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Rückzahlung an Gläubiger in der Wohlverhaltensperiode


16.12.2007 20:47 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Guten Abend,

A befindet sich in der Wohlverhaltensperiode der Privatinsolvenz seit Ende 2003. Nun hat er die Möglichkeit an Gläubiger, die in einem persönlichen Verhältnis stehen, Schulden zurückzuzahlen. Diese Gläubiger sind dem Insolvenzverwalter bekannt. Alle haben bereits einen Teil ihrer Schulden durch eine Quote zurückbekommen.

Nun will A über die Einnahmen seines Sohnes die Restschulden der persönlich bekannten Gläubiger zurückzahlen. Er hat die Idee, dass der Sohn Gelder an einen Notar auf ein Anderkonto überweist und dieser Notar die Schulden an diese Gläubiger abführt. Auch der Notar soll den Schriftverkehr im Auftrag des Sohnes mit den Gläubigern führen.

1. Kann es hier irgendwelche Probleme für A geben wenn rauskommen würde, dass der Sohn die offenen Schulden von A an die persönlich bekannten Gläubiger zurückgeführt hat?
2. wenn ja, was wären die Folgen?

Dass trotz Rückführung der Schulden an ausgewählte Gläubiger der Anspruch bestehen bleibt ist A bekannt, da die Rückführung im Insolvenzverfahren nur durch den Insolvenzverwalter erfolgen darf. Jedoch soll der finanzielle Schaden der bekannten Gläubiger gutgemacht werden.

Mit freundlichem Gruß
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Der Sohn kann die Verbindlichkeiten des A begleichen, ohne das es zu rechtlichen Problemen mit den übrigen Gläubigern kommt. Den verbleibenden Gläubigern wird dadurch wahrscheinlich eine höhere Insolvenzquote zugute kommen. Allenfalls könnte eine emotionale Komponente bei den übrigen Gläubigern eine Rolle spielen, wenn Sie den Eindruck gewinnen, als nicht persönlicher Gläubiger unberücksichtigt zu bleiben.

2. Soweit der Sohn Teile der Verbindlichkeiten begleicht und der Sohn keinen Anspruch gegen den Vater geltend macht, wäre ein Teil der Insolvenzschulden erledigt. Hier würde ich empfehlen, dass der Sohn die Forderungen der betreffenden Gläubiger erwirbt und damit Insolvenzschuldner wird und an dem Insolvenzverfahren teilnimmt. Dafür müssten die abzulösenden Gläubiger Ihre Forderungen an den Sohn abtreten. Im übrigen wäre die Insolvenztabelle hinsichtlich der Insolvenzgläubigerbezeichnung zu berichtigen. Der Insolvenzverwalter sollte aber im Vorfeld informiert werden.

3. Eine entsprechende Regulierung könnte auch über einen Rechtsanwaltskollegen erfolgen. Einen Notar bedarf es hierfür nicht.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben. Gerne stehe ich für eine Folgeberatung zur Verfügung.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

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