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Ruhestörung durch Eigentümer


15.05.2008 16:12 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo.

Seit nunmehr ein paar Monaten sind meine Freundin und ich zunehmend einer von unserem "Übermieter" verursachten Ruhestörung ausgesetzt. Übermieter deswegen in Anführungszeichen, da es sich um einen Eigentümer handelt, der seine Wohnung selbst nutzt.

Dies äußert sich wie folgt: (ich habe die punkte teilweise aus einer anderen fragestellung kopiert, da sich die fälle recht ähnlich sind, man möge mir die schreibfaulheit verzeihen)

- ständig werden Türen geknallt, es wird nicht gegangen, sondern getrampelt

- Herr Eigentümer und seine Lebensgefährtin schreien sich oftmals an und streiten lautstark, so dass man jedes Wort verstehen kann

- dies findet fast zu jeder Tages- und auch Nachtzeit statt... gestern zum Beispiel zwischen 23:00 und 0:00 auf dem Balkon und nach einer Beschwerde von meiner Freundin ging es drinnen genau über unserem Schlafzimmer weiter bis 1:30 Uhr

- streiten sie einmal nicht, dürfen wir uns bis zu dreimal pro Nacht ihre "Bettaktivitäten" anhören, die ebenfalls in einer entsprechenden Lautstärke stattfinden (zeugen vorhanden)

- wegen dem Herrn war auch schon des öfteren die Polizei im Haus, sei es, weil ein Ex-Freund seiner Partnerin randalierend im Hausgang stand und danach die Autoreifen des Eigentümers und eines weiteren Mieters zerstach. Oder weil (angeblich) bei ihm eingebrochen wurde: Seltsam nur dass keine andere der insgesamt 6 Parteien etwas gehört oder gesehen hat und es auch keine Einbruchsspuren gibt. klingt für mich nach Versicherungsbetrug, aber das ist wohl ein anderes Thema...

- wiederholte Versuche im Guten ein Gespräch mit dem Herrn zu suchen, scheiterten bislang immer wieder an seiner Ignoranz und mangelnder Aufnahmefähigkeit. Man bekommt nur irgendetwas Ausfälliges zurückgeblafft oder es wird einfach die Tür zugeknallt

- zwei andere Parteien (auch Mieter) in der Wohnung über und neben der Eigentümerwohnung sind übrigens aus diesem Grund ausgezogen und würden ihre Sicht des Sachverhalts auch bereitwillig bezeugen


Was können wir also gegen diesen Herrn unternehmen?

Macht es Sinn, jedesmal die Polizei zu rufen? Man möchte ja nicht als Nervfaktor dastehen, aber da wir beide berufstätig sind, hätten wir gerne unsere Nachtruhe wieder...



-- Einsatz geändert am 15.05.2008 16:09:21

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Sie sollten zunächst Ihren Vermieter schriftlich über den Sachverhalt informieren und diesen auffordern, mit geeigneten Maßnahmen dafür zu sorgen, dass Ihr Nachbar das Ihrerseits beanstandete Verhalten einstellt. Insofern kann eine übermäßige „Hellhörigkeit“ Ihrer Wohnung unter Umständen auf eine mangelnde Schall-Isolierung zurückzuführen sein, welche als solche einen Mangel der Mietsache darstellt. Unabhängig hiervon ist Ihr Vermieter verpflichtet, den vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung zu ermöglichen, wozu auch zu zählen ist, dass Sie als Mieter nicht durch andere Hausbewohner übermäßig belästigt werden.

Sollte Ihr Vermieter im Hinblick auf Ihre Aufforderung nicht reagieren, steht Ihnen, je nach Intensität des Verhaltens Ihres Nachbarn, das Recht zu, die Miete in einem angemessenen Maß zu mindern.

Bei nächtlichen Ruhestörungen kann in dringenden Fällen die Polizei gerufen werden. Rücksichtslos lärmende Nachbarn oder Störern droht insofern ein Bußgeld bis zu 5.000,- Euro. Unter Berücksichtigung der Intensität der Störung sollten Sie diesbezüglich Ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen.

Letztlich bleibt die Möglichkeit, den Verursacher der Störung gerichtlich auf Unterlassung in Anspruch zu nehmen.

---

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt


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