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Sachunterhalt oder Barunterhalt


07.12.2006 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Kann mein mann seiner 22 jährigen Tochter, welche Studentin ist und im gleichem Ort ( allerdings bei ihrem Freund) wie wir wohnen anbieten, statt Barunterhalt Sachunterhaltsleistungen zu erbringen? Wir haben gelesen, das nach § 1612 ( glaube ich) BGB die Eltern grundsätzlich frei von Wahl der Unterhaltsleistung sind. Also sie könnte bei uns mietfrei wohnen, esssen etc. Wenn die Tochter dieses Angebot nicht annimmt, uns keine Bafögbescheide, eignes Einkommen und vorallem mal Einsicht in ihr Studium gewährt, hat sie dann ihren Unterhaltsanspruch verwirkt?

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank Ihre Anfrage.

Der Unterhalt ist grundsätzlich immer als in Geldrente zu zahlen. Nach Absatz 3 des § 1612 ist der Unterhalt monatlich im Voraus zu zahlen. Allgemein wird es als ausreichend angesehen in wenn der Unterhalt zu Beginn des Monats beim Gläubiger eingeht.

Nur im Ausnahmefall kann der Verpflichtete gemäß § 1612 Abs. 1 S. 2 verlangen, dass ihm die Gewährung des Unterhalts in anderer Weise gestattet wird. Dazu müssen aber besondere Gründe vorliegen. Dieser Fall ist äußerst selten.


Es ist zwar richtig dass auch gegenüber einem volljährigen Kind bestimmt werden kann, in welcher Weise Unterhalt gewährt wird. Eine Unterhaltsbestimmung ist aber unwirksam, wenn die Eltern zum Beispiel zwei Jahre lang den Auszug des Kindes hingenommen und keine Gründe dafür dargelegt haben warum Sie nun mehr die Gründe des Kindes der die Rückkehr des Kindes nachhause verlangen. So wie ich Sie verstanden habe, ist das Kind zu dem Freund gezogen. Sie hatten wohl nicht gegen diesen Auszug. Insofern müssen Sie sich nunmehr auch daran festhalten lassen.

Unzumutbar ist eine Unterhaltsbestimmung auch dann, wenn die Eltern nun versuchen, das Kind zu zwingen, bei sich zu wollen. hier kommt es aber auf den Einzelfall an. Ich habe sie so verstanden, dass das Kind schon mit dem Einverständnis der Eltern ausgezogen ist und nun mehr wieder zurückziehen soll. Etwas anders wäre aber der Fall zu beurteilen, wenn das volljährige Kind grundlos gegen den ausdrücklichen Willen der Eltern auszieht, obwohl es am am Wohnort einen Studienplatz hat.

Mit freundl. Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2006 | 21:40

Studienort und Wohnort sind zwar nicht identisch, aber die Tochter wohnt im gleichem Ort wie wir und fährt auch von hier aus zur Uni.Es geht darum, das wir das Studium sichern wollen, weil sie den Unterhaltsanspruch an das Land abgetreten hat,um Barleistungen an Unterhalt in voller Höhe zu erhalten. Wir haben 17 Jahre in mündl. Vereinbarung zuerst mit der Mutter und später mit der Tochter einen festen Betrag gezahlt, der weitaus niedriger als Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle war. Erschwerend kommt für uns hinzu, das wir Wohneigentum gekauft haben und mein Mann wegen AG Wechsel und Arbeitsort von ca über 300km von hier einen Zweitwohnsitz hat. Nun durch die Tochter urplötzlich und überraschend diese für uns relativ hohe Forderung an Bargeld und keine gütliche Einigung in Sicht. Um das Studium nicht zu gefährden aber auch um uns nicht zu ruinieren deshalb der Vorschlag auf Sachleistung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2006 | 12:28

Sie sollten daher an das Land herantreten und auf ihre Situation hinweisen und auf §1612 verweisen.

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