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Saisonkarte für Skifahren in Höhe 567€


08.12.2017 11:48 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Hallo mein Ex Lebenspartner zahlt für unseren Sohn Unterhalt in Höhe von 760€/pro Monat.
Die Summe setzt sich aus dem Düsseldorfer Tabellen Höchstsatz plus 120 € Mehrbedarf wg. besondere Nahrungsergänzungsmittel für extremer Lebensmittel Intoleranz zusammen, minus 1/2 Kindergeld.
Dieser Unterhalt wurde bei Gericht per Urteil festgelegt, da er jedoch mehrfacher Millionär ist und nicht offen legen wollte, hat er unbegrenzt Leistung fähig angegeben und somit war es eine langwierige Sache.

Nun meine fragen: mein Ex hat in Königsleiten eine Skiwohnung und hat eigentlich schon immer die Saisonkarte für unseren Sohn Max in voller Höhe selbst bezahlt. Dieses Jahr möchte er jedoch, die Saisonkarte in voller Höhe von seiner Unterhaltszahlung abziehen da er meint, dass Hobbys und Freizeitaktivitäten müsste in seiner Unterhaltszahlung inbegriffen sein.

Stimmt das ???

Ich wäre Ihnen sehr verbunden wenn Sie mir diese frage beantworten könnten.

Vielen herzlichen Dank im Voraus,

mit freundlichen Grüßen

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Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Der Unterhalt umfasst nach § 1610 Abs. 2 BGB den gesamten Lebensbedarf; hinzuzurechnen sind Ansprüche aus Mehrbedarf und aus Sonderbedarf. Letzteres liegt allein deswegen schon nicht vor, weil es sich nicht um eine unvorhersehbare Ausgabe handelt.

Ein Mehrbedarf liegt dann vor, wenn es sich um Ausgaben handelt, die regelmäßig während eines längeren Zeitraums anfallen und das das übliche Maß derart übersteigen, dass sie mit dem Tabellenunterhalt nicht erbracht werden können.

Da es sich um eine Ausgabe handelt, die nicht zwingend zum Lebensbedarf gehört, sondern eher dem Bereich der Freizeitgestaltung zuzurechnen ist, kann ein solcher Mehrbedarf nur dann angenommen werden, wenn diese Ausgaben im Interesse des Kindeswohles gerechtfertigt sind.

Das hängt wiederum von den konkreten Umständen ab, die hier nicht bekannt sind.

Wenn der Vater das Kind in ein Skigebiet einlädt und sich das Kind deswegen oder aus anderen Gründen regelmäßig und längere Zeit dort aufhält, ist es durchaus im Interesse des Kindeswohles begründet, ihm eine Saisonkarte zur Verfügung zu stellen.

Die Kosten von immerhin 567.- € sind von dem laufenden Unterhalt nicht zu finanzieren, denn von den gezahlten 760.- € gehen 120.- ja bereits für den konkreten Mehrbedarf NEG weg, was zu bleibenden 640.- € Restunterhalt führt. Wenn davon die Karte voll bezahlt werden soll, bleibt praktisch in dem Monat kein Geld zum Leben.

Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Vater offenbar über solche Geldmittel verfügt, die ihm die Zahlung der Karte problemlos ermöglichen würde, sehe ich hier durchaus einen Anspruch des Kindes auf Zahlung dieser Karte als Mehrbedarf.


Sie sollten von daher das Ansinnen des Vaters, die Karte mit laufendem Unterhalt zu verrechnen, zurückweisen.


Mit freundlichen Grüßen


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