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Rückzahlung Minusstunden

14.06.2018 11:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Minusstunden auf einem Arbeitszeitkonto müssen nur dann akzeptiert werden, wenn diese aufgrund vom Arbeitnehmer veranlassten Gründen entstanden sind, etwa wegen verkürzter Arbeitszeiten aufgrund der Betreuung von Kindern. Eine Zahlung kann der Arbeitgeber in der Regel nicht verlangen.

Mein Ex Chef will über 800 Minusstunden zurück gezahlt haben.

Diese enstanden durch eine freiwillige Weiterbildung und Freistellung durch den AG, es mussten aber Minusstunden geschrieben werden.

Ausserdem habe ich vorher jeden Sonntag im Laden des AG geputzt um meine mündlich vereinbarte AZ von wöchentlichen 38 stunden zu erreichen. Es gibt keinen Arbeitsvertrag.

Mit der Weiterbildung und meinen 4 kinder und Arbeit war das nicht mehr möglich. D.h. jede Woche -8 Stunden. Manchmal kam ich später zur Arbeit oder musste wegen Terminen ( immer in Bezug auf die Kinder) eher gehen.

Trotzdem erhielt ich jeden Monat das volle Gehalt. Der AG wusste von den Minusstunden.

Was soll ich tun? Muss ich zahlen?

Sehr geehrter Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Wenn mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart war, dass sie die aufgrund der Weiterbildung nicht gearbeiteten Stunden als Minusstunden notieren und später nacharbeiten, dann müssen Sie dies natürlich tun. Dasselbe gilt wenn Sie wegen Terminen mit den Kindern von der Arbeit fern geblieben, später gekommen oder früher gegangen sind. Möglicherweise könnne Sie sich aber für diese Zeiträume teilweise auf § 616 BGB berufen, wenn dieser nicht im Arbeitsvertrag ausgeschlossen ist. Danach sind Sie berechtigt, bei unvorhergesehenen Erkrankungen Ihrer Kinder, wenn diese unter 12 Jahre alt sind, der Arbeit fernzubleiben, soweit eine Betreuung nicht anderweitig z.B. über Verwandte realisierbar ist. Wenn es aber z.B. eher darum ging, dass die Schule eher Feierabend hatte und Sie die Kinder früher als geplant betreuen und daher früher Feierabend machten mussten, war die nicht umfasst.

Sie schreiben weiter, dass Sie früher einen Ausgleich erreichten, indem Sie sonntags den Laden putzten. Dies könnte schon arbeitszeitrechtlich problematisch gewesen sein. Hiervon unabhängig stellt sich aber die Frage, ob Sie Ihrerseits diese zusätzliche Arbeit, die ja auch samstag hätte erledigt werden können, abgelehnt haben. Anderenfalls könnten Sie argumentieren, dass Sie durch das Putzen des Ladens wöchentlich eine gewisse Anzahl von Stunden noch hätten arbeiten können, was Ihne nich angeboten wurde.

Zahlen müssen Sie die Minusstunden soweit sie berechtigt sind, aber abarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

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