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Rückzahlung Bauspardarlehen

| 07.08.2014 08:25 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne schildere ich hier einen Fall und ich hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können.

Herr A und Frau B sind ein Paar (nicht verheiratet). Um Sanierungs-/Renovierungsmaßnahmen am Anwesen von Herrn A durchzuführen, wird ein Bauspardarlehen aufgenommen. Herr A ist in diesem als "Mitschuldner" eingetragen. Als Pfandobjekt wird das Anwesen des Herrn A eingetragen, Frau B war nie im Grundbuch des Anwesens eingetragen und hatte somit auch keinen Zugriff auf die Dokumente, welche zum Nachweis bei der Bank eingereicht werden mussten. Der Auszahlbetrag des Darlehens ging auf das Konto von Frau B, dies wurde damals von Herrn A so genehmigt. Das Darlehen wurde bis jetzt einzig und allein von Frau B getilgt und zurückgezahlt.

Herr A und Frau B haben sich nun getrennt. Frau B sieht nun nicht ein, für die gesamte Rückzahlung des Darlehens selbst aufzukommen und bittet Herrn A die Hälfte der Summe des Darlehens zu übernehmen. Dieser weigert sich und ist auch nicht verhandlungsbereit. Zuerst steht die Behauptung der "arglistigen Täuschung" im Raum und er will nichts vom Bauspardarlehensvertrag gewusst haben. Herr A hat den Vertrag damals unterschrieben (2 x!) und kam auch selbst für die notwendigen Nachweise für das Pfandobjekt (= sein Eigentum) auf, da Frau B keinerlei Zugriff darauf hatte. Desweiteren unterstellt er Frau B verschiedentste Dinge: Sie hätte gar keine Arbeiten am Haus ausgeführt und das Geld für sich und andere Dinge gebraucht. Die arglistige Täuschung wird ihr vorgeworfen. Usw.

Wie verhält es sich mit diesem Fall? Auf was muss man achten?

Mit freundlichen Grüßen

ein Ratsuchender

Sehr geehrter Ratuchender,


vorbehaltlich der Prüfung der einzelnen Verträge ist hier nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung (zumindest) von einer Gesamtschuldnerschaft auszugehen, wenn A als "Mitschuldner" unterzeichnet hat.

Mangels vertraglicher Absprachen zwischen A und B wird dann die gesetzliche Regelung zum Gesamtschuldnerausgleich nach § 426 BGB eingreifen. Danach sind die Gesamtschuldner im Verhältnis zueinander zu gleichen Anteilen verpflichtet, soweit nicht ein anderes bestimmt ist.


Frau B wird also nach der bisherigen Sachverhaltsdarstellung (mindestens) einen Anspruch auf die Hälfte haben. Da aber vertragliche Vereinbarungen oder der Darlehensvertrag selbst eine andere rechtliche Beurteilung möglich machen, sollten alle Unterlagen durch einen Rechtsanwalt unbedingt ergänzend geprüft werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 18.08.2014 | 20:29

Sehr geehrter Herr Bohle,

erst einmal vielen Dank für Ihre schnelle und präzise Antwort, diese hat mir sehr weitergeholfen.

Eine erste Prüfung der Unterlagen hat stattgefunden, weitere andere vertragliche Vereinbarungen die den Darlehensvertrag ergänzen etc. gibt es nicht.

Gehe ich richtig in der Annahme dass, nachdem Sie auf die von Herrn A gegenüber der Frau B vorgetragenen Behauptungen (u.a. der arglistigen Täuschung) nicht eingegangen sind, diese Themen vor einem Gericht etc. zu Klärung des Falles keine Relevanz haben?

Mit freundlichen Grüßen,

ein Ratsuchender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.08.2014 | 20:40

Sehr geehrter Ratsuchender,


insoweit gehen Sie nach Ihrer Sachverhaltsschilderung von einer richtigen Annahme aus.

Es wurde als Mitschuldner der Vertrag unterschrieben und kein Gericht in Deutschland würde bei einer zweifachen Unterschrift eine Anfechtung ernsthaft in Betracht ziehen, so dass es bei der gesetzlichen Verteilung verbleiben wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 18.08.2014 | 20:52

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Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für die Bewertung und viel Erfolg bei der Durchsetzung der Ansprüche. ... MfG RA Thomas Bohle, Oldenburg
FRAGESTELLER 18.08.2014 5/5,0
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