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Sachgründungsbericht GmbH


| 18.09.2006 00:57 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Rechtsanwältin, sehr geehrter Rechtsanwalt,

ich beabsichtige eine GmbH (2 Gesellschafter) zu gründen und habe in diesem Zusammenhang die folgenden Fragen:

Welche Anforderungen werden an den Sachgründungsbericht gestellt? Vereinzelt liest man bei den Informationen der IHK, daß hierzu ein Sachverständigengutachten einzuholen ist. Konkret werde ich neben EDV Geräten, welche benötigt werden, auch Geld einbringen. Ist denn nun bei EDV nicht eine Rechnung über die Anschaffungskosten ausreichend? Wie verhält es sich, wenn die Geräte bereits etwas älter sind?

Besten Dank für Ihre Bemühungen.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Die Bewertung der Sacheinlagen ist der Disposition der Gesellschafter grundsätzlich entzogen, sondern nach objektiven Kriterien vorzunehmen. Maßgeblich ist gem. § 9 I GmbHG immer der tatsächliche Zeitwert im Zeitpunkt der Anmeldung der Gesellschaft zum Handelsregister.

Sämtliche für die Bewertung maßgeblichen Umstände sind in den Sachgründungsbericht aufzunehmen. Dieser kann daher z.B. enthalten:

- Anschaffungs- und Herstellungspreise
- gutachterliche Bewertungen
- Marktpreis
- Zustand der Sache
- Nutzungsmöglichkeiten.

Zum Nachweis der Angemessenheit der Bewertung des einzubringenden Gegenstandes haben die Gesellschafter gem. § 8 I Nr. 5 GmbHG „Unterlagen“ über den Wert jeder Sacheinlage einzureichen. dies können z.B. Rechnungen, Kaufverträge, Preislisten, Kurszettel, Tarife oder Sachverständigengutachten sein. Welche Urkunden im einzelnen geeignet sind, hängt von der Art der Sacheinlage ab.

Der Sachgründungsbericht ist von den Gesellschaftern zu unterzeichnen. Insoweit werden die vorgenannten Anforderungen an den Sachgründungsbericht gestellt. Um hier gerade im Rahmen der Gründung ein objektive Bewertung zu haben, kann es sinnvoll sein, einen Steuerberater diesen Sachgründungsbericht zu erstellen. Allerdings reicht bei der Einbringung von neuwertigen EDV Geräten sicherlich die Rechnung aus, da sich aus dieser der Marktpreis gerade ergibt. Diese Rechnung ist dem Sachgründungsbericht beizufügen. Ein Gutachten ist dann z.B. erforderlich, wenn z.B. eine Immobilie oder ein Unternehmen eingebracht wird, dessen Marktwert durch ein Gutachten erste ermittelt werden muß.

Wird eine Sacheinlage falsch bewertet, so ist entweder der Gesellschaft die Eintragung zu verweigern (§ 9 c S. 2 GmbHG) oder, wenn sie bereits eingetragen ist, hat der Gesellschafter den Fehlbetrag in Geld nachzuschießen (§ 9 I GmbHG).

Eine vorsätzlich falsche Bewertung ist nach § 82 GmbHG strafbar.

Ich hoffe Ihnen ein erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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