb habe ich das Angebot der Versicherung abgelehnt, den Scheck zurück geschickt und erklärt, dass die Beseitigung des Schadens durch den Mieter, wie im Mietvertrag festgelegt, zu regulieren sei. Gegenüber dem Mieter habe ich Gesprächsbereitschaft signalisiert und ich bin auch bereit mich zu beteiligen, nicht aber in einem, nach meiner Ansicht, so unangemessenem Verhältnis.
Haben Sie einen Rat wie ich mich verhalten sollte?
10.12.2013 | 09:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst einmal besteht ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Mieter, wenn er nicht in der Lage sein sollte, den Schaden selbst zu reparieren.

Dieses dürfte außer Frage stehen.

Die Höhe des Schadens setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

a) Wiederherstellungskosten
b) Lebensdauer einer Wanne
c) Tatsächlicher Zustand im Verhältnis

Es klang durch, dass Sie die Wiederherstellungskosten nicht bestreiten.

Sie müssten allerdings, wenn sich die Versicherung weigern sollte, anderweitig zu regulieren oder auf Kulanz ein wenig mehr zu zahlen, ebenfalls ein Sachverständigengutachten oder aber Fachliteratur besorgen, die bestätigt, dass die Lebensdauer Ihrer konkreten Wanne, auch aufgrund des Zustandes bei Übergabe an den Mieter, weitaus mehr als die angenommenen 25 Jahre betragen.

Nur in diesen Fall können Sie die Quote entsprechend erhöhen.


Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2013 | 09:56

Ist die Annahme von 25 Jahren Lebensdauer nicht durch Fachliteratur in Zweifel zu ziehen. Genau deshalb habe ich mich an Sie gewandt. Die Wanne war einwandfrei, sie hätte sicher noch viele Jahre ohne Probleme funktioniert. Deshalb wäre ich Ihnen dankbar wenn Sie mir Verweise auf Fachliteratur etc. geben, aus denen hervorgeht, dass eine Lebensdauer von 25 Jahren für Acrylbadewannen unangemessen niedrig ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2013 | 10:36

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Abzug kann nur beim Materialwert stattfinden, nicht jedoch bei den Ein- und Ausbaukosten, da diese unabhängig davon in voller Höhe anfallen und Sie bei einer entsprechenden Quotierung und einem hohen Kostenansatz für den Wiedereinbau stark benachteiligt würden.

Der Abzug Neu für Alt ist nur beim reinen Material anzuwenden (OLG Frankfurt am Main · Urteil vom 14. März 2012 · Az. 7 U 110/11).

Die Lebensdauer einer Badewanne wird allerdings unterschiedlich angegeben:

23 Jahre: Urteil des AG Herborn vom. 29.09.2006 - 50 C291/06 - WM 2006,643

30 Jahre: LG Berlin: Urteil vom 22.09.2009 - 65 S 298/08

Die berechneten 25 Jahre sind daher bereits ein guter Schätzwert. Auf 30 Jahre würde ich nur gehen, wenn eine Rechtsschutzversicherung besteht.

Die Ein- und Ausbaukosten müssen Ihnen allerdings in voller Höhe erstattet werden.

Wenn Sie dafür Hilfe brauchen sollten, steht Ihnen meine Kanzlei gerne zur Seite.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt



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