Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
493.144
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rückzahlung eines in der GmbH als Rücklage ausgewiesenen Gesellschafterdarlehens


| 23.01.2016 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Eben habe ich in einem anderen Fall hier gelesen, dass ein "Aussteiger" aus einer GmbH auch sein Gesellschafterdarlehen zurückbekommt, was in der GmbH als Rücklage ausgewiesen war. Genau darum geht es bei mir auch - aber ich will nicht aussteigen, sondern in der inzwischen genesenen GmbH die nun wieder vorhandenen Mittel stückchenweise dazu verwenden, die Rücklage wieder in mein Gesellschafterdarlehen zurückzuverwandeln, um das dann steuerfrei - es ist ja "mein" Geld - als "Rückzahlung Gesellschafterdarlehen" zurückzubekommen.

(Die damalige Umwandlung meines Gesellschafterdarlehens in eine Kapitalrücklage - davon hat die GmbH einen gekündigten Bankkredit getilgt - hatte seinerzeit zur Folge, dass ich keine Zinsen mehr darauf bekam).

(1) Ist an dieser geplanten Vorgehensweise irgendein "Haken"? (seitens Gesetzgebung, steuerlich, ...)

Darf ich als GF die Rückumwandlung(en) (2) und die Auszahlung(en) (3) ohne Gesellschafterbeschlüsse vornnehmen oder sind dafür Gesellschafterbeschlüsse nötig; wenn ja, (4) muss für jede solche Auszahlung ein Gesellschafterbeschluss erfolgen oder genügt ein einmaliger Beschluss in folgendem Sinn (5) "Der Geschäftsführer kann die Rücklage in Teilbeträgen auflösen, soweit und sobald jeweils dafür genügend Mittel vorhanden sind". (Mit "genügend Mittel" ist zugleich ausgesagt, dass das Eigenkapital selbstverständlich nicht angegriffen werden darf). Oder (6) geht das gar nicht stückchenweise, sondern nur einmal im Jahr anläßlich des Jahresabschlusses?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich besteht hinsichtlich Ihres Vorgehens kein "Haken" wenn ausreichend Eigenkapital vorhanden ist.

Voraussetzung hierfür ist jedoch ein Gesellschafterbeschluss, eigenmächtig kann der Geschäftsführer diesbezüglich nicht handeln.

Der von Ihnen vorgeschlagene Beschluss kann nicht verwendet werden. Die Gesellschafter müssten beschließen, in welcher Höhe Rücklagen aufzulösen ind auszuschütten sind.

Ihren Ausführungen entnehme ich, dass nicht unmittelbar ausreichend Mittel vorhanden sind um aktuell eine vollständige Unwandlung der Rücklage vorzunehmen. In diesem Fall müsste tatsächlich "häppchenweise vorgegangen werden, je nach verfügbarem Eigenkapital. Der jeweilige Jahresabschluss müsste hierfür jedoch nicht abgewartet werden. Auch unterjährig könnten derartige Beschlüsse gefasst werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 23.01.2016 | 21:25

Nur eine Danke schön - keine Nachfrage - alles klar (und endlich ein Ende der Streiterei mit dem Steuerberater, der anderer Meinung war: Er wollte die Rückzahlung meines eigenes Geld als "disquotale Gewinnausschüttung" deklarieren; dann wäre das für mich ja einkommensteuerpflichtig geworden).

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.01.2016 | 22:31

Grundsätzlich ist die Ausschüttung tatsächlich steuerpflichtig. Damit korrespondieren jedoch die Werbungskosten aus der Vergangenheit in dem Moment der Umwandlung des Darlehens in Eigenkapital der GmbH.


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 23.01.2016 | 21:27


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"kompetent - es sind keine Unklarheiten verblieben"