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SKY - Wegfall der Formel 1

| 29.01.2018 19:15 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


22:02
Ich nutze seit 2014 Sky und habe folgende Pakete gebucht:
- Sky Entertainment
- Sky Cinema
- Sky Sport
- Sky Bundesliga

Sky Sport beinhaltet bisher auch die Formel 1, welche nun mit der neuen Saison wegfällt.
Mir ist klar, dass Sky Sport noch andere Dinge überträgt - nicht nur Formel 1 - aber genau deswegen habe ich das Sky Sport Paket damals gebucht und nicht wegen Golf, Handball oder einer anderen Sportart.

Sky sagt nun aber:
Zitat:
Die Formel 1 hätte einen eher kleinen Anteil am Live Sport Erlebnis gehabt, heißt es. Ihr Wegfall würde den Gesamtcharakter des Sky Sport-Pakets nicht nennenswert beeinflussen und es besteht daher kein Sonderkündigungsrecht.

In den AGB steht aber (siehe Punkt 1.1.4):
Zitat:
1.1.2 Bei der inhaltlichen Gestaltung, Abänderung und/oder Anpassung der einzelnen Kanäle, sonstigen Dienste, Programmpakete und Paketkombinationen ist Sky frei, solange der Gesamtcharakter eines Kanals, eines sonstigen Dienstes, eines Programmpakets bzw. einer Paketkombination erhalten bleibt.

1.1.4 Über Ziffer 1.1.2 hinaus behält sich Sky vor, den Inhalt einzelner Kanäle, sonstiger Dienste, Programmpakete und Paketkombinationen abzuändern oder anzupassen, soweit dies aus lizenzrechtlichen Gründen (z.B. bei Rechteverlust oder dem Erwerb neuer Rechte) oder aus technischen Gründen (z.B. Wegfall von Kabeldurchleitungsrechten, geänderte Anforderungen an Verschlüsselung und Kopierschutz) erforderlich ist. In einem solchen Fall wird Sky den Kunden rechtzeitig, aber mindestens einen Monat vor Wirksamwerden der Änderung bzw. Anpassung, über die bevorstehende Änderung bzw. Anpassung informieren. Der Kunde ist berechtigt, den Abonnementvertrag auf den Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung bzw. Anpassung in Textform zu kündigen. Betrifft die Änderung bzw. Anpassung lediglich einen auch gesondert zu abonnierenden Bestandteil des Gesamtabonnements, ist der Kunde berechtigt, lediglich diesen Bestandteil in Textform zu kündigen. Sky wird den Kunden auf sein Kündigungsrecht und die zu wahrende Frist hinweisen. Die Kündigung muss Sky spätestens bis zum Wirksamwerden der Änderung bzw. Anpassung zugehen.


Als die Freitag Spiele der Bundesliga gestrichen wurden habe ich noch verstanden, dass es kein Sonderkündigungsrecht gibt - es wird ja weiterhin Bundesliga übertragen.
Aber dass nun eine komplette "Sportart" nicht mehr übertragen wird weil Sky die Rechte nicht erworben hat- da sehe ich das als Laie anders...
Genau wegen dieser gestrichenen Sportart hatte ich damals ja das Sky Sport Paket gebucht.

Es geht mir nicht darum, alle Sky Pakete zu kündigen. Sky Bundesliga, Sky Entertainment und Sky Cinema möchte ich behalten.
Ich benötige eben nur das Sky Sport-Paket nicht, wenn keine Formel 1 übertragen wird.
Ob Sky dann das Sport Paket deaktiviert oder mir mit dem Preis entgegenkommt ist mir egal, ich möchte nur die Konditionen geändert haben.


So, soviel dazu. Ich habe nun heute per Einschreiben mit Rückschein (gleichzeitig per Mail) das Sky Sport Paket gekündigt.

Soeben kam die Antwort:

Sehr geehrter HERR XXX,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir verstehen, dass Sie enttäuscht sind, die Formel 1 ab 2018 nicht mehr bei Sky sehen zu können. Die Kosten für Sportrechte steigen jedoch Jahr für Jahr und deshalb sind wir gezwungen, wie jedes andere Unternehmen auch, Entscheidungen hinsichtlich unserer Investitionen zu treffen.

Wir legen unseren Schwerpunkt künftig auf Sportrechte, für die unsere Kunden keine Alternative haben. Im Fall der Formel 1 haben wir uns gegen den Kauf entschieden, als klar war, dass die Formel 1 weiterhin im Free TV bei RTL zu sehen sein wird. Dies stellt auch sicher, dass unsere Kunden die Formel 1 weiterhin sehen können – im Free TV.

Da der Gesamtcharakter des Sportpakets erhalten bleibt, können wir Ihnen kein Sonderkündigungsrecht anbieten. Formel 1 ist eine von vielen Sportarten des Sky Sport Pakets und die Formel 1 Gesamtübertragungszeit auch relativ gering. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.

Die angefragte Vertragsänderung ist grundsätzlich möglich, jedoch frühestens nach Ablauf der aktuellen Vertragslaufzeit. So wurde es vertraglich mit Ihnen vereinbart. Somit kann die Umstellung zum 31. Mai 2019 erfolgen.

Bitte geben Sie uns kurz Bescheid, ob wir die Änderung zu dem oben genannten Datum vornehmen sollen.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Woche.....


.. die können doch nicht entscheiden, ob sie mir ein Kündigungsrecht einräumen und ob der Gesamtcharakter bestehen bleibt (wer sagt, was der Gesamtcharakter ist) - wenn, dann müßte das doch ein Richter tun, oder?
Und dann die Aussage "Somit kann die Umstellung zum 31. Mai 2019 erfolgen" - die sehen doch, dass ich zu dem Datum das Komplettpaket schon gekündigt habe zu Mai 2019.

Wie sollte ich weiter vorgehen? Ich sehe mich im Recht... wie sehen Sie als Anwalt die Sachlage? Sollte ich auf der Kündigung des Sport Paketes bestehen und die Einzugsermächtigung entziehen?

Viele Grüße
Tobias
29.01.2018 | 20:24

Antwort

von


(1825)
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Sehr geehrter Fragesteller,

da es noch das Sky Bundesliga Abo gibt und auch die Pakete teilbar sind, würde ich aus juristischer Sicht schon sagen, dass die Formel 1 ein wesentlicher Bestandteil des Paketes ist. Aus diesem Grund dürften Sie auch das Paket als einzelnes Teil mit der Sonderkündigung beenden. Falls Sky dieses nicht akzeptieren sollte, würde ich ihnen empfehlen, die Einzugsermächtigung für dieses Paket entsprechend aufzukündigen. Das gerichtliche Verfahren müsste dann seitens Sky angestrengt werden. Falls Sie eine Rechtschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir Ihnen eine kostenfreie Deckungsanfrage anbieten.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2018 | 20:47

Lieber Herr Hoffmeyer,

Erstmal recht herzlichen Dank für die schnelle Antwort... das beruhigt mich, dass Sie als Anwalt das ähnlich sehen.

Ich habe in meinem Schreiben angekündigt, dass ich im Falle einer Ablehnung der Kündigung durch Sky, denen die erteilte Einzugsermächtigung kündigen werde.

Ich möchte Sky als Letztes eine email und/oder Brief schicken, in dem ich das Sport Paket als gekündigt ansehe, wie angekündigt die Einzugsermächtigung zurückziehe und Sky mitteile, dass ich die Gesamtsumme monatlich überweise (abzüglich 10€ für das Sportpaket) bis zum Ende der Laufzeit im Mai 2019.
Außerdem nocheinmal die Aufforderung, mir die Kündigung schriftlich zu bestätigen.
Auch würde ich gerne Schreiben, dass es völlig unerheblich ist, was SKY als "Gesamtcharakter" definiert (sie räumen ja in den AGB 1.1.4. die Möglichkeit ein zu kündigen) und dass über die Einräumung eines Sonderkündigungsrechts nicht Sky zu entscheiden hat sondern dann der juristische Weg zu bestreiten ist und dies dann ein Richter entscheiden muss.


Meine Frage:
Sehen Sie als Anwalt das als "ok" an, wenn ich die oben genannten Punkte noch einmal schreibe oder reicht es, wenn ich das in meinem ersten Schreiben schon alles geschrieben habe und ich reagiere nicht mehr sondern buche einfach den Betrag zurück (und überweise den von mir gekürzten Betrag) wenn SKY abbucht?
Mir wäre es lieber, dies nocheinmal schriftlich zusammen zu fassen...

Recht herzlichen Dank nochmal und einen schönen Abend.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2018 | 22:02

Sehr geehrter Fragesteller,

natürlich können Sie dies in einem Schreiben auch noch einmal zusammenfassen und ich gehe auch davon aus, dass es Sky dazu nicht bewegen wird, am Ende gegen Sie rechtliche Mittel einzulegen. Dafür ist die Summe zu gering und das Risiko zu hoch.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 29.01.2018 | 22:25

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