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Sachbeschädigung - was tun?

25.06.2013 18:07 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

Ich bin Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus, meine 2 Schwestern die auch in diesem Haus wohnen ebenfalls.

Vor etwa 12 Jahren oder mehr traf ich eine mündliche Absprache mit einer Schwester, meine Leitungen für Strom, TV, Video, HIFI, usw. teilweise durch ihren Keller zu verlegen, um einer fliegende Verkabelung in meinem darüber liegendem Wohnzimmer zu vermeiden, das wurde in Übereinstimmung mit ihr realisiert und bis vor kurzem genutzt!
Jedoch vor einigen Zeit bekam ich ein Schreiben von ihr, worin sie ankündigte: "Ich reiße dir alle Stecker raus, weil ich deine Kabel nicht mehr in meinem Keller haben will." Das überraschte mich, weil mir bis heute ihre angegebenen Gründe nicht nachvollziehbar sind.
Heute stelle ich fest, dass meine Kabel nicht abgesteckt wurden sondern auch abgeschnitten wurden. Da es sich um hochwertige Audio-, Video-, Netzwerk-, usw. Leitungen handelt. Ist mir allein dadurch ein erheblicher Schaden entstanden. Eine alternative Neuinstallation (Wandschlitze, Wanddurchbrüche...) in meinem Wohnzimmer bedeutet für mich einen hohen Renovierungsaufwand mit erheblichen Kosten. Welche rechtliche Handhabe steht mir nun zur Verfügung?

Mir freundlichen Grüssen



25.06.2013 | 19:32

Antwort

von


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Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
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Sehr geehrter Ratsuchender,


der unentgeltliche Nutzungsvertrag über Teile des Kellers zum Zwecke der Kabeldurchführung könnte jederzeit durch Ihre Schwester gekündigt werden - einen Grund braucht sie dafür nicht (abgeben).


Allerdings durften die Kabel nicht durchgeschnitten werden; insoweit haben Sie einen zivilrechtlichen Ersatzanspruch (für die beschädigten Kabel). Strafrechtlich war es eine Sachbeschädigung; allerdings wird in solchen Fällen in der Regel das Verfahren eingestellt werden.

Den hohen Renovierungsaufwand mit erheblichen Kosten werden Sie zu tragen haben; aber freuen Sie sich - einen Teil haben Sie ja hier mit Ihrem Einsatzgebot schon eingespart.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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