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Sachbeschädigung durch Nachbarin


| 24.09.2006 08:59 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich habe folgendes Problem:

Ich wohne in einem kleinen Dorf in Niedersachsen. Nachdem ich mich am 2.9.06 bei der Polizei wegen Lärmbelästigung aufgrund einer lautstarken Garten-Party bei einer Nachbarin zwei Häuser weiter beschwert hatte und zwei Polizisten gegen 23.45 Uhr meine Nachbarin baten, die Musik abzustellen, begann sie dann gegen 1.00 Uhr bei mir zu klingeln. Nachdem ich nicht öffnete (da die Dame ziemlich betrunken war), begann sie Sturm zu läuten und hämmerte dann mit den Fäusten und Füßen an meine Eingangstür.

Nach kurzer Ruhephase hörte ich draußen ein Poltern, was ich aber dem Wind zuschrieb. Dann jedoch fing das Klingeln und gegen die Tür treten wieder an, solange bis ihr Lebensgefährte sie von meiner Tür wegholte.
Gegen 2.10 Uhr kam sie dann jedoch nochmals und begann wieder gegen meine Tür zu treten, solange bis ihr Lebensgefährte sie wieder wegholte.

Ich nächsten Tag stellte ich dann fest, dass sie in meinem Garten randaliert hat. Neben einer Pfingstrose hat sie fast sämtliche, fußballgroße!, Steine, die zu einer Katzenklappe im oberen Kellerbereich eine Abhang bildeten, herausgerissen und teilweise einige Meter in den Garten geschleudert.

Ich habe daraufhin bei der Polizei eine Strafanzeige gestellt. Außerdem habe ich Fotos gemacht.

Gestern nun stellte ich beim gründlichen Reinigen der Haustür fest, dass es sich bei den Trittspuren im unteren Bereich nicht etwa nur um Dreck von den Schuhen handelte, sondern dass die Spuren auf der Kunststofftür (4 Jahre alt – Wert ca. 400,00 €) selbst mit aggressiveren Mitteln nicht mehr zu beseitigen sind. Nach Rücksprache mit der Polizei sollte ich meine Strafanzeige dahingehend ergänzen, muss aber meine Schadensersatzansprüche privatrechtlich durchsetzen.

Nun meine Frage: welche Chancen habe ich unter diesen Voraussetzungen ohne einen Zeugen (außer mir, denn ich konnte durch die Glastür alles sehen) ?

Ich wäre Ihnen dankbar für eine realistische Einschätzung.

Mit freundlichen Grüßen
eine Ratsuchende

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Die Chancen, den Zusammenhang zwischen den Tritten der Nachbarin an die Tür und den entstandenen Beschädigungen an der Tür nachzuweisen, sind meiner Ansicht nach recht gut, da Sie hier das Geschehen schlüssig vorgetragen haben. Da Sie zudem das Treten an die Tür visuell mitverfolgt haben, können Sie den Vorgang widerspruchsfrei schildern.

II. Es ist so nicht zutreffend, dass Sie den Schadensersatzanspruch wegen der Beschädigung der Tür vor den Zivilgerichten geltend machen müssen. In Betracht kommt hier im Strafverfahren das sogenannte „Adhäsionsverfahren“ (§§ 403 ff. StPO), in dem Sie durch schriftliche Antragstellung Ihr Schadensersatzbegehren bei dem Gericht, das über das Strafverfahren entscheidet, geltend machen können. Der Antrag kann auch bereits bei der Staatsanwaltschaft gestellt werden, sobald diese mit der Sache befasst ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Anhang: § 403 StPO

StPO § 403
Der Verletzte oder sein Erbe kann gegen den Beschuldigten einen aus der Straftat
erwachsenen vermögensrechtlichen Anspruch, der zur Zuständigkeit der ordentlichen
Gerichte gehört und noch nicht anderweit gerichtlich anhängig gemacht ist, im
Strafverfahren geltend machen, im Verfahren vor dem Amtsgericht ohne Rücksicht auf
den Wert des Streitgegenstandes.

Nachfrage vom Fragesteller 24.09.2006 | 11:03

Herzlichen Dank für die prompte Beantwortung und positive Einschätzung meiner Chancen.
Bezüglich Ihres Punktes II: Empfehlen Sie hier anwaltliche Hilfe ?

Vielen Dank und noch einen schönen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2006 | 11:16

Sehr geehrter Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Es hat durchaus Sinn, einen RA hinzuziehen, um so ein „Maximum“ an Schadensersatz herauszuholen und zudem Druck auf Staatsanwaltschaft und Gericht auszuüben, das Strafverfahren nicht einfach einzustellen und Sie etwa auf den Zivilrechtsweg oder Privatklageweg zu verweisen.

Sollte Ihrem Adhäsionsantrag stattgegeben werden, so hätte die Nachbarin nach § 472a StPO auch die Kosten Ihres Rechtsanwaltes zu tragen.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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