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Sanierungsaufwand nach § 7h, aber keine Bescheinidung erhalten!


21.11.2007 09:42 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben für einen Bauträger aus Zwickau, W&P Bauträgergesellschaft mbH, Bahnhofstraße 21C, 08056 Zwickau, HRB 21416, eine Eigentumswohnung mit Sanierungsaufwand nach § 7 h EstG vermittelt. Die Wohnung befindet sich in Haag i. Oberbayern. Fertigstellung und Übergang Nutzen/Lasten war bereits 2004. Nun hat uns 2006 der Steuerberater des Erwerbers oft gebeten, die Bescheinigung der Gemeinde Haag, die Voraussetzung für das FA für die erhöhte Abschreibung ist, gem. § 7h EStG zu bringen. Damit die Gemeinde Haag die Bescheinigung ausstellen kann, müssen sämtliche Rechnungen von der Sanierung bei der Gemeinde eingereicht werden. Bis heute ist der Bauträger dieser Verpflichtung trotz etlicher Mahnungen nicht nachgekommen. Dem Kunden ist dadurch bereits jetzt ein enormer finanzieller Schaden entstanden.

Im Kaufvertrag ist ausgewiesen:
Der Kaufpreis beträgt als Festpreis insgesamt 194.000,--€.
Hiervon entfallen auf:
a) Grund und Boden 19.500,--€
b) die vorhandene Altbausubstanz 30.000,--€
c) die Sanierungsarbeiten 144.500,--€

Somit konnte der Eigentümer 2004+2005+2006 je 8 % von 144.500,--€ als erhöhte Abschreibung nicht geltend machen, was jährlich 11.560,--€ ausmacht.


Wie kann am effektivsten gegen den Bauträger vorgegangen werden, damit die Unterlagen bei der Gemeinde Haag eingereicht werden, so dass die Gemeinde die Bescheinigung dem Eigentümer zustellen kann bzw. damit der Verkäufer dafür sorgt, dass der Eigentümer unverzüglich die Bescheinigung zur Vorlage beim FA erhält?


Vielen DAnk für Ihre schnellen Hilfen. Der Kaufvertrag (Kaufangebot und Kaufannahme) kann jederzeit per E-Mai geschickt werden.

Freundliche Grüße

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Der Erwerber der Eigentumswohnung ist als Steuerpflichtiger für den Nachweis der Bescheinigung nach § 7 h Abs. 2 EStG verantwortlich, will er in den Genuss der erhöhten Absetzungen kommen.
Der Erwerber ist aber auf die Rechnungen über die durchgeführten Sanierungen angewiesen.

Insoweit sollte der Eigentümer den Bauträger unter angemessener Fristsetzung (10 Tage) auffordern, sämtliche Rechnungen der Sanierungen für das erworbene Objekt beizubringen, verbunden mit der Androhung, diesen Anspruch gerichtlich durchzusetzen, wenn die gesetzte Frist fruchtlos verstreichen sollte.
Der Eigentümmer muss sich daneben die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vorbehalten.

Der effektivste Weg besteht darin, einen Kollegen mit der Sache zu beauftragen, um das Verfahren schnellstens zu fördern sowie Schadensersatzansprüche gegen den Bauträger zu prüfen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
Tel. 040/ 317 97 380
Fax: 040/ 31 27 84

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2007 | 09:34

Die Frist habe ich gestellt. Jetzt kam ein Schreiben wie folgt vom Bauträger: "Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom 21.12.07 möchten wir Ihnen mitteilen, dass die Kosten für die Sanierung entsprechend dem angeschlossenen Kaufvertrag als ein FEstpreis vereinbart wurden. Die für Herrn Siniossoglou relevante REchnung stellt demnach der Kaufvertrag dar, in welche der Sanierungsaufwand extra aufgeführt wurde."

Meine Frage: Die Gemeinde Haag verlangt von mir aber explizit die einzelenen Rechnungen, sonst kann sie keine Sanierungsbescheinigung gem. §§ 7h EstG ausstellen. Wie soll ich weiter vorgehen, so dass ich die Bescheinigung für das Finanzamt erhalte??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2007 | 11:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Sie sollten dem Bauträger letztmalig eine Frist bis zum 10.12.2007 setzen und darauf hinweisen, dass die Gemeinde Haag den Kaufvertrag selbstredend nicht als Rechnung anerkennt.
Nach fruchtlosem Verstreichen der Frist empfehle ich die Mandatierung eines Kollegen.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

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