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Rückzahlung Privatdarlehen ohne Belege?


| 29.11.2011 19:17 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A.



Guten Tag,
im Jahr 2008 lieh ich Person X eine größere Summe. Es gibt hierfür weder Zeugen, noch wurde ein Darlehensvertrag hierüber geschlossen. Die Rückzahlung sollte in monatlichen Raten stattfinden. Einen Großteil der Summe bekam ich monatlich bar ausgezahlt, habe hierüber aber keinerlei quittierte Aufzeichnungen, mir lediglich für mich notiert, wieviel zurückgezahlt wurde. Einen weiteren Teil der Summe bekam ich über mehrere Monate per Dauerauftrag überwiesen, bis dieser schließlich eingestellt wurde und ich auf Nachfragen zur Antwort bekam, dass die Verbindlichkeiten nun getilgt seien und keinerlei Restschuld mehr bestehe, da ja bereits ein großer Teil in bar bezahlt und der Rest per DA beglichen wurde. Dennoch fehlt nun eine nicht unerhebliche Restsumme. Welche Möglichkeiten habe ich, die Restsumme einzufordern, auch ohne Belege o. ä?

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Sehr geehrte Ratsuchender,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Verhältnis zu Ihrem Einsatz wie folgt beantworten möchte.

Sie haben sich mit der fehlenden schriftlichen Fixierung keinen Gefallen getan.

Wenn Sie die Summe nicht an die Person überwiesen haben, haben Sie keinen Nachweis über die Höhe.

Zunächst einmal müssten Sie sich also Gedanken machen, wie hoch die Restsumme ist.

Diese müssten Sie gem. § 488 III BGB fällig stellen und zwar in dem Sie die andere Person schriftlich zur Zahlung auffordern. Die Frist hierfür beträgt drei Monate.

Wenn die Gegenseite ableht, werden Sie klagen müssen.

Hier ist wieder das Problem, dass Sie zunächst Kosten vorschießen müssten und beweisen müssten, dass es einen Darlehensvertrag gibt.

Da die Person einige Überweisungen getätigt hat, würde das für einen Darlehensvertrag sprechen, nicht jedoch für die Höhe, für die Sie ja beweisbelastet sind.

Im Endergebnis wird der Richter Ihre Klage dann abweisen, da Sie beweisfällig bleiben werden.

Unter den von Ihnen angegebenen Informationen, kann ich Ihnen leider keine günstigere Prognose unterbreiten.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft haben zu können.

Sollte noch etwas offen oder unvollständig geblieben sein, möchte ich Sie auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.



Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2011 | 21:16

Guten Abend,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe so was fast befürchtet. Den Betrag in Höhe von 7.500 habe ich bar vom Konto abgehoben und direkt ohne Zeugen übergeben. Besagte Überweisungen trugen zwar den Verwendungszweck "Auto", was ja aber auch sehr dehnbar ist und vermutlich kaum was beweist. Einen weiteren Teil erhielt ich direkt in bar. Hier behauptet der Darlehnsnehmer, mir mehr gezahlt zu haben, als die von mir dokumentierte Summe von 3000 Euro. Gegenzeichnungen habe ich von ihm nicht. Die Restsumme beläuft sich auf 2.500 Euro, deren Anspruch vermutlich auch bald verjährt ist, sehe ich das richtig?
Vielen Dank für Ihre erneute Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2011 | 21:22

Sehr geehrte Ratsuchende,

zu meinem Bedauern muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Sie mit Ihrer Zusammenfassung richtig liegen.

Die Verjährung beginnt erst ab Fälligkeit zu laufen. Da Sie die Restvaluta noch nicht fällig gestellt haben, ist auch noch kein Verjährungslauf eingetreten.

Sie könnten allenfalls versuchen aus Kostengründen, im Wege einer Teilklage gegen den Schulnder vorzugehen, also nur einen Teil einzuklagen. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass der Gegner eine negative Feststellungsklage erheben wird oder er einfach abwartet, wie Sie mit Ihrer Beweislast zu recht kommen.

Hierbei haben Sie mit einigen hundert Euro an Kosten zu rechnen.

Das Problem ist in der Tat, dass Sie das Darlehen bzw. dessen Höhe nicht nachweisen können.

Ich wünsche Ihnen trotz der negativen Nachricht alles Gute und verbleibe

mit den besten Grüßen und Wünschen

Michael Grübnau-Rieken LL.M.; M.A.
Rechtsanwalt


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