Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sanierung am Kompletten Haus/Wohnungen

| 05.03.2016 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

Folgendes möchte ich Ihnen schildern:
Vor Monaten wurden wir in Kenntnis gesetzt,das die Häuser Saniert werden.Anfang Mai soll es losgehen.Und wird
ca.15 Monaten dauern.Habe leider die Unterlagen nicht Griff bereit.
Da wir alle Mieter,Durchschnitts Bürger sind,Sowie ich Alleinerziehend und habe nur wenig Geld.
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wie mich verhalten soll.
Meine Kinder müssen Mittags lernen und ich brauche Ruhe. Das wird ein Spaß

Der ganze Wohnblock(4Häuser,ohne Balkone,je 8 Parteien,mit Familien/Ehepartnern, Single) soll Saniert werden,sowohl Innen als auch Außen.
D.h. Wärme Dämmerung, neue Türen,sowie Fenster ,Zentral Heizung,Freisprechanlage,Balkon, neuer Anstrich und es wird aufgestockt.

Ich finde es gut,wenn man Energie spart.Bestimmte Renovierungen kann man auch lassen .zB.Freisprechanlage,Balkon,Anstrich

Das schönste kommt noch ,in der Zeit sollen die Anwohner Dixi Toiletten benutzen sowohl als auch zum Duschen.

Jetzt zu meine Fragen :

1.Was muss ich dulden zB.Wärme Dämmerung
Und was nicht zB.Sprechanlage

2.Mietminderung,wie soll ich da am besten Vorgehen?Und wieviel Prozent darf ich reduzieren?
zB wg Lärm

3.Muss ich die Klos akzeptieren?
Was muss der Vermieter mir anbieten?
Welche Kosten muss der Vermieter tragen.zB Ersatz Wohnung, Pension etc.
Muss ich alles vor der Sanierungs Arbeiten schrieflich mitteilen?
Wenn ich mir einen Anwalt nehme,trägt der Vermieter dann die Kosten oder bleibe ich darauf sitzen?
4.Wie hoch darf die Kaltmiete nach der Renovierung sein?
Laut mein Verstehen soll sie um fast das doppelt Kosten.

Bitte schreiben sie mir es einfach und verständlich auf.Da ich so meine Probleme mit dem verstehen habe Danke.

Und hoffe auf Posetive Nachricht.
Für ihre Antwort und Zeit Bedanke ich mich jetzt schon einmal.
Viele Grüße aus Mainz


05.03.2016 | 23:03

Antwort

von


(1143)
Postanschrift: Postbox 65308X
11516 Berlin
Tel: 015751362517
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Ergänzung vom Anwalt 05.03.2016 | 23:05

Sehr geehrter Fragesteller,

hier ist es leider zu einem Übertragungsfehler gekommen. Ich werde meine Antwort sodann noch einmal eintippen, bitte haben Sie einen Moment Geduld.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 06.03.2016 | 00:22

Sehr geehrter Fragesteller,

anbei also erneut meine Ausführungen.

1. Aus § 555d BGB haben Sie als Mieter Maßnahmen der Modernisierung grundsätzlich zu dulden.

Duldung bedeutet nicht Zustimmung des Mieters, der Anspruch richtet sich vielmehr auf das Unterlassen des Mieters bezüglich einer Behinderung des Vermieters bei der Ausführung der Arbeiten bzw. der Ermöglichung des Zutritts zum Mietobjekt. Der Mieter hat das Betreten der Räumlichkeiten durch den Vermieter oder seine Beauftragten zur Vorbereitung und Ausführung der notwendigen Arbeiten hinzunehmen. Er hat jegliche Behinderung der Maßnahmen zu unterlassen. Die Duldungspflicht kann sich auch auf eine erforderliche vorübergehende Räumung des Mietobjektes erstrecken.  

Zur Mitwirkung ist der Mieter jedoch nicht verpflichtet, auch nicht zum Freimachen von Teilen des Mietobjektes durch Wegräumen oder Entfernen von Sachen (vgl. LG Berlin, Urt. v. 30.11.1995 - 67 S 158/95 ).

Der Blick ist hier meist auf der energetischen Modernisierung, aber auch Modernisierungen, die den Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöhen bzw. die Wohnverhältnisse verbessern sind zu dulden.

Also sind auch die Freisprechanlagen und der Anstrich des Balkons im Zweifel zu dulden.

Die Härteregelung des § 555d Abs. 2 BGB bezieht sich nicht auf drohende Mieterhöhung, sondern auf die vorzunehmenden Arbeiten, den baulichen Folgen der Arbeiten oder eventuellen vorangegangenen baulichen Aufwendungen des Mieters. Die Härte muss sich aus den konkreten Umständen der geplanten Maßnahme ableiten.

Hier wäre in der Tat an die Kinder und das Lernen zu denken. Diese Härte muss dann mit den Interessen des Vermieters abgewogen werden, Der Vermieter darf sich auf sein Interesse an der Erhaltung, Pflege, Werterhaltung und Wertsteigerung seines Eigentums berufen.

Daher sehe ich wenig Chancen auf Erfolgt bzgl. des Härteeinwurfes.

2. Für bauliche Veränderung, durch die in Bezug auf die Mietsache Energie nachhaltig eingespart wird besteht kein Minderungsrecht. Diese sind von Ihnen für drei Monate zu dulden, § 536 Abs. 1a BGB

Offensichtlich wird hier auch die Toilette saniert. Hier sind Minderungen von mindestens 10% anerkannt. Rechnen Sie einfach die Größe des Bades/Toilette in Bezug auf die Gesamtwohnung und stellen Sie so ein Verhältnis her. Auch 15% sind noch denkbar, mehr als 20% sollte aber nicht gemindert werden.

Auch die Frage nach der Minderung wegen Lärm ist eine Einzelfallentscheidung, aber auch hier liegt der Mittelwert bei 10%.

Sie haben also nur das Recht auf Minderung, Kündigung oder ggf. Schadensersatz. Eine Ersatzwohnung muss Ihnen nicht gestellt werden.

Sie sollten die Mängel i.S.d. § 536c Abs. 1 BGB gegenüber dem Vermieter schriftlich anzeigen. Anzusetzen ist die Bruttomiete.

3. Die Kosten eines Rechtsanwaltes würde der Vermieter nur tragen, wenn es zum Rechtsstreit kommt und der Vermieter zur Kostentsagung verurteilt wird. Ansonsten tragen Sie grundsätzlich die Kosten.

4. Die zu erwartende Mieterhöhung beläuft sich auf jährlich 11% der aufgewendeten Kosten, dies ergibt sich aus § 559 Abs. 1 BGB . Erhaltungsmaßnahmen, auch wenn sie im Zuge einer Modernisierungsmaßnahme erfolgen, berechtigen nicht zur Mieterhöhung., § 559 Abs. 2 BGB .

Auch hier gibt es eine Härteregelung. Aus § 559 Abs. 4 S. 1 BGB wäre eine Erhöhung nicht zulässig, wenn die Sache für den Mieter eine Härte insbesondere in finanzieller Art darstellen würde. Aus S. 2 ergibt sich aber, dass ein Versetzen der Wohnung in einen allgemein üblichen Zustand keine Härte rechtfertigt.

Mehr als 11% der aufgewendeten Kosten sind aber als Erhöhung in jedem Falle nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 07.03.2016 | 18:17

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Trotz vieler Fragen wurden sie verständlich erklärt und beantwortet.Empfehle.

Mfg

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Alex Park »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.03.2016
5/5,0

Trotz vieler Fragen wurden sie verständlich erklärt und beantwortet.Empfehle.

Mfg


ANTWORT VON

(1143)

Postanschrift: Postbox 65308X
11516 Berlin
Tel: 015751362517
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Gesellschaftsrecht, Baurecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Verwaltungsrecht, Internet und Computerrecht