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Sachmängelhaftung - Händler will Wandlung


02.06.2006 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Ich habe letzte woche bei einem 650km entfernten VW Autohaus ein Gebrauchtfahrzeug erworben.
Nun sind einige Mängel an dem Fahrzeug dran, mit denen der Wagen nicht hätte übergeben werden dürfen (Tacho fällt aus, Bremse hinten fest, Querlenker Vorderachse ausgeschlagen, alle vier Alufelgen krumm, 11 Meldungen im Fehlerspeicher etc.)
Das Fahrzeug ist so momentan nicht fahrtüchtig und eine Behebung der Mängel würde ca. 1000-1500Euro kosten.

Der Händler ist zu keinem Kompromiss bereit. Er bietet die Wandlung des Fahrzeugs incl. Abholung und volle Rückerstattung des Kaufpreises an.
Ich würde den Wagen aber gerne hier reparieren lassen oder im absoluten Notfall eine Unkostenpauschale bei Wandlung für die mir entstandenen Kosten (Abholung, Zulassung, Abmeldung, etc.) geltend machen.

Es gibt keine Garantie auf das Fahrzeug sondern lediglich die gesetzliche Gewährleistung. Im Kaufvertrag wird der Wagen als "Teileträger" bzw. "Bastlerfahrzeug" angegeben. Der Verkaufspreis rechtfertigt dies aber unter keinen Umständen. Es ist ein gängiger Marktpreis.

Wie gehe ich am Besten weiter vor?

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Sehr geehrter Ratsuchende/r,

sofern Ihnen die Mängel des Fahrzeugs bei Vertragsschluss unbekannt waren bzw. Ihnen nicht aufgrund grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben sind, stehen Ihnen die gesetzlichen Gewährleistungsrechte zu (hiervon gehe ich vorliegend insbesondere aus, da Sie das Fahrzeug offenbar über das Internet erworben haben?).

Da ich weiterhin davon ausgehe, dass Sie das Fahrzeug in Ihrer Eigenschaft als Verbraucher (privat) gekauft haben, nützt dem Verkäufer nach der einschlägigen Rechtsprechung auch der Zusatz "Bastlerfahrzeug" etc. nichts, da dies als eine Umgehung der Verpflichtung zur Einräumung von Gewährleistungsrechten angesehen wird. Hierfür spricht in Ihrem Fall unter anderem auch der gängige Marktpreis.

Sie sollten den Verkäufer nachweisbar (z.B. Einschreiben) mit einer angemessenen Frist (ca. 2 Wochen - konkretes Datum) zur Nacherfüllung auffordern. Nach Ablauf dieser Frist oder bei endgültiger Weigerung des Verkäufers (auch dies sollten Sie aber nachweisbar - schriftlich - haben) können Sie vom Vertrag zurücktreten (und zusätzlich die Ihnen entstandenen Kosten geltend machen), den Kaufpreis mindern oder Schadensersatz verlangen. Sie können dann also den zur Instandsetzung erforderlichen Betrag vom Verkäufer verlangen. Bevor Sie das Fahrzeug allerdings reparieren (lassen), müssen die Mängel nachweisbar dokumentiert werden, da Sie in einem sich möglicherweise anschließenden Klageverfahren das Vorliegen der Mängel beweisen müssen. Zu den vom Gegner zu ersetzenden Schadenspositionen gehören nach Ablauf der oben genannten Frist unter anderem auch die Kosten eines Rechtsanwalts, so dass ich Ihnen auch aus diesem Grund in diesem Fall zur Beauftragung eines Kollegen raten würde.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt


info@kanzlei-alpers
www.kanzlei-alpers.de
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