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Rückzahlung Privatdarlehen - Verjährung?

19.11.2009 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Ein damals guter Freund hatte mir 2003 ein privates Darlehen von € 10.000 überwiesen. Ein Darlehensvertrag im geregelten Sinne existiert nicht. Ich hatte ihm damals ein Schreiben gegeben, das ich aber nie gegengezeichnet zurückerhalten habe. ca. 4 Monate später in 2003 habe ich 5.000 Euro sofort zurückbezahlt. Der Rest sollte so erfolgen wie es mir möglich ist. Ich kam dann in 2004 in finanzielle Schwierigkeiten, da ich meinen damaligen Job verloren hatte. Von mir wurden im 2004 - 2006 keine Zahlungen geleistet und es kam seinerseits auch nie schriftlich oder telefonisch eine "Mahnung". 2007 hatten wir dann einmal telefoniert (der Freund wohnt nicht in der Nähe und es besteht auch seit 2004 kein Kontakt mehr). Es ist nicht so, dass ich es nicht zurückzahlen hätte wollen, aber meine familiäre und berufliche Situation haben es irgendwie nicht zugelassen und alles andere war dann wichtiger, denn hier war ja niemand der "darauf drängte". Nach dem Telefonat in 2007 hatte ich dann, weil ich es zurückzahlen möchte, insgesamt 400 Euro überwiesen. Dann ging es leider nicht mehr. Jetzt Anfang 2009 haben wir nochmals telefoniert und einen Ratenplan vereinbart und die 1. Rate von 300 Euro konnte ich auch überweisen. Seither war es mir nicht möglich weitere Zahlungen zu leisten. Ich habe inzwischen einen kleinen Sohn und mein Mann ist arbeitslos.
Nun habe ich ein Schreiben von seinem Anwalt erhalten, der den Restbetrag von nun noch 4.300 Euro einfordert und um sofortige Überweisung bittet.
Nun meine Frage: Grundsätzlich möchte ich meinen Verbindlichkeiten ja gerne nachkommen, was ich bisher auch immer getan habe, aber es ist mir nach wie vor nicht möglich Zahlungen zu leisten. Ist die Angelegenheit nicht vielleicht schon verjährt? Wie soll ich jetzt reagieren. Kann er aufgrund dieser Sachlage gerichtlich gegen mich vorgehen? Wie sollte ich jetzt am besten reagieren?
Für Ihre Antwort im voraus meinen herzlichsten Dank.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Online-Anfrage möchte ich auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch wie folgt beantworten:

Entscheidend ist die Frage der Verjährung.

Hierbei kommt es zunächst auf die Rückzahlungsvereinbarung an. Ich keine Rückzahlung vereinbart, wird das Darlehen erst durch Kündigung fällig (§ 488 BGB).

Nach der Vereinbarung „wie möglich“ dürfte fraglich sein, ob das Darlehen schon fällig war. Wurde im Rahmen des Gespräches 2007 (stillschweigend) einen Fälligkeit begründet. Dann wäre die Forderung im Rahmen der regelmäßigen 3jährigen Verjährungsfrist nicht verjährt.

Durch die Ratenzahlung oder das Anerkenntnis wurde die Verjährung wohl ach gehemmt.

Ich habe damit Zweifel, ob hier bereits Verjährung eingetreten ist. Dies müsste aber abschließend genau erörtert werden.

Die Forderung scheint fällig und durchsetzbar, so dass eine gerichtliche Durchsetzung durch den Darlehensgeber möglich wäre.

Setzten Sie sich daher mit dem Kollegen in Verbindung und vereinbaren Sie Ratenzahlung. Evtl. könnte natürlich die Einrede der Verjährung vorsorglich erhoben werden, Ggf. könnte ein einmalig zu zahlender Ablösungsbetrag (wenn möglich) angeboten werden.

Zur genauen Prüfung sollten Sie auf jeden Fall eine/n Kollegen/in vor Ort aufsuchen und die Details rüfen lassen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

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