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Rufschädigung - Firma informiert über Inhalte der fristlose Kündigung


09.03.2005 10:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

im Juli 2004 wurde ich von meinem Arbeitgeber wegen diverser unerlaubter, auch strafbarer Handlungen fristlos entlassen. Auch wurde gegen mich Anzeige erstattet.
Mein Arbeitgeber hat über die fristlose Kündigung sämtliche Mitarbeiter der Firma mittels diverser Mails informiert. Ferner hat die Firma auch diverse, zum Teil betroffene Kunden über meine Taten informiert.
Diese, sehr großzügigen Informationen (vielen Mitarbeiter sind wirklich Details bekannt) meines ehemaligen Arbeitgebers haben dazu geführt, dass mein Ruf in der Öffentlichkeit vollkommen zerstört wurde.
Ich wurde und werde z.B. auf der Straße auf meine Taten angesprochen, ferner wissen auch potentielle neue Arbeitgeber von den Taten.
Zwischenzeitlich ist im Arbeitsgerichtlichen Rechtsstreit eine Einigung (Vergleich) erzielt worden.
Diese sieht vor, dass die Kündigung aus personenbedingten, von mir nicht zu vertretenden Gründen ausgesprochen wurde und dass an der ursprünglich erteilten außerordentlichen sowie der hilfsweise erteilten ordentlichen Kündigung nicht mehr festehalten wird. Ferner wurde festgehalten, dass mein Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen beendet wurde.
Über den Vergleich sowie zur vermeintlichen Kündigung führenden Gründe wurde absolutes Stillschweigen gegenüber Dritten, sogar bei Vertragsstrafe, vereinbart.

Nun meine Fragen:

1.Habe ich eine Möglichkeit, ohne mich der Vertragsstrafe
auszusetzen, die ehemaligen Mitarbeiter über die nun
gerichtlich verglichenen Kündigungsgründe zu informieren, da
diese von der Bank, im nachhinein gesehen, falsch informiert
wurden. Dies würde (zum Teil) meinen Ruf wieder herstellen
oder zumindest verbessern.
2.Gibt es eine Möglichkeit die Firma dazu zu verpflichten, die
nun gerichtlich verglichenen Gründe den Mitarbeitern
mitzuteilen, da diese zuvor über andere Gründe informiert
wurden.
3.Durch die weitergabe von Informationen bin ich bei zwei
Vorstellungsgesprächen nicht zum Zug gekommen, da diese Firmen
über die Taten (welche nun durch Vergleich anderweitig
festgehalten wurden) informiert wurden. Bestehen hier
Schadensersatz- oder ähnliche ansprüche.
4.Durfte die Firma alle Mitarbeiter über eine fristlose
Kündigung überhaupt informieren.

Vielen Dank.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Fairma durfte die Mitarbeiter nicht über die fristlose Kündigung informieren, es sei denn, betriebliche Belange hätten dieses erfordert. Dieses ergibt sich aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.

Sofern Sie nachweisen können, dass Sie aufgrund der Weitergabe der Kündigung bei zwei Vorstellungsgesprächen nicht zum Zuge gekommen sind UND ohne diese Informationen Sie den Arbeitsplatz bekommen hätten, stände Ihnen ein Schadensersatzansprüch dem Grunde nach zu (Aber wie wollen Sie das beweisen?).

Sie haben das Recht, die Firma dahingehend zu verpflichten, gegenüber denjenigen, denen die Kündigung mitgeteilt worden ist, den Sachverhalt nach dem Vergleich richtig zu stellen. Fordern Sie die Firma auf, Ihnen alle Namen zu nennen und die Richtigstellung vorzunhmen. Teilen Sie weiter mit, dass Sie nach Ablauf einer Frist von zwei Wochen sich mit den Ihnen bekannten Dritten ansonsten selbst in Verbindung setzen werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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