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Rückzahlung Kaution/Anwaltsrechnung


| 28.06.2007 02:03 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Bei der Übernahme einer Wohnung wurde von der Mieterin ein "Übergabeprotokoll" vorgelegt, auf dem man ankreuzen konnte, ob die Wohnung "IN ORDNUNG" ist oder nicht. Da die Räume alle einigermaßen akzeptabel waren, habe ich "in Ordnung" angekreuzt, aber unter Bemerkungen für alle Räume vermerkt, daß die Auszugstapete unverändert der Einzugstapete entspricht; es wurde also keine Renovierungs- oder Schönheitstätigkeit durchgeführt. Das Mietverhältnis lief über 3 Jahre und 5 Monate. Laut Mietvertrag waren Schönheitsreparaturen in den anerkannten Intervallen für die verschiedenen Räume durchzuführen, spätestens aber bei Auszug. Aufgrund des guten Zustandes der Wohnung bei Einzug wurde im Mietvertrag eine Renovierung bei Auszug festgelegt; bei Auszug vor den Schönheitsreparaturfristen aber nur entsprechend anteilig von der Mieterin zu tragen.
Zum 01.06. ist die Mieterin ausgezogen. Am 21.06. hat Sie die Auszahlung der Restkaution schriftlich eingefordert (hierbei handelt es sich nur noch um eine von ursprünglich zwei Nettomieten; aufgrund von/mit Nebenkostenpauschale ist die halbe Kaution in Höhe von einer Nettomiete bereits verrechnet worden, da eine Nachzahlung ausgeschlossen ist.) Am 25.06. hat sie mich angerufen. Ich sagte ihr, daß ich wohl ein halbes Jahr Zeit zur Auszahlung hätte, mich aber arbeitsbedingt wohl in vier Wochen um die Prüfung der Auszahlung kümmern könnte. Am 26.06. schrieb dann bereits ihr Anwalt mit der Forderung um sofortige Auszahlung und legte bereits seine Anwaltskostenechnung für eben dieses Forderungsschreiben bei.

Rechtfertigt die Sachlage tatsächlich die sofortige Einschaltung eines Anwaltes durch meine ehemalige Mieterin mit sofortiger Kostenübernahme durch mich, denn so absolut eindeutig scheint mir die Rechtslage bezüglich der Renovierung/Schönheitsreparaturen nicht zu sein; muß ich also diese Anwaltsrechnung tatsächlich bezahlen?
28.06.2007 | 02:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie haben für die Kautionsabrechnung eine angemessene Zeit zur Verfügung, üblicherweise 3 - 6 Monate. Dementsprechend sind die von Ihnen zugesagten vier Wochen (= Zwei Monate nach Mietende) durchaus noch angemessen. Der Punkt mit den Schönheitsreparaturen ist hierbei unbeachtlich.

Die schriftliche Aufforderung des Kollegen ist dementsprechend verfrüht, eine Kostenübernahme seiner Gebühren durch Sie damit nicht verpflichtend.

Ich rege an, den Kollegen darauf hinzuweisen.

Allerdings rege ich auch an, einen anderen örtlichen Kollegen Ihres Vertrauens hinzuzuziehen, um zu verhindern, daß Sie etwas Relevantes übersehen haben.

Insbesondere rege ich an, den Punkt mit den Schönheitsreparaturen anwaltlich prüfen zu lassen, da diese Regelung mit den starren Fristen möglicherweise nichtig sein könnte.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2007 | 01:03

Guten Tag!
Meine Frage liegt lange zurück; vielleicht ist trotzdem diese kurze Nachfrage möglich?!
Beim Telefonat mit dem erwähnten gegnerischen Anwalt sagte dieser mir, daß besagte Fristen zur Erstellung der Kautionsabrechnung sehr unterschiedlich beurteilt würden und die Richter an unserem Amtgericht 56812 Cochem/Mosel zwei Wochen (!!) in Fällen wie meinem für hinreichend ansehen würden. Deshalb sei sein Schreiben/seine Rechnung auch nicht verfrüht.
Kann dies tatsächlich sein, daß die unterschiedlichen Amtgerichte so unterschiedliche Fristen für richtig ansehen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2007 | 22:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Fristen werden in der Tat unterschiedlich beruteilt, jedoch erscheint mir eine Frist von zwei Wochen unangemessen kurz. Daher vermute ich hinter der Auskunft des gegnerischen Kollegen einen Bluff und rege an, einen örtlichen Kollegen hinzuzuziehen, da dieser sich besser mit den Fristen des örtlichen Gerichtes auskennt.

Zudem ist zu überlegen, wieso der gegnerische Kollege noch keine Klage eingereicht hat, da die angebliche Frist ja bereits seit zwei Monaten abgelaufen ist. Auch dies deutet auf einen Bluff hin.

Kurz:
Fragen Sie einen anderen örtlichen Kollegen, ob die kurze Fristsetzung stimmt oder lassen Sie sich von dem gegnerischen Kollegen die entsprechenden Urteile geben.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R: Weber

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