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Schaden an KFZ durch Kind unter 7 Jahren

10.04.2017 06:36 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

an meinem Auto wurde durch ein Kind unter 7 Jahren ein Schaden von ca. 1700€ laut Gutachten verursacht.

Die Mutter ist bei der HUK privat Haftpflicht versichert.

Diese hat anfänglich auch zugesagt, den Schaden bezahlen zu wollen und hat sogar ein Gegengutachten erstellen lassen, welches ich akzeptierte.
Zu meinem erstaunen wurde mir dann mitgeteilt, dass der Schaden nicht bezahlt wird, da das Kind unter 7 sei.
Es gibt auch ein kleines Video von diesem Vorfall sowie einige Zeugen, welche auch sagten, dass dieses Kind wohl öfter mal Schäden verursacht.

Können Sie mir sagen, ob ich diesen Fall anwaltlich weiter verfolgen sollte, oder ob es alleine durch die Tatsache, dass er unter 7 ist traurigerweise aussichtslos ist?

Mit freundlichen Grüßen

R. F.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 828 Abs. 1 BGB haften Kinder unter 7 Jahren nicht für Schäden, die sie verursacht haben. Die Eltern haften nur dann, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Besteht keine Haftung, muss die Versicherung nicht zahlen.

Ob sich ein weiteres Vorgehen lohnt, hängt daher vor allem davon ab, ob Sie eine Aufsichtspflichtverletzung durch die Eltern ausreichend beweisen können, was wiederum vom konkreten Schadenshergang abhängig sein wird.

Ggf. sollten Sie vor Ort anwaltlich näher unter Berücksichtigung der Zeugenaussagen und des Videos klären lassen, ob und wie man eine Aufsichtsverletzung durch die Eltern hier beweisen kann. Eine verlässliche Beantwortung und Einschätzung Ihrer Erfolgsaussichten ist nur anhand Ihrer Angaben derzeit nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 10.04.2017 | 09:05

Sehr geehrte Frau Jacobi,

die Mutter wohnt in einer anderen Straße als in welcher der Schaden verursacht wurde, sie hatte somit keine Sicht zum Kind.
Es war bestimmt bereits eine Weile her, dass die Mutter nach ihrem Sohn geschaut hat, da dieser mit seinen Freunden unterwegs war.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.04.2017 | 09:16

Sehr geehrter Fragesteller,

wie in meiner Antwort dargelegt, müsste eine Aufsichtspflichtverletzung nachgewiesen werden. Ob es dafür schon ausreicht, dass das Kind ohne die Mutter mit Freunden unterwegs war, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Wie schon in der Antwort geschrieben, kommt es auf den genauen Hergang an. Zudem wird man anhand des Alters des Kindes und der Gesamtumstände klären müssen, wieviel Aufsicht durch die Mutter notwendig war und ob diese ausreichend ausgeübt wurde.

Somit bleibt es bei meiner obigen Einschätzung und Empfehlung.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

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