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Sanierung von Balkonen


30.07.2007 08:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Meine Frage:
Ich besitze eine Eigentumswohnung (4 Parteien, an dieser Wohung befinden sich zwei Balkone. Ein weiterer Eigentümer ist in der gleichen Situation, zwei Eigentumswohnungen haben keine Balkone.
Die Balkone sind derart sanierungsbedürftig, dass sie komplett erneuert werden müssen. Es gibt ein entsprechendes Gutachten. Es sind bereits Schäden an den Hauswänden vorhanden.
Es gibt einen Beschluss der Eigentümerversammlung, die Balkone zu sanieren. Bei entsprechender Zahlungaufforderung teilen zwei Eigentümer mit, dass kein Geld vorhanden ist. Die Sanierung wurde bisher ausgesetzt, die Hausverwaltung hat bisher nichts unternommen.

Ich befürchte
1. dauerhafte Schäden meines Eigentums mit erheblichen Kosten für mich
2. die Inanspruchnahme für Personenschäden wegen Baufälligkeit
3. die Wertminderung meines Eigentums
4. eine Verhinderung oder Erschwernis beim von mir möglichst bald angestrebten Verkauf meiner Wohnung.

Meine Fragen:
Was muss oder kann ich unternehmen, damit die Sanierung umgehend durchgeführt werden kann?
Wer trägt die Haftung bei Personenschäden?
Wer hat hier die Verantwortung zum Handeln?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

hier müssen Sie sich unverzüglich mit dem Verwalter in Verbindung setzten.

Problem ist, dass die Sonderumlage nicht von allen Eigentümern gezahlt wird. Es besteht die Möglichkeit, zunächst die Zahlung der Sonderumlage von den nicht zahlungswilligen Eigentümern einzuklagen. Die Eigentümer haben den ordungsgemäßen Beschluss ( wovon ich ausgehe )offensichtlich nicht angefochten, so dass darauf Bezug genommen werden kann und die Zahlungspflicht besteht.

Aber selbst wenn die Eigentümer verurteilt werden sollten, hat die Eigentümergemeinschaft immer noch nicht Ihr Geld.

Somit würde ein Klageverfahren zwar einen möglichen Titel bringen, aber damit ist Ihnen zur Zeit noch nicht geholfen, da nach Ihrer Schilderung eine dringende Sanierung erforderlich ist.

Sie sollten den Verwalter ansprechen und die Frage der Verwertung eines Rücklagenkontos besprechen. Bei ordnungsgemäßer Verwaltung ist dieses verhanden. Möglicherweise kann darauf zurückgegriffen werden, so dass zunächst die Sanierung in Auftrag gegeben werden kann.

Eine andere Möglichkeit ist natürlich auch die Übernahme der Anteile zunächst durch die anderen Eigentümer. Natürlich muss dann nach wie vor der Anteil der anderen Eigentümer gerichtlich geltend gemacht werden.

Für mögliche Personenschäden durch Betreten des sanierungsbdürftigen Balkones haften Sie nach öffentlichrechtlichen Vorschriften.

Zum Handeln ist hier im Rahmen der ordungsgemäßen Verwaltung der Verwalter verpflichtet.

Sie haben aber die Möglichkeite diesen zur Anberaumung einer neuen Versammlung zu veranlassen, in welchen das klageweise Vorgehen gegen die Miteigentümer und der Rückgriff auf das Rücklagenkonto geklärt wird, damit die Sanierung in Auftrag gegeben werden kann. Dier ist nach § 27 WEG verpflichtet den Beschluss auszuführen und sämtliche Maßnahmen zu treffen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 30.07.2007 | 12:15

Sehr geehrte Frau True-Bohle,
danke für Ihre Antwort.

Gibt es eine Möglichkeit, die mir durch die Verzögerung der Reparaturarbeiten entstehenden Mehrkosten einzuklagen? (Wie und bei Wem?)
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2007 | 13:40

Sehr geehrter Ratsuchender,


die Beantwortung dieser Frage wird erst nach eingehender Prüfung möglich sein.

Grundsätzlich haben die Mitglieder der Wohnungseigentümergemeinschaft eine gegenseitige Treue- und Rücksichtnahmepflicht. Daraus könnten sich Schadensersatzansprüche ableiten. Dann wird es darauf ankommen, ob die Weigerung zur Zahlung als treuewidrig anzusehen ist. Insoweit wird es auf die Einzelheiten (Zustandekommen des Beschlusses etc. ) ankommen. Demgemäß läßt sich Ihre Nachfrage nicht abschließend beurteilen. Eine eingehende Prüfung der Einzelheiten ist unbedingt erforderlich.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle




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