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SNT Inkasso - armer student :-(


30.06.2007 15:44 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin



also vorab ;-) bin ein armer student der sich seit langer zeit bei eplus als kunde angesiedelt hatte...

ich habe vor einigen wochen meinen vertrag tnm200web (30 eus grundgebuehr / monat) verlaengern lassen und prompt mit der 2. rechnung probleme gehabt, probleme in hoehe von 180 eus, die ich nie wirklich nachvollziehen konnte und in der regel eine max rechnungshoehe von 80 eus in 2 jahren hatte...
da mein konto nicht soviel hergibt, wurde natuerlich zurueckgebucht von seiten der bank und ich erhielt einen brief mit der aufforderung zu zahlen (keine mahnung)... 2 tage nach erhalt dieses brief wurde ich angerufen und gefragt ob ich die rechnung sofort begleichen koennte oder aufschub braeuchte... ich habe mich mit der person von eplus darauf verstaendigt, dass ich innerhalb von 4 wochen die rechnung samt der 15 eus bearbeitungsgebuehr zahlen wuerde...
als ich nun endlich das geld zum begleichen meiner schuld hatte (handy war ja gesperrt) sah ich das erneut eine rechnung von nunmehr 150 eus hinzukam und abgebucht wurde... wie auch immer... lange rede kurzer sinn... ich habe nicht zahlen koennen erhielt fuer diese rechnung ebenfalls wieder ein schreiben (keine mahnung) und nachdem ich tel. alles abgeklaert hatte das ich die rechnungen erneut versuch zu begleichen, kam 2 wochen danach ein schreiben ich sei mit sofortiger wirkung aus dem vertrag der noch 22 monate laufen sollte, rausgeschmissen worden bzw er wurde aufgeloest...
nun erhalte ich heute einen brief des inkasso unternehmens snt mit einer forderung von 1174,95 eus(ca. 1000 eus eplus, 150 eus inkasso 5 eus zinsen) ohne das ich je eine erste oder zweite mahnung von eplus erhalten habe, noch versteh ich die summe nicht da eigentlich nur 340 eus ausstanden und dieser betrag, sicherlich zahlbar gewesen waere... haette ich die chance bekommen.
man kann doch nicht fast 800 eus mehr einfordern wenn ich ja eigentlich bereit war alles dafuer zu tun nicht in diese situation zu kommen noch dass ich ja auch keine leistungen mehr von eplus beziehe...
soll ich nun fuer die restlaufzeit meines eigentlichen vertrags die grundgebuehr weiter zahlen oder wie ??? setzt sich daraus die horrorsumme an forderung zusammen ???
wie soll ich mich nun verhalten...
ich hab absolut keine geld und kam immer grad so mit handyvertrag und allem ueber die runden... bekomme ja noch nicht mal bafoeg oder so und arbeite mich dumm um den monat im studium ueberhaupt zu ueberstehn. ich hab immer meine rechnungen beglichen und zwar puenktlich. ich bin niemand der gerne mit schulden oder problemen lebt.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworte:

Ihr "Fall" berührt eine Reihe tatsächlicher und rechtlicher Fragen, die sich ohne Einsicht in die Ihnen vorliegenden Unterlagen kaum mit Sicherheit beantworten lassen.

Grundsätzlich gilt, daß sich EPS – wie nahezu alle Mobilfunkanbieter – das Recht vorbehält, einen Vertrag aus wichtigem Grund außerordentlich zu kündigen, wenn sich der Kunde für zwei aufeinander folgende Monate mit der Bezahlung der Rechnungen in Verzug befindet.

Auf den ersten Blick ist diese Voraussetzung hier erfüllt, also die Ihnen gegenüber ausgesprochene Kündigung wirksam. Denn tatsächlich dürften Sie, nachdem Sie auf zwei aufeinander folgende Rechnungen nicht gezahlt haben, dadurch in Verzug gekommen sein, daß EPS Sie jeweils schriftlich zur Zahlung aufgefordert hat (§ 280 Abs. 1, Abs. 2 i. V. mit § 286 Abs. 1 Satz 1 BGB). Anhaltspunkte dafür, daß es sich bei diesen Schreiben nicht um Mahnungen gehandelt hat, sind nicht ersichtlich.

Allerdings könnte der Verzug dadurch beendet worden sein, daß Sie mit EPS telefonisch jeweils eine Stundungsvereinbarung getroffen haben. Nimmt man dies an, ließe sich die Wirksamkeit der Ihnen zugegangenen Kündigung zumindest in Zweifel ziehen. Insoweit stellt sich freilich das Problem, daß Sie den Abschluß einer etwaigen Stundungsvereinbarung im Streitfall beweisen müssen.

Geht man demgegenüber von einer wirksamen außerordentlichen Kündigung aus, muß man EPS auch einen Schadensersatzanspruch zuerkennen. Denn wäre der Mobilfunkvertrag ordnungsgemäß durchgeführt worden, wären EPS für die Dauer von noch 22 Monaten monatlich mindestens 30 €, insgesamt also mindestens 660 €, zugeflossen.

Ob der Schadensersatzanspruch auch die EPS enstandenen Inkassokosten umfaßt, ist m. E. zweifelhaft. Hier ließe sich ggf. argumentieren, daß EPS – nicht zuletzt durch die Telefonate – Ihre Zahlungsunfähigkeit bekannt war, so daß die Einschaltung eines Inkassounternehmens keinen Erfolg versprechen konnte.

Ich betone jedoch nochmals, daß sich ohne Detailkenntnisse kaum Genaueres zu Ihrer Situation sagen läßt. Insofern rate ich Ihnen dringend, sich an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu wenden, um prüfen zu lassen, ob und ggf. in welchem Umfang Sie Zahlungen leisten müssen.

Gerne stehe auch ich Ihnen hierfür zur Verfügung. Bitte nehmen Sie bei Bedarf Kontakt über die u. a. E-Mail-Adresse auf.

Einstweilen hoffe ich, daß ich Ihnen einen hilfreichen Überblick geben konnte. Bei Unklarheiten können Sie gerne von der Möglichkeit einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de
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