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SMS reicht aus für weitere schritte?


20.08.2006 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,

es gibt zwar eine lange vorgeschichte aber die tut eigentlich nicht zur sache.

Person Y bekommt von Person Z eine SMS auf das Handy geschickt mit folgendem Inhalt:

------------------------------------------------------------
Ich habe mich etwas beruhigt und werde heute nicht mehr vorbeikommen. Du hast mit deiner verächtlichen Tat die Grenze überschritten, jetzt habe ich keine Hemmungen mehr. Ich hätte mir danach fast etwas angetan weil ich sowieso schon extrem fertig bin. Doch jetzt da sie es mir gesagt hat das du das warst werde ich dich deine Tat bereuen lassen,jetzt wirst du mich kennenlernen.Ich werde wohl überlegt handeln und dir deine Grenzen aufzeigen, dafür wirst du gerade stehen müssen. Ich werde keine leeren Drohungen aussprechen ich werde meiner Wut auch später noch gerecht. Ich werde morgen ins XX kommen und mich erstmal persönlich bei dir bedanken. LG Z
-----------------------------------------------------------


Problem an der Geschichte ist das Person Z ein wenig "verrückt" ist ( möchte das andere gemeinte wort nicht benutzen ), Person X ist sich halt sicher das das keine leeren Drohungen sind sondern ernst.

Was kann man da machen ? Muss Person X darauf warten einen Tag gesundheitliche Schäden zu bekommen oder kann man da im vorfeld was sinnvolles tun so das Person Z nichtmal Lust hast irgendwie Handgreiflich zu werden? Person Z hat einige Stunden vor der SMS sogar über eine Art Instant-Chatprogramm gesagt das er Person X mit einem Baseball Schläger besuche will etc ( wofür es aber keine Zeugen/Beweise gibt )


Für eine schnelle Rückantwort würde ich mich freuen.
Eingrenzung vom Fragesteller
20.08.2006 | 10:33

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Grundsätzlich liegt in der SMS in Verbindung mit der vorherigen Ankündigung über das Chatprogramm eine Bedrohung nach § 241 StGB vor.
Da Sie die vorherige Bedrohung jedoch laut Ihrer Aussage nicht beweisen können wird es hier etwas schwierig.
Sie sollten zunächst einmal die Bedrohung und den Inhalt derSMS aktenkundig machen. Wenn Sie sich wirklich bedroht fühlen istder Weg zur zuständigen Polizeiinspektion angebracht. Die Beamten werden den Sachverhalt zunächst einmal aufnehmen. Viel mehr wird dann auch nicht geschehen.
Einer eventuellen Gegenanzeige wegen falscher Verdächtigung können Sie aufgrund der von Ihnen gesicherten SMS gelassen entgegen sehen.
Leider sind der Polizei zunächst die Hände gebunden solange nicht konkretere Hinweise für eine Gefährdung für Sie vorliegen.

Sie müssen nun selbst aktiv bleiben und weitere Beweise sichern. Führen Sie Protokoll über Belästigungen, etc. Nach Möglichkeit sollten Sie versuchen Zeugen für derartige Vorfälle zu finden. Wenn Sie erst einmal genug Beweise für eine Belästigung / permanente Bedrohung in der Hand haben sollten Sie eine einstweilige Verfügung beantragen. Verstößt Z hiergegen, so kann nun direkt gegen ihn vorgegangen werden.

Scheuen Sie nicht den wiederholten Weg zur Polizei wenn nochmals derartige Bedrohungen vorliegen. Sicher ist sicher.

Sollten Sie in eine direkte Auseinandersetzung mit Z geraten, so versuchen Sie am besten sich zurückzuziehen und sofort die Polizei zu verständigen. Zusätzlich könnte es hilfreich sein Personen in der näheren Umgebung um Hilfe zu bitten. Gewalttäter / Stalker lassen sich in der Regel auf keine offene Konfrontation mit mehreren Personen ein.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2006 | 12:17

Vielen Dank für Ihre Auskunft.

Person Y hat eine Zeugin die die ganze Stalking/Bedrohungs Geschichten Live miterlebt hat, mittlerweile läuft das ganze schon über ein halbes Jahr.

Mittlerweile hat Person Y aber keine Lust mehr drauf, da nun auch Bedrohungen kommen die der Gesundheit von Person Y Schaden könnten muss endlich was passieren.

Trotzdem vielen Dank, Person Y muss sich dann wohl zur Polizei begeben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2006 | 12:52

Sehr geerhte(r) Fragesteller(in).

Sie sollten die Zeugin zur Polizei mitnehmen.
Ferner sollten Sie überlegen den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Stalker (mit dem Inhalt sich von Ihnen fernzuhalten und nicht mehr weiter zu belästigen) zu beantragen. Dies können Sie entweder unter Zuhilfenahme eines Anwaltes oder auch zu Protokoll der Geschäftsstelle des zust. Zivilgerichtes.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und lassen Sie sich nicht unterkriegen.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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