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Rufschädigung - Wie kann ich nun gegen diese Rufschädigung vorgehen?

| 04.12.2009 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Frau Anwältin,
sehr geehrter Herr Anwalt,

ich hatte eine Affäre mit einer Kollegin bei meinem vorherigen Arbeitgeber. Diese besagte Kollegin hat die Affäre beendet und streitet alles ab. Daraufhin erhielt ich (aus Mobbingründen, da ich lesbisch bin) die Kündigung während der Probezeit. Nun ist es so, dass diese o.g. Kollegin extreme Gerüchte (u.a. ich sei Alkoholikerin, schizophren und würde Stalking bei ihr betreiben etc.) über mich verbreitet und damit massive Rufschädigung betreibt. Ich weiss dies in erster Linie durch eine ehemalige Kollegin, die jedoch nicht als Zeugin auftreten möchte. Erst kürzlich erhielt ich eine Absage auf eine Bewerbung in einem anderen Unternehmen der gleichen Branche, mit einem sehr merkwürdigen Hinweis, den ich auf die o.g. Sache assoziieren könnte. Wie kann ich nun gegen diese Rufschädigung vorgehen? Welche rechtlichen Schritte habe ich?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

In strafrechtlicher Hinsicht kommt eine Anzeige gegen diese "Kollegin" wegen Verleumdung gem. § 187 StGB und übler Nachrede gem. § 186 StGB in Betracht.

Natürlich werden Sie Zeugen benennen müssen, gegenüber denen die sog. Kollegin sich abfällig über Sie geäußert hat. Hierzu bedarf es keiner "Erlaubnis" des Zeugen, da dieser im Fall eines Verfahrens aussagen muß, sofern ihm kein Aussageverweigerungsrecht zur Seite steht.


2.

Neben diesem strafrechtlichen Aspekt haben Sie gegen die Kollegin einen zivilrechtlichen Unterlassungsanspruch.

Sie könnten im Wege der einstweiligen Verfügung verlangen, daß die Kollegin es unterläßt, bestimmte Äußerungen über Sie zu verbreiten. Das Problem wird aber ggf. sein, daß Sie in dem Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung genau angeben müssen, wann diese Kollegin was gegenüber wem über Sie gesagt hat. D. h. der Erfolg einer einstweiligen Verfügung hängt davon ab, ob und inwieweit es Ihnen gelingt, die einzelnen "Taten" der Kollegin zu rekonstruieren.


3.

Neben diesen rechtlichen Möglichkeiten sollte man auch eine dritte Vorgehensweise nicht aus dem Auge verlieren: einfach ignorieren.

Das mag zunächst abwegig erscheinen, kann aber effektiver sein, als straf- und/oder zivilrechtliche Schritte einzuleiten. Gegen boshafte Zeitgenossen rechtlich vorzugehen, ist oft mühsam und wenig erfolgreich. Bisweilen "schmeichelt" es dem "Verleumder" sogar, daß man ihn so wichtig nimmt und ihm über gerichtliche Verfahren die Möglichkeit bietet, seine "Spielwiese" zu erweitern.

Darüber hinaus werden Sie nie von allen Personen erfahren, gegenüber denen diese Kollegin schlecht über Sie geredet hat. D. h. der Rechtsweg ist manchmal ein schwaches Schwert.

Meine Empfehlung: Es dürfte für Sie am Besten sein, das Gerede einfach zu ignorieren.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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