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Rückzahlung von 2oooo,- wegen Privatbürgschaft

| 22.03.2014 13:58 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Konsequenzen einer übernommenen Bürschaft

Guten Tag
Mein Vater hatte ein Autoersatzteilgeschäft wo er nach 35 Jahren insgesamt €60000,- Schulden angesammelt hatte...
Ich habe als sein Sohn sein Haus gekauft für die Summe von 6oooo,- und den Kredit bei der Bank abgelöst....im Jan 2013
Nun taucht von der Kreditreform eine Forderung auf von über € 25000,-. der Firma Kiefer die seid 3 Jahren nicht mehr existiert..
Mein Vater hatte 2003 der Firma Kiefer eine Privat Bürgschaft unterschrieben....
Meine Frage lautet
Er besitzt nun nichts mehr und hat €835,- Rente und wohnt in meinem Haus mit meiner Mutter.
Ich wohne in Miete und hab so schon €4oo,- Abzahlung ans Haus plus meine eigene Miete
Was kann man tun....kann mein Vater Privatinsolvenz anmelden um nihcts bezahlen zu müssen...Der Kläger ist ein reicher Mann..noch dazu. Dass mein Papa im Unrecht ist iss klar...aber er sah es 2003 anders.....
Mein Vater ist 76 Jahre alt.....
Bitte helfen sie mir
Wir hatten einen Anwalt..aber wie ich finde...keinen so guten...er verlangt nun schon nach 2 Schreiben und 2 Telefonaten 12oo€
Ich erhoffe von ihnen dass sie mir weiterhelfen

Stephan Brück

22.03.2014 | 14:52

Antwort

von


(513)
Groner Landstr. 59
37081 Göttingen
Tel: 05513097470
Web: http://www.Kanzlei-Lars-Liedtke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Dieser Fall belegt wieder einmal, wie weitreichend die Konsequenzen aus einer Bürgschaft sein können, da der Bürge dem Gläubiger nun einmal grundsätzlich mit seinem gesamten Vermögen haftet. Für die Frage, ob Ihr Vater aus der übernommenen Bürgschaft wirklich zur Zahlung verpflichtet ist, kommt es zum einen darauf an, ob die Forderung des Gläubigers gegenüber dem Schuldner überhaupt erst einmal berechtigt ist und zum anderen, ob der Bürgschaftsvertrag selbst wirksam ist. Dies zu beurteilen, setzt eine umfassende Prüfung sämtlicher Unterlagen voraus und kann an dieser Stelle nicht abschließend geklärt werden.

Ihre Frage zielt aber ja in erster Linie ja auch darauf ab, wie sich Ihr Vater verhalten sollte, wenn man davon ausgeht, dass der Anspruch des Gläubigers gegen Ihren Vater berechtigt ist.

Ein Insolvenzverfahren kann zu einer Restschuldbefreiung nach 6 Jahren führen. Dies setzt unter anderem voraus, dass der Insolvenzschuldner während dieser Zeitspanne seiner Erwerbsobliegenheit nachkommt und sämtliche erzielten Einkünfte, die über den Pfändungsfreibeträgen liegen herausgibt. Erwerbsobliegenheit bedeutet, dass der Schuldner eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben hat bzw. dass er, wenn er ohne Beschäftigung ist, sich um eine solche zu bemühen hat und keine zumutbare Tätigkeit abzulehnen berechtigt ist. Ob dies vor dem Hintergrund des Alters Ihres Vaters zweckentsprechend ist, erscheint zumindest fraglich. Außerdem erscheint es nicht fernliegend, dass es hinsichtlich des an Sie vorgenommenen Verkaufs des Grundstücks zu einer Insolvenzanfechtung kommen könnte. Wenn der Kaufpreis von 60.000 € unter dem tatsächlichen Wert des Grundstücks liegt, könnte hierin eine Gläubigerbenachteiligung liegen. Solche Rechtshandlungen können u.U. im Insolvenzverfahren angefochten werden, wenn sie bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch nicht länger als 10 Jahre vergangen sind. Bitte beachten Sie, dass auch diesbezüglich keine endgültige Aussage getroffen werden kann, ohne mehr Details zu kennen. Eine wirksame Insolvenzanfechtung hätte zur Konsequenz, dass Sie das erworbene Grundstück der Insolvenzmasse zurückgeben und so den Insolvenzgläubigern zur Verfügung stellen müssten.

Im Rahmen der hier vorzunehmenden Erstberatung gelange ich daher zu dem Ergebnis, dass ein Insolvenzverfahren Ihres Vaters auch durchaus kontraproduktiv sein könnte.

Beachten Sie bitte, dass die Pfändungsfreibeträge und die Vorschriften über unpfändbare Sachen auch ohne Einleitung eines Insolvenzverfahrens zu Gunsten Ihres Vaters wirken. Lediglich eine Restschuldbefreiung kommt dann nicht in Betracht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lars Liedtke

Bewertung des Fragestellers 25.03.2014 | 09:29

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ANTWORT VON

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