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Rückzahlung oder Rückgabe des finanziellen Einsatzes

| 05.03.2013 12:25 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 26.02.2010 einem damaligen Bekannten 2000 Euroin bar gegeben,um einen Wohnwagen zu kaufen ,um selbigen gewinnbringend zu verkaufen.

Dieser Bekannte ist Profi und verkauft jährlich viele Wohnwagen.

Im November erklärte er mir ,auf meine Frage,warum der gekaufte Wohnwagen noch
nicht verkauft wurde,er hätte Kunden gehabt,aber ohne Erfolg.
Dann gab er mir per E-Mail schriftlich,daß mein Einsatz von 2000 Euro bis 31.01.2012
bar von ihm zurückgegeben werde.
Sollte kein Verkauf zustande gekommen sein,werde er mir zusätzlich 400 Euro Gewinn auszahlen.

Trotz mehrfacher Anfragen telefonisch,mündlich und per E-mail,ist bis nichts passiert.

Ich habe keine Infos,ober der Wohnwagen noch vorhanden ist,b.z.w. verkauft ist.

Auf schriftliche Anfragen reagiert der Mann nicht.

Wie bekomme ich mein Geld zurück.
Sind Verjährungsfristen zu beachten?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und Ihres Gebühreneinsatzes wie folgt:

Zunächst stellt sich die Frage, zu welchem Zweck Sie Ihrem Bekannten das Geld gegeben haben.

Entweder haben Sie Ihrem Bekannten das Geld gegeben, damit dieser sich davon (selber) einen Wohnwagen kaufen konnte und diesen dann gewinnbringend veräußern etc. kann. Dann handelt es sich wohl um einen Darlehensvertrag, dessen Bestand auch durch die Bestätigung per Email durch Ihren Bekannten vor Gericht nachgewiesen werden könnte. Demnach hätten Sie einen Anspruch auf Rückzahlung des Geldes, welcher auch (mahn-)gerichtlich geltend gemacht werden könnte. Ansprüche auf etwaige Gewinnausschüttungen o.ä. hätten Sie nur, sofern dies ebenfalls aus der Vereinbarung, die Ihnen per Email vorliegt, hervorgeht.

Dieser Darlehensrückzahlungsanspruch unterliegt der allgemeinen, dreijährigen zivilrechtlichen Verjährung gem. § 195 BGB. Die Verjährung beginnt gem. § 199 I BGB mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger hiervon Kenntnis erlangt hat. Maßgeblich ist nicht, wann der Darlehensvertrag geschlossen wurde, sondern, wann Ihr Rückzahlungsanspruch fällig geworden ist. Bei einem unbefristeten Darlehen ist dies der Fall, wenn das Darlehen gekündigt wird, also als Sie das erste Mal die Rückzahlung der 2.000 € verlangt haben. Sollten Sie also z.B. im Laufe des Jahres 2012 die Rückzahlung des Geldes erstmalig von Ihrem Bekannten verlangt haben, so beginnt die Verjährung am 31.12.2012 und endet mithin am 31.12.2015.

Sollten Sie Ihrem Bekannten das Geld gegeben haben, damit er in Ihrem Namen für Sie den Wohnwagen kauft und ihn auch für Sie gewinnbringend verkauft. Nach erfolgloser Fristsetzung zur Erfüllung dieser Verpflichtung könnten Sie Schadensersatz statt der Leistung von Ihrem Bekannten verlangen, was auch den entgangenen Gewinn umfassen würde. Auch hier würden Sie aufgrund der Email gute Erfolgsaussichten in einem (mahn-)gerichtlichen Verfahren besitzen.

Dieser Schadensersatzanspruch unterliegt ebenfalls der allgemeinen, dreijährigen zivilrechtlichen Verjährungsfrist. Auch bzgl. dieses Anspruches beginnt die Verjährungsfrist mit Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist bzw. Sie Kenntnis hiervon erlangt haben. Sofern Sie Ihrem Bekannten eine Frist zur Erfüllung des Vertrages gesetzt haben, wäre dies wohl der Zeitpunkt direkt nach Ablauf der Frist.

Also unabhängig davon aus welchem Grund Sie Ihrem Bekannten das Geld gegeben haben, so haben Sie sowohl einen Anspruch auf Rückzahlung als auch auf Auszahlung des vereinbarten entgangenen Gewinnes in Höhe von 400,00 €. Diese Ansprüche könnten Sie in einem (mahn-) gerichtlichen Verfahren durchsetzen, wodurch die Verjährung gehemmt würde.

Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen gerne über die kostenlose Nachfrageoption oder direkt per Email zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Laura Schütz
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2013 | 14:41

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

Ich habe dem Bekannten am 26.02.2010 die beschriebene Summe in bar gegeben,gegen Quittung.

Im Oktober 2011 habe ich ein persönliches Gespräch bezüglich der
Rückzahlung geführt,welches dazu führte,daß mir per E-mail vom 07.11.2011 eine Rückzahlung in beschriebener Weise zugesagt wurde.

Ihr Frage,zu welchem Zweck ich die Summe von 2000 Euro übergeben habe,ist zu sagen,daß der Wohnwagen gekauft werden sollte,um gemeinsam einen eventuellen Gewinn zu erzielen .Die reine Kaufsumme war ein Darlehen ,nur zum Erwerb des Wohnwagens.

Vielen Dank.
MfG


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2013 | 15:06

Sehr geehrter Fragesteller,

da es sich um ein Darlehen handelt, und Ihnen die Rückzahlung mit einem Zuschlag von 400,00 € in der Email zugesichert wurde, haben Sie einen Anspruch auf Rückzahlung der Summe, den Sie sowohl im Mahngerichtsverfahren als auch im gerichtlichen Verfahren geltend machen könnten. Anhand Ihrer Darstellung ist der Beginn der dreijährigen Verjährungsfrist der 31.12.2011, mithin endet die Verjährungsfrist am 31.12.2014.

Mit freundlichen Grüßen

Laura Schütz
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 05.03.2013 | 14:42

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 05.03.2013 4,8/5,0
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