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Schaden an Privatauto auf Firmenparkplatz

09.10.2014 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Zusammenfassung: Wann haftet ein Arbeitgeber für einen Schaden am Privatfahrzeug seines Arbeitnehmers, wenn dieser sein Fahrzeug berechtigter Weise auf dem Firmenparkplatz abgestellt hat?

Folgendes Problem:
Ich hatte meinen Wagen auf dem Parkplatz des Unternehmens abgestellt, in dem ich beschäftigt bin. Dieser Parkplatz wurde mir zugewiesen - ich stand also berechtigt dort. Ein Mitarbeiter, der über eine Zeitarbeitsfirma bei uns tätig ist, hat beim Beladen des Postautos den voll beladenen Postwagen abgestellt - dieser ist dann auf mein Auto gerollt. An meinem Auto entstand einiger Schade (Lack abgeplatzt, deutliche Delle im Blech).

Mein Unternehmen vertritt den Standpunkt, dass sie mit der Sache nichts zu tun hätten. Eventuelle Schäden müsste ich direkt mit der Zeitarbeitsfirma klären.
Zusätzlich meint man, dass der Schaden gar nicht den Umfang hätte, wie ich ihn angemeldet habe.

Anzumerken ist vielleicht, dass es sich bei meinem Auto um einen 1961er MG A in wirklich gutem Zustand handelt.

Muss ich nun selber meinen Schaden mit der Zeitarbeitsfirma klären?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das BAG hat diese Frage relativ klar beantwortet. Danach hat der Arbeitgeber aufgrund seiner Fürsorgepflicht das berechtigterweise in den Betrieb eingebrachte Arbeitnehmereigentum in gewissem Umfang vor Verlust und Beschädigung zu schützen. Stellt der Arbeitgeber einen Firmenparkplatz zur Verfügung, so hat er für dessen Verkehrssicherheit zu sorgen. Er hat die durch Benutzung des Parkplatzes drohenden Gefahren für die rechtmäßig abgestellten Fahrzeuge seiner Arbeitgeber auf ein zumutbares Mindestmaß zurückzuführen. So muss der Arbeitgeber den Parkplatz z.B. unter Umständen durch einen Zaun vor dem unbefugten Eindringen Dritter schützen.

Der von Ihnen geschildert Fall ist jedoch meines Erachtens nicht Ihrem Arbeitgeber anzulaten, da er hier seine Fürsorgepficht nicht verletzt hat. Sie sollten sich deshalb tatsächlich an die Zeitarbeitsfirma wenden.

Für die Schäden an Ihrem PKW sind sie beweispflichtig. Diese können Sie z.B. durch ein Sachverständigen-Gutachten nachweisen.

Zudem weise ich Sie darauf hin, dass Sie bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall einen Anspruch auf einen Anwalt haben. Die Anwaltskosten, so wie auch eventuell anfallende Gutachter Kosten müssen dann ebenfalls von dem Gegner bzw. dessen Vesicherung bezahlt werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 10.10.2014 | 11:03

Leider muss ich meine Antwort korrigieren, da ich nicht auf die Besonderheiten einer Zeitarbeitsfirma eingeganen bin, sondern die allgemeine Haftung eines Arbeitgebers dargestellt habe.

Da es sich bei dem Schädiger um einen Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma handelt, muss doch ihr Arbeitgeber haften, weil die Zeitarbeitsfirma nur die Überlassung eines geeigneten Arbeitnehmers und nicht die Arbeitsleistung selbst schuldet. Deshalb muss die Zeitarbeitsfirma auch nicht für die Schlechtleistung des Arbeitnehmers einstehen, soweit dieser nach dem Überlassungsvertrag geeignet für die Beschäftigung im Entleihbetrieb war.

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