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Rückzahlung der Eigenheimzulage - Ist es richtig, dass ihr die Eigenheimzulage nicht zusteht?

02.05.2007 11:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
meine inzwischen von mir geschiedene Ehefrau soll die letzte Zahlung der Eigenheimzulage dem Finanzamt zurück zahlen. Als Begründung heißt es, sie zahlt das Darlehen nicht mit ab. Das hat sie aber die ganze Zeit nicht gemacht. Wir sind je zur Hälfte im Grundbuch eingetragen und sie haftet zu 50% mit. In dem Haus hat sie am Anfang zwar mitgewohnt, war aber nie unter der Adresse angemeldet. Ich bin inzwischen wieder verheiratet. Ist es richtig, dass ihr die Eigenheimzulage nicht zusteht? Wenn ihr die Eigenheimzulage nicht zusteht, steht sie mir in vollem Umfang (2556 €)zu?

Mit freundlichen Grüßen

Eingrenzung vom Fragesteller
02.05.2007 | 11:55
Eingrenzung vom Fragesteller
02.05.2007 | 11:57
02.05.2007 | 13:04

Antwort

von


(694)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragender,

da Ihre Frau ausgezogen ist, steht ihr auch die Eigenheimzulage (EHZ) nicht zu. Die Meldung beim Einwohnermeldeamt hat hier Indizwirkung, da schließlich die Pflicht hierzu besteht (insbesondere auch für die EHZ ist die Meldung unerlässlich).

Die Begründung des Finanzamtes erscheint aber in jedem Falle merkwürdig, da es vielmehr darauf ankommt, wem das Haus gehört und von wem es bewohnt wird. Mag das erste hier zutreffen, so trifft jedoch die zweite Voraussetzung bei Ihrer geschiedenen Frau nicht zu. Das Darlehen bzw. die Frage, wer dieses tilgt, kann hiermit eigentlich nichts zu tun haben, zumal derartige Informationen dem Finanzamt gewöhnlicherweise auch gar nicht bekannt bzw. bekannt gemacht werden. Ggf. kommt deswegen aber auch eine Versagung der EHZ aufgrund einer daraus abgeleiteten Schenkung der Haushälfte an Ihre Frau in Betracht.

Der EHZ-Anteil Ihrer Frau ist auch nicht auf Sie übertragbar.

Sie können und sollten aber versuchen, dem Finanzamt gegenüber durch aussagekräftige Unterlagen darzulegen, dass (ungeachtet der Einwohnermeldeamtsmeldung) eine Bewohnung durch Ihre Frau zu einer bestimmten Zeit stattgefunden hat.

Möglicherweise können Sie die volle EHZ für den verbleibenden Bewilligungszeitraum erhalten, wenn die Haushälfte Ihrer Frau (durch Umschreibung im Grundbuch) auf Sie übertragen wird. Da Sie sich aber bereits im letzten Zahlungsjahr befinden, ist dieses für Sie wohl weniger interessant.

Falls Sie eine weitere Beauftragung wünschen, können Sie mich egrne per Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

ANTWORT VON

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