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Schaden an Regenallrohren


10.10.2006 18:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



In einer 2-er WG hat mein Miteigentümer (80%) ohne mein Wissen und Kenntnisnahme ein Regenfallrohr aufschneiden lassen, um eine angebliche Verstopfung zu beseitigen. Zur Verhütung der Verstopfung besteht ein WEG-Beschluß, daß die Einlaufstutzen gegen Laub, Nadeln, etc. abzuschern sind.

Muß ich diese Kosten mittragen oder kist es so, da er den Auftrag ohne Abstimmung getätigt hat, er alleine für diese Kosten aufkommen muß?

Danke für Ihre Antwort
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

In Ihrer Konstellation einer WEG können Sie einem richtig leid tun, da Sie aufgrund der Mehrheitsverhältnisse 20 % zu Ihren Gunsten und 80 % zugunsten des Miteigentümers gelegentlich Mehrheitsbeschlüssen stets werden den kürzeren ziehen.
Aus diesem Grunde wird es wohl reiner Formalismus sein, für die Beseitigung der Verstopfung des Regenfallrohres einen Mehrheitsbeschluss herbeizuführen.
Bei diesem Regenfallrohr wird es sich um Gemeinschaftseigentum handeln, so dass beide Wohnungseigentümer gemäß Ihrer Beteiligung an derselben hinsichtlich der Kosten herangezogen werden können.
Eine bauliche Veränderung, die zudem noch störend sein müsste, liegt in diesem Falle nicht vor, da nichts „Neues“ geschaffen wird, sondern es sich um eine Instandhaltungsmaßnahme handelt.
Somit werden Sie sich einer anteilsmäßigen Beteiligung nicht werden verschließen können.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.10.2006 | 08:08

Meine Frage tangiert eigentlich dahingehend, ob der Miteigentü mer von sich aus die Reparatur in Auftrag geben darf, ohne den anderen davon in Kenntnis zu setzen.

Ansonsten muss ich mit den Verhältnissen so leben. Zum Trost hat der andere dann 80% zu zahlen, auch wen bei mir mal ein Schaden vorliegt. Also, so zu bedauern bin ich auch wieder nicht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.10.2006 | 10:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

auf Ihre Ergänzungsfrage werde ich wie folgt eingehen.

Im Prinzip wird man davon ausgehen müssen, dass der Miteigentümer bei diesen Mehrheitsverhältnissen wohl auch die Verwaltung wird innehaben.
Da es sich um eine Instandhaltungsmaßnahme vorliegt und zudem noch mit Gefahr im Verzug argumentiert werden könnte, war Handlung geboten.
Ein verstopftes Regenabflussrohr könnte nämlich zu Schäden am eigenen wie auch ggf. am Nachbargrundstück führen.

Ansonsten gebe ich Ihnen vollkommen Recht, dass Sie mit den Gegebenheiten leben müssen.
Ich freue mich für Sie, dass Sie dies so einschätzen, denn ansonsten müssten Sie die Mitgliedschaft an der Wohnungseigentümergemeinschaft durch etwaige Veräußerung distanzieren.
Selbstredend werden Sie bei sämtlichen Maßnahmen, die das Gemeinschaftseigentum betreffen, mit 20 % belastet, so dass Ihr Miteigentümer stets den „Löwenanteil“ wird tragen müssen.

Ich bedanke mich für das in mich gesetzte Vertrauen und hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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