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Sachschaden durch Familienangehörige

12.08.2014 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Zusammenfassung: Zur Eintrittspflicht der Kfz-Versicherung bei Beschädigung eines Garagentores.

Meine Tochter lebt als Mieterin in einer Wohnung, die den Großeltern gehört. Auf dem Grundstück befindet sich auch das Wohnhaus der Großeltern, sowie eine größere Garage. Die Tochter ist nicht Mieterin der Garage. Nun hat sie folgenden Schaden verursacht: Sie hat einen neuen PKW, der auf dem Hof vor der Garage kurzzeitig abgestellt war. Sie hat beim Anfahren den Vowärts statt dem Rückwärtsgang eingelegt und ist mit Vollgas gegen das geschlossene Garagentor gefahren. Das Tor wurde stark beschädigt. Muss die Tochter selbst Versicherungsnehmerin sein, damit der Schaden beglichen wird? Ist es ein Problem, dass es die Großeltern sind (sie hat jedoch seit Jahren einen Mietvertrag)? Was ist, wenn die Mutter die Eigentümerin und Halterin und VErsicherungssnehmerin des Autos der Tochter ist? Ist es ggf. ein Vorgang für die Privathaftplicht?

Einsatz editiert am 12.08.2014 18:19:01

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst ist in Bezug auf die private Haftpflichtversicherung anzumerken, dass diese grundsätzlich nicht bei Schäden zahlt, die in Zusammenhang mit dem Führen eines Kfz stehen. Natürlich können die Haftpflichtversicherungen Abweichendes in den AGB vereinbaren, wovon ich allerdings nicht ausgehe. Ein Blick in den Privathaftpflichtversicherungsvertrag Ihrer Tochter dürfte sich jedoch lohnen.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung tritt nur ein, wenn es sich um einen Unfall zwischen zwei Kfz handelt.

Dass die Großeltern Eigentümer des beschädigten Garagentores sind, ist irrelevant, da Ihre Tochter für den durch sie verursachten Schaden unabhängig von familiären Verhältnissen haftet. Auch kommt es nicht darauf an, ob Ihre Tochter Mieterin ist, entscheidend ist vielmehr, in wessen Eigentum das Garagentor steht.

Mit Ihrer eigentlich relevanten Frage, ob Ihre Tochter selbst Versicherungsnehmerin sein muss, damit die (Voll-)Kaskoversicherung den Schaden zahlt, verhält es sich wie folgt. Es kommt darauf an, wer laut Versicherungsvertrag das Kfz fahren darf. Soweit Ihre Tochter vom Versicherungsschutz mit umfasst ist, ist die Versicherung eintrittspflichtig. Bitte schauen Sie dazu in den konkreten (Voll-)Kaskoversicherungsvertrag. Auf die Eigentumsverhältnisse am Kfz kommt es im Übrigen nicht an, ebensowenig darauf, wer Halter des Kfz ist.

Ich hoffe, Ihre Fragen verständlich beantwortet und Ihnen weitergeholfen zu haben. Mit einem Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 12.08.2014 | 19:28

Sollte Ihre Tochter wider Erwarten aufgrund einer Alleinfahrerregelung nicht vom Versicherungsvertrag mit umfasst sein, so verhält es sich rechtlich wie folgt. Die Versicherung muss gegenüber dem Geschädigten trotzdem leisten. Sie kann dann aber gegen den Versicherungsnehmer wegen Vertragsbruches eine Vertragsstrafe verhängen. Außerdem kann eine Nachberechnung erfolgen, da man sich den günstigeren Alleinfahrer-Tarif mit falschen Abgaben erschlichen hat. Das bedeutet, dass bei der nächsten Abrechnung derjenige Tarif zugrunde gelegt wird, der gelten würde, wenn mehrere Personen das Fahrzeug nutzen dürften.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

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