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Sachschaden an Mietsache


| 16.11.2005 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte in folgendem Sachvehalt um Ihren Rat.

In meiner Mietwohnung ist eine Balkonglasscheibe 1x2m zerbrochen. Ich habe es bemerkt, als ich abends von der Arbeit nach Hause kam.

Nachdem ich es dem Vermieter meldete und dieser mit einem Glaser zur Begutachtung vorbeikam, meinte der Glaser meine schwarze Ledercouch im Abstand von 20-30cm waere daran schuld. Die Waermestrahlung der Couch, an Sonnentagen, haette dazu gefuehrt, dass die Scheibe (angeblich Isolierglas) zersprungen ist.

Ich kann dem nicht so einfach zustimmen, die Couch steht schon seit 5 Jahren an dieser Stelle. Ich bin der Meinung, es koennen ja auch sonstige Spannungen zum Bruch der Scheibe gefuehrt haben.

Mein Vermieter verlangt jetzt, dass ich es meiner Haftpflichtversicherung melde.

Für mich unklar, kommt folgende Klausel in meiner Privathaftpflichtpolice dazu:

Mietsachschäden sind eingeschlossen, ...
.... ausgeschlossen sind Glasschäden, soweit sich der Versicherungsnehmer hiergegen besonders versichern kann.

Meine Fragen:

Wie ist die Rechtslage ? Wie soll ich mich verhalten ?
Was bedeutet für mich als Versicherungsnehmer diese Klausel in der Versicherungspolice?

Sollte ich den Schaden als "nicht Verursacher" trotzdem meiner HV melden und kommt das nicht einem Schuldeingestaendnis gleich, durch welches ich am Ende Nachteile hätte ??


Vielen Dank für Ihre Bearbeitung.

MfG
Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie müssen nur für solche Schäden aufkommen, die Sie schuldhaft verursacht haben, und zwar zumindest fahrlässig. Sie hafte also nur dann, wenn die Scheibe tatsächlich aus den von dem Glaser festgestellten Grund oder durch ein anderweitiges Fehlverhalten Ihrerseits beschädigt worden ist. Dies müsste Ihnen im Streitfall nachgewiesen werden.

Der Haftungsauschluss bezieht sich darauf, dass Glasschäden nicht gleich Glasschäden sind. Bei gemieteten Wohnungen fällt die Beschädigung der Wohnungsscheiben in der Regel nicht in den Leistungsumfang der Haftpflichtversicherung, sondern in den der Glasbruchversicherung. Daher wird (vorbehlatlich der hier nicht bekannten genauen Regelungen in ihrem Vertrag) die Versicherung wahrscheinlich dadurch leistungsfrei, da Sie gegen diese Art Schäden eine Glasbruchversicherung abschließen könnten.

Übernimmt Ihre Versicherung den Schaden, ist dies grundsätzlich nicht mit Nachteilen verbunden. Einsolcher könnte sich allenfalls ergeben, wenn Sie die Versicherung so oft in Anspruch nehmen, dass hieraus ein Kündigungsrecht des Versicherers erwachsen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2005 | 15:14

Vielen Dank fuer Ihre prompte Antwort.

Was bedeutet in diesem Falle, "..., und zwar zumindest fahrlässig".

bzw. konkreter. Wenn die Scheibe aus den von dem Glaser festgestellten Grund beschädigt worden ist, ist es dann fahrlässig seine Couch vor einer solchen Scheibe zu stellen, wenn man keine Kenntniss ueber den besonderen Sachverhalt hat. Muss der Vermieter nicht besonders darauf hinweisen ?

Nochmals vielen Dank,
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2005 | 15:24

Fahrlässigkeit wird definiert als "außer Acht lassen der erforderlichn Sorgfalt".

Ob es darunter fällt, ein dunkles Ledersofa vor eine Scheibe zu stellen wegen der Wärmereflektion vermag ich nicht zu beurteilen und kann hierzu auch keine entsprechenden Urteile finden. Es dürfte aber einiges dafür sprechen, dass dies nicht als fahrlässige Schadensverursachung anzusehen sein dürfte. Die Ihnen gegebene Begründung für den Glasschaden habe ich jedenfalls noch nie gehört, so dass dies wohl auch alles andere als allgemein bekannt sein dürfte.

Bewertung des Fragestellers |


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