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Sanierung Dach

23.02.2020 12:59 |
Preis: 40,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Folgender Beschluss wurde gefasst
„Die WEG bevöllmächtigt die Verwaltung damit,eine Firma zu beauftragenbis zu einem Auftragsvolumen von3.000 Euro netto. Aufgrund der Gefahr im Verzugwerden keine 3 Angebote eingeholt."
Es handelt sich um Risse in der obersten Bitumenschicht eines 70 Jahre alten Flachdaches.
Die Tiefe der Risse wurde nicht festgestellt.
Das Ausmaß auf dem 320 qm Dach ebenfalls nicht.
Ein Angebot der vorab ausgewähltenFirma liegt nicht vor.
Notgeschäftsführung wird vom Verwalter seit3 Monaten behauptet ohne dass etwas geschehen ist.
Kann dieser Beschluss erfolgreich angefochten werden?
23.02.2020 | 15:14

Antwort

von


(103)
Willbecker Str. 75
40699 Erkrath
Tel: 01783172971
Web: http://kanzlei-beresan.de
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Sehr geehrte Mandantin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Sofern sich für Sie Anhaltspunte ergeben, dass keine Gefahr im Verzug besteht, können Sie den Beschluss anfechten.

Anfechtungsberechtigt und klagebefugt sind Sie, wenn Sie im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen sind.

Die Anfechtungsklage ist beim Amtsgericht einzureichen, in dessen Bezirk das Grundstück liegt, § 43 WEG .

Die Anfechtungsklage dürfte Erfolg haben, wenn durch Gericht festgestellt wird, dass vorliegend fälschlicherweise von einer Gefahr im Verzug ausgegangen wurde.

2.
Sofern jedoch aufgrund der vorhandenen Risse im Flachdach eine Gefahr im Verzug tatsächlich bestehen könnte, ist die Anfechtung des Beschlusses möglicherweise nicht der richtige Weg. Wenn der Verwalter untätig bleibt bzw. den Beschluss nicht umsetzt, sollten Sie ihn unter angemessener Fristsetzung schriftlich zum Handeln auffordern. Lässt er die gesetzte Frist fruchtlos verstreichen, sollten Sie ihn abmahnen und eine letzte Frist zur Umsetzung setzen. Aufgrund dringender Erledigungsbedürftigkeit erscheint zudem ein Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Eigentümerversammlung geboten.

Die Durchführung von Reparaturen und die unverzügliche Umsetzung von Beschlüssen sind „Kardinalpflichten" einer WEG-Verwaltung. Daher können Eigentümergemeinschaften den Verwalter nach erfolgter und fruchtloser Abmahnung abberufen und zugleich den Verwaltervertrag vorzeitig kündigen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Leon Beresan


Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2020 | 15:49

Diese Risse sind auf alten Bitumendächern üblich. Es gibt in den darunterliegenden Wohnungen keine Feuchtigkeitsprobleme. Der Zustand des Dachbodens wurde nicht untersucht.
Der Verwalter selbst geht ja nicht von Eilbedürftigkeit aus, da 3 Monate nach Entdeckung der Risse nichts unternommen wurde.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2020 | 16:31

Sehr geehrte Mandantin,

der unter 1. beschriebene Weg (Anfechtungsklage) käme in diesem Fall in Betracht, wenn die Klagefrist noch eingehalten werden kann. Die Klage muss innerhalb eines Monats nach der Beschlussfassung erhoben und innerhalb zweier Monate nach der Beschlussfassung begründet werden, § 46 Abs. 1 Satz 2 WEG.

Im Falle des Ablaufs der Klagefrist kann nur unter sehr engen Voraussetzungen beim Gericht eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden, §§ 46 Abs. 1 Satz 3 WEG, 233 ff. ZPO.

Mit freundlichen Grüßen

Leon Beresan
Rechtsanwalt

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